Sprengung löst Brand aus: Biesdorf Center bleibt zunächst zu

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Eine Geldautomaten-Sprengung im Biesdorf Center hat am frühen Dienstagmorgen, 6. Oktober 2026, einen Brand und eine starke Rauchentwicklung ausgelöst. Das Einkaufszentrum in Berlin-Biesdorf musste vorerst geschlossen bleiben. Nach Angaben der Feuerwehr wurde das gesamte Gebäude verraucht. Verletzt wurde niemand. Die Polizei fahndete am Vormittag nach den bislang unbekannten Beteiligten. Nach ersten Erkenntnissen wurde bei der Sprengung offenbar kein Bargeld erbeutet.

Feuerwehr um 4.27 Uhr zum Biesdorf Center alarmiert

Die Berliner Feuerwehr wurde nach eigenen Angaben um 4.27 Uhr zu dem Einkaufszentrum an der Weißenhöher Straße gerufen. Eine genaue Uhrzeit der Sprengung war zunächst nicht bestätigt. Im Zusammenhang mit der beschädigten Geldautomatenanlage war in einem Geschäft ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte konnten den Brand nach Angaben der Feuerwehr rasch löschen. Damit war der Einsatz allerdings noch nicht beendet, denn der Rauch hatte sich bereits weit im Gebäude verteilt. Insgesamt rückten 26 Feuerwehrkräfte an.

Rauch breitete sich im gesamten Gebäude aus

Die Folgen des Feuers waren vor allem wegen der starken Rauchentwicklung erheblich. Nach Angaben der Feuerwehr war zeitweise das gesamte Einkaufszentrum verraucht. Die Entlüftung erwies sich wegen der baulichen Gegebenheiten als aufwendig und dauerte bis in den Vormittag hinein. Einsatzkräfte setzten Lüftungstechnik ein, um den Rauch aus den Gebäudeteilen zu entfernen. Aufnahmen vom Einsatzort zeigten Feuerwehr und Polizei an den Zugängen des Centers sowie große Lüftungsgeräte.

Niemand verletzt, Einkaufszentrum zunächst geschlossen

Menschen wurden bei der Sprengung und dem anschließenden Brand nach Angaben der Feuerwehr nicht verletzt. Das Biesdorf Center blieb während der Lösch- und Lüftungsarbeiten geschlossen. Wann das Einkaufszentrum wieder vollständig öffnen kann, war am Dienstagvormittag noch offen. Eine bestätigte Mitteilung über eine Wiedereröffnung lag zunächst nicht vor. Damit waren auch die Geschäfte im Center von den Einsatzmaßnahmen betroffen.

Das Einkaufszentrum liegt am Elsterwerdaer Platz im Berliner Ortsteil Biesdorf. Teile der Weißenhöher Straße waren während des Einsatzes im Umfeld des Gebäudes abgesperrt.

Polizei fahndet nach bislang unbekannten Beteiligten

Nach Angaben der Polizei waren die an der Sprengung beteiligten Personen am Vormittag noch unbekannt und flüchtig. Eine Festnahme war zunächst nicht bekannt. Zu einem möglichen Fluchtfahrzeug, zur Zahl der Beteiligten oder zu einer konkreten Fluchtrichtung gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gelangten die Unbekannten offenbar nicht an Bargeld aus dem Automaten. Wie der Geldautomat gesprengt wurde, teilten die Behörden zunächst ebenfalls nicht näher mit. Hinweise auf eine bestimmte Gruppierung oder einen Zusammenhang mit anderen aktuellen Fällen lagen zunächst nicht vor.

Höhe des Sachschadens zunächst unbekannt

Wie groß der materielle Schaden im Biesdorf Center ist, blieb zunächst offen. Eine belastbare Schadenssumme wurde am Vormittag weder für den Geldautomaten noch für das Geschäft oder weitere Teile des Gebäudes genannt. Durch die Sprengung und den anschließenden Brand entstanden jedoch sichtbare Beschädigungen im Bereich des Centers. Über mögliche Schäden durch Rauch in weiteren Geschäften gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Auch war zunächst unklar, ob nach Abschluss der Lüftungsarbeiten weitere technische oder bauliche Prüfungen erforderlich sein würden. Angaben dazu lagen nicht vor.

Schon im März wurde in Biesdorf ein Geldautomat gesprengt

Bereits am 25. März 2026 hatte es in einem Einkaufszentrum an der Weißenhöher Straße in Biesdorf eine Geldautomaten-Sprengung gegeben. Nach Angaben der Polizei verschafften sich damals gegen 3.40 Uhr mehrere bislang unbekannte Personen gewaltsam Zugang zu dem Gebäude und sprengten einen dort aufgestellten Automaten. Anschließend flüchteten sie. Die Ermittlungen wurden von einem Fachkommissariat des Berliner Landeskriminalamts übernommen.

Lokale Berichte ordnen den damaligen Vorfall ebenfalls dem Biesdorf Center zu. Ob zwischen der Tat im März und der Sprengung vom 6. Oktober ein Zusammenhang besteht, ist nicht belegt.

Geldautomaten-Sprengungen bundesweit deutlich zurückgegangen

Geldautomaten-Sprengungen beschäftigen die Sicherheitsbehörden seit Jahren auch überregional. Bundesweit wurden 2024 nach Angaben der Bundesregierung 269 Sprengungen registriert. Das waren deutlich weniger als im Jahr 2023. Für 2025 stellte das Bundeskriminalamt erneut einen starken Rückgang fest. Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen sank nach dem aktuellen Bundeslagebild ungefähr um die Hälfte und erreichte den niedrigsten Stand seit zehn Jahren.

Die Behörden führen die Entwicklung unter anderem auf verstärkte Präventionsmaßnahmen der Geldinstitute sowie auf die Zusammenarbeit deutscher und ausländischer Ermittlungsbehörden zurück. Das Bundeskriminalamt war in den vergangenen Jahren mehrfach gemeinsam mit niederländischen und weiteren europäischen Behörden gegen mutmaßlich international agierende Gruppen vorgegangen. Daraus lässt sich jedoch kein Rückschluss auf die bislang unbekannten Beteiligten des aktuellen Falls in Berlin ziehen.

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