
Nach mehr als drei Jahrzehnten kehrt ein bekanntes Wettkampfformat ins deutsche Free-TV zurück. RTL zeigt am heutigen Freitag, 4. September 2026, die erste Ausgabe von Gladiators – Die Show der Giganten. Der Start erfolgt wie angekündigt um 20:15 Uhr bei RTL, das Ende ist für 23:15 Uhr vorgesehen. Die im Programm ausgewiesene Bruttolaufzeit liegt damit bei drei Stunden. Direkt im Anschluss folgt um 23:15 Uhr Take Me Out.
Für RTL ist es die TV-Premiere von Staffel 1, Folge 1 und damit die erste reguläre Ausgabe der neuen deutschen Reihe. Als Folgenbezeichnung verwendet der Sender schlicht Folge 1 beziehungsweise die Nummerierung 01.01. Einen zusätzlichen individuellen Episodentitel führt RTL nicht. Die heutige Sendung ist keine Wiederholung im deutschen Fernsehen. Ganz neu ist das Material allerdings nicht: Prime Video stellte die deutsche Staffel bereits am 6. August zur Verfügung. Bei RTL+ ist die erste RTL-Fassung seit dem 3. September abrufbar.
In der neuen Show stellen sich sportlich besonders leistungsfähige Herausforderinnen und Herausforderer, die sogenannten Contenders, einer Gruppe professioneller Athletinnen und Athleten. Über die Staffel hinweg gibt es acht Vorrunden. In jeder davon treten jeweils zwei Männer und zwei Frauen an. Sie sammeln in unterschiedlichen Disziplinen Punkte und verschaffen sich damit einen möglichen Zeitvorteil für den abschließenden Hindernisparcours. Wer dort das direkte Duell gewinnt, kommt eine Runde weiter.
Die RTL-Version ist als fünfteilige Primetime-Staffel angekündigt. Prime Video führt dasselbe Wettbewerbsformat dagegen in zehn kürzeren Episoden mit acht Vorrunden, Halbfinale und Finale. Deshalb unterscheiden sich Folgenzählung und Laufzeit je nach Plattform. Die heutige RTL-Ausgabe ist die erste von fünf geplanten TV-Sendungen und dauert inklusive Werbeunterbrechungen 180 Minuten. Die einzelnen Streamingfolgen bei Prime Video sind deutlich kürzer.
Das Gesicht der neuen Ausgabe ist ein Trio, das RTL-Zuschauer bereits von Ninja Warrior Germany kennen. Laura Wontorra und Jan Köppen übernehmen die Moderation, Frank Buschmann begleitet die Wettkämpfe als Kommentator und gehört zugleich zum präsentierenden Trio der Sendung. Bei den sportlichen Entscheidungen kommen außerdem Benjamin Barth, Fabrice Kao und Laura Pfeiffer als Schiedsrichter zum Einsatz.
Die Verbindung zu Ninja Warrior Germany ist bewusst eng. Wontorra, Köppen und Buschmann haben über Jahre gemeinsam durch die Parcoursshow geführt. RTL setzt damit beim Neustart einer noch nicht wieder etablierten Marke auf ein bereits bekanntes Team.
Insgesamt gehören 17 Gladiatorinnen und Gladiatoren zum Aufgebot. Die Kampfnamen sind zentraler Bestandteil des Konzepts. Als Apollo tritt Maximilian Niedermeyer auf, Athena ist Nina Maschler, Beast Waldemar Dinges, Comet Sarah Anyamele, Diamond Lisa Gassler und Dragon Jaime Cordero. Hinzu kommen Medea Kübler als Dynamite, Linda de las Heras Resino als Fire, Yannick Braun als Giant, Ramona Koschinski als Hammer, Cecilia Kuntz als Ice, Donald Tchikou als Laser, Tove Nagel als Legend, Alina Böhm als Panther, Jan Matiaska als Titan, Dominik Sandro Koch als Tornado und Hai Nguyen als Phantom.
Damit setzt die Neuauflage nicht auf ein Wiedersehen mit den deutschen Gladiatoren der frühen 1990er Jahre, sondern auf ein neu zusammengestelltes Athletenteam mit eigenen Rollen und Kampfnamen.
RTL hat für die Staffel insgesamt 13 verschiedene reguläre Spieltypen beschrieben. Dazu gehören Powerball, The Edge, Duel, Swingshot, The Wall, Hang Tough, The Ring, Sumo Ball, Unleash, Snapback, Gauntlet, Tilt und Whiplash. Am Ende steht der Eliminator, der über das Weiterkommen entscheidet.
Bei Powerball versuchen die Contenders beispielsweise, Bälle in Punktbehältern unterzubringen, während mehrere Gladiatoren sie körperlich daran hindern. Dass diese Disziplin bereits in der ersten RTL-Show vorkommt, ist bestätigt. RTL veröffentlichte vor der Ausstrahlung eine Szene aus Folge 1, in der bei den Männern Laser, Legend und Titan sowie bei den Frauen unter anderem Hammer eingesetzt werden.
Andere Spiele setzen auf Klettern, Hangeln, Zweikämpfe oder Geschwindigkeit. Bei The Wall verfolgen die Gladiatoren die Contenders an einer Kletterwand. Beim klassischen Duel stehen sich beide auf erhöhten Podesten gegenüber. Hang Tough führt über frei hängende Ringe. Beim Gauntlet müssen die Herausforderer mehrere von Gladiatoren verteidigte Zonen durchqueren.
Der Eliminator bildet das Ende einer Vorrunde. Dabei treten die Contenders in einem Hindernisparcours direkt gegeneinander an. Zuvor gesammelte Punkte werden in einen Startvorteil umgerechnet. Ein Punkt Vorsprung entspricht einer halben Sekunde. Der Parcours enthält unter anderem Kletter-, Hangel- und Balanceelemente sowie einen Travelator, ein nach oben laufendes schräges Laufband.
Produziert wurde die deutsche Neuauflage in der Messe Düsseldorf. Als konkreten Veranstaltungsbereich führte die Ticketvergabe Halle 8b der Messe an. Für die Aufzeichnungen standen nach Angaben von RTL über die Produktion hinweg rund 14.000 Publikumstickets zur Verfügung. Verantwortlich für die deutsche Adaption ist RTL Studios. Regie führte Knut Fleischmann. Auf Senderseite liegen die redaktionellen Verantwortlichkeiten bei Thorsten Gieselmann und Sandra Wächtershäuser unter der Leitung von RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner.
Das Projekt ist zugleich eine ungewöhnliche Kooperation von RTL und Amazon. Prime-Mitglieder sollten die Episoden zuerst erhalten, während RTL die Show mit zeitlichem Abstand ins Free-TV bringt. Die ersten Streamingfolgen erschienen am 6. August.
Die Grundidee hat eine lange internationale Geschichte. Das Format geht auf American Gladiators zurück, das Ende der 1980er Jahre in den USA startete. RTL zeigte bereits von 1992 bis 1994 eine deutsche Ausgabe unter dem Titel American Gladiators. Mehr als 30 Jahre später greift der Sender das Konzept nun gemeinsam mit Prime Video wieder auf.
Damit handelt es sich nicht um eine Fortsetzung mit unverändertem Personal, sondern um eine moderne Neuauflage. Geblieben sind die grundlegenden Elemente: sportliche Herausforderer, übermächtig inszenierte Gladiatoren, direkte Körperduelle, Punktesystem und ein entscheidender Hindernisparcours.
Wer nicht bis 20:15 Uhr warten möchte, kann Folge 1 bereits bei RTL+ abrufen. Die deutsche RTL-Streamingpremiere erfolgte am Donnerstag, 3. September, also einen Tag vor dem Free-TV-Start. Auf der Plattform wird Staffel 1, Folge 1 derzeit angeboten. Einen konkreten Termin, an dem die Episode wieder aus dem RTL+-Angebot entfernt werden soll, nennt RTL öffentlich nicht.
Parallel ist die Staffel bereits seit dem 6. August bei Prime Video verfügbar. Dort besteht sie aus zehn einzelnen Episoden und nicht aus den fünf dreistündigen RTL-Primetime-Ausgaben.
Eine vorherige Ausgabe der neuen Gladiators-Reihe im deutschen Fernsehen gibt es nicht, sodass noch keine eigene TV-Quote als Vergleich zur Verfügung steht. Als besonders naheliegender Maßstab gilt Ninja Warrior Germany, ebenfalls eine groß angelegte sportliche RTL-Show am Freitagabend und mit demselben bisherigen Moderationstrio.
Der Auftakt der zehnten Ninja Warrior Germany-Staffel erreichte im September 2025 insgesamt 1,41 Millionen Zuschauer. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag bei 14,7 Prozent, bei den 14- bis 59-Jährigen lag er bei 10,6 Prozent. RTL gewann damit beim jüngeren Publikum die Primetime.
Ob Gladiators einen ähnlichen Start schafft, wird sich erst nach der heutigen Premiere zeigen. Fest steht dagegen schon der nächste Sendetermin: Bereits am Samstag, 5. September, folgt um 20:15 Uhr die zweite RTL-Ausgabe. Danach setzt der Sender die Reihe jeweils freitags fort.
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