Gladbachs Verletzungssorgen wachsen: Kleindienst und Leszczyński fallen aus

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Borussia Mönchengladbach muss zwei weitere personelle Rückschläge verkraften. Kapitän Tim Kleindienst hat erneut einen Muskelfaserriss erlitten. Auch der 19 Jahre alte Innenverteidiger Jan Leszczyński steht wegen einer Knieverletzung vorerst nicht zur Verfügung. Trainer Alexander Blessin bestätigte die Diagnosen am Freitag, 16. Oktober 2026. Die neuen Verletzungen bei Borussia Mönchengladbach verschärfen die ohnehin angespannte Personalsituation in mehreren Mannschaftsteilen.

Anzeige

Tim Kleindienst erleidet weiteren Muskelfaserriss

Für Tim Kleindienst setzt sich eine von Verletzungen geprägte Phase fort. Der 31 Jahre alte Mittelstürmer hat sich einen weiteren Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Nach Angaben von Trainer Alexander Blessin liegt die neue Verletzung an einer anderen Stelle als die vorherige Muskelverletzung.

„Es ist ein weiterer Muskelfaserriss, andere Stelle“, erklärte Blessin am Freitag. Der Trainer machte zugleich deutlich, wie schwer der Ausfall für die Borussia wiegt: „Es ist bitter für ihn, es ist bitter für uns.“

Bereits Anfang Oktober hatte Kleindienst eine Trainingseinheit vorzeitig verlassen. Damals berichtete SPORT1 über muskuläre Beschwerden beim Aufwärmen. Blessin hatte den Trainingsabbruch zunächst als Vorsichtsmaßnahme eingeordnet. In der folgenden Woche musste der Angreifer erneut eine Einheit vorzeitig beenden.

Anzeige

Mit der nun bestätigten Diagnose steht fest, dass Kleindienst seine nächste Verletzungspause einlegen muss. Eine verbindliche Angabe zur voraussichtlichen Ausfalldauer machte Blessin zunächst nicht. Auch ein konkreter Termin für die Rückkehr ins Mannschaftstraining wurde nicht genannt.

Kleindienst kämpft seit Mai 2025 mit Verletzungsfolgen

Der erneute Rückschlag trifft einen Spieler, der bereits einen langwierigen Genesungsprozess hinter sich hat. Kleindienst hatte sich im Mai 2025 eine schwere Knieverletzung zugezogen und musste anschließend über mehrere Monate pausieren.

Im November 2025 kehrte der Nationalstürmer zwischenzeitlich in den Spielbetrieb zurück. Anschließend reagierte das verletzte Knie jedoch erneut auf die Belastung. Im Dezember wurde deshalb ein weiterer arthroskopischer Eingriff notwendig.

Der Verein erklärte damals, dass zunächst kein langfristiger Ausfall zu befürchten sei. Tatsächlich zog sich die erneute Rehabilitation jedoch bis ins Frühjahr 2026. Erst Ende April konnte Kleindienst wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren.

Die lange Verletzungsgeschichte spiegelt sich in seinen Einsatzstatistiken wider. In der Bundesligasaison 2025/26 kam der Angreifer lediglich dreimal zum Einsatz. Hinzu kam eine Partie im DFB-Pokal.

In der laufenden Spielzeit 2026/27 absolvierte Kleindienst bislang drei Bundesligapartien, blieb dabei aber ohne Torerfolg. Zum Vergleich: In seiner ersten Saison bei Borussia Mönchengladbach 2024/25 hatte er in 31 Bundesligaspielen 16 Treffer erzielt.

Kleindienst gehört zudem zum Kreis der deutschen Nationalspieler. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes absolvierte er bislang sechs A-Länderspiele. Als Kapitän trägt er bei Borussia auch abseits seiner Aufgabe im Sturm eine besondere Verantwortung.

Jan Leszczyński mit Kniestauchung außer Gefecht

Neben Kleindienst muss Borussia auch auf Innenverteidiger Jan Leszczyński verzichten. Der polnische Nachwuchsspieler hat sich eine Kniestauchung zugezogen.

Zunächst hatte Sky am Freitagvormittag gemeldet, dass sich der 19-Jährige im Training am Knie verletzt habe. Sky-Reporter Marlon Irlbacher verwies dabei auf weitere Untersuchungen, die Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen sollten.

Bei der anschließenden Pressekonferenz bestätigte Blessin eine Kniestauchung. Nach Darstellung des Trainers war Leszczyński unglücklich gelandet. GladbachLive berichtete, Blessin habe sich dabei auf einen Einsatz des Verteidigers am vorherigen Wochenende bezogen. Ob die Beschwerden bereits dort entstanden oder erst später im Training auftraten, blieb zunächst offen.

Fest steht, dass Leszczyński vorerst ausfällt. „Er fällt erst mal aus“, erklärte Blessin. Eine konkrete Dauer der Verletzungspause nannte der Trainer nicht. Damit gibt es auch keinen bestätigten Zeitpunkt für seine Rückkehr.

Leszczyński hatte sich gerade in der Bundesliga etabliert

Für den jungen Innenverteidiger ist die Verletzung ein Rückschlag in seiner ersten Bundesligasaison. Leszczyński wurde am 12. April 2007 geboren und wechselte Anfang Juli 2026 vom polnischen Erstligisten Legia Warschau nach Mönchengladbach. Dort unterschrieb der polnische Nachwuchsnationalspieler einen Vertrag bis 2030.

In der Saison 2025/26 hatte Leszczyński für Legia vier Spiele in der polnischen Ekstraklasa absolviert. Sein Erstligadebüt in Polen gab er im Februar 2026.

Nach seinem Wechsel an den Niederrhein kam er in der laufenden Bundesligasaison bereits dreimal zum Einsatz. Dabei stand er in zwei Partien von Beginn an auf dem Platz und absolvierte insgesamt 183 Bundesligaminuten. Zusätzlich wurde er einmal im DFB-Pokal eingesetzt.

Die zunehmende Einsatzzeit zeigte, dass Leszczyński bereits wenige Monate nach seiner Verpflichtung eine größere Rolle in der Gladbacher Defensive übernommen hatte. Die Verletzung unterbricht diese Entwicklung vorerst.

Weitere Ausfälle belasten den Gladbacher Kader

Die beiden neuen Verletzungen treffen Borussia Mönchengladbach in einer Phase, in der Trainer Blessin ohnehin auf mehrere Profis verzichten muss.

Innenverteidiger Ko Itakura hatte sich bei der japanischen Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im linken Gesäßmuskel zugezogen. Offensivspieler Franck Honorat laboriert ebenfalls an einer Muskelverletzung und soll nach Vereinsangaben behutsam wieder an höhere Belastungen herangeführt werden.

Auch Mittelfeldspieler Jens Castrop befindet sich nach einer Schulteroperation weiterhin im Genesungsprozess. Enzo Leopold fällt wegen eines Kreuzbandrisses langfristig aus.

Bei Nicolas Kühn hatte es zuletzt positive Entwicklungen gegeben. Der Offensivspieler sollte nach einem Muskelbündelriss im linken Oberschenkel schrittweise wieder in das Mannschaftstraining integriert werden. Blessin erklärte am Freitag, dass über eine kurzfristige Rückkehr noch entschieden werden müsse.

Hinzu kommen Beschwerden bei Nachwuchsspieler Fritz Fleck. Der 19-Jährige ist nach Angaben aus der Pressekonferenz durch eine Zerrung eingeschränkt.

Damit betreffen die Verletzungsprobleme sowohl den Angriff als auch die Abwehr und das Mittelfeld. Besonders die gleichzeitigen Ausfälle von Kleindienst und Leszczyński verringern die personellen Möglichkeiten auf zwei zentralen Positionen.

Verletzungen erschweren die Arbeit von Trainer Blessin

Alexander Blessin hatte das Traineramt bei Borussia Mönchengladbach Ende September 2026 übernommen. Die zahlreichen Ausfälle erschweren ihm nun die personelle Planung während der laufenden Saison.

Vor allem im Angriff fehlt mit Kleindienst ein erfahrener Mittelstürmer, der in der Vergangenheit seine Torgefahr unter Beweis gestellt hat. Im Kader stehen mit Isac Lidberg und Shuto Machino zwar weitere Angreifer zur Verfügung. Sie müssen jedoch die fehlenden Einsatzmöglichkeiten des Kapitäns auffangen.

In der Defensive reduziert die Verletzung von Leszczyński die Auswahl ebenfalls. Mit Kevin Diks und Fabio Chiarodia stehen weitere Innenverteidiger im Aufgebot. Allerdings ist mit Itakura bereits ein erfahrener Abwehrspieler verletzt.

Blessin hatte in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass die Belastung der angeschlagenen Profis sorgfältig gesteuert werden müsse. Der Trainer will bei möglichen Rückkehrern keine unnötigen Risiken eingehen.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass die Dauer der beiden jüngsten Ausfälle noch nicht verbindlich feststeht. Während Kleindienst nach seiner langen Verletzungsvorgeschichte erneut eine Rehabilitation beginnen muss, ist bei Leszczyński zunächst die weitere Entwicklung seiner Kniebeschwerden entscheidend.

Für Borussia Mönchengladbach bleibt damit die Verfügbarkeit mehrerer Spieler eine zentrale Frage der kurzfristigen Kaderplanung. Die bestätigten Diagnosen bedeuten jedenfalls, dass Blessin vorerst ohne seinen Kapitän und den jungen polnischen Innenverteidiger arbeiten muss.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu