Grønbæk verletzt: HSV muss wochenlang umplanen

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Der Hamburger SV muss in den kommenden Wochen ohne Albert Grønbæk auskommen. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler hat sich bei der dänischen Nationalmannschaft einen Faserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Der HSV bestätigte die Diagnose am 26. September nach eingehenden Untersuchungen. Eine genaue Dauer der Zwangspause nannte der Bundesligist nicht. Fest steht damit zunächst nur, dass Grønbæk mehrere Wochen ausfällt.

Für Trainer Merlin Polzin bedeutet die Verletzung einen personellen Rückschlag in der Offensive. Grønbæk hatte in allen fünf Pflichtspielen der Saison 2026/27 in der Startelf gestanden und war an vier Treffern beteiligt. Im DFB-Pokal erzielte er zwei Tore, in der Bundesliga bereitete er zwei Treffer vor.

Faserriss im rechten Oberschenkel bestätigt

Die Verletzung entstand am Donnerstagabend, 24. September 2026, beim Nations-League-Spiel zwischen Norwegen und Dänemark. Grønbæk wurde nach Angaben des HSV in der 82. Minute eingewechselt. Nach dem Abpfiff verließ er den Platz mit bandagiertem Oberschenkel.

Anschließende MRT-Untersuchungen im Kreis der dänischen Nationalmannschaft ergaben einen Faserriss im rechten Oberschenkel. Die Untersuchungen erfolgten laut HSV in Abstimmung mit dem medizinischen Team des Vereins. Grønbæk reiste daraufhin vorzeitig aus dem dänischen Nationalmannschaftslager ab.

Der HSV formulierte die Ausfallzeit bewusst allgemein. Grønbæk müsse in den nächsten Wochen kürzertreten. Eine konkrete Rückkehr oder eine Zahl von Ausfallwochen wurde nicht genannt. Einzelne Medienberichte gehen von drei bis vier Wochen Pause aus. Diese Zeitspanne ist vom Verein bislang nicht bestätigt.

Damit steht auch fest, dass der Mittelfeldspieler zumindest einen Teil der nächsten HSV-Spiele verpassen wird. Eine genaue Prognose darüber, bei welcher Partie er wieder zur Verfügung stehen kann, liegt bislang nicht vor.

Grønbæk gehört zu den produktivsten HSV-Spielern

Der Ausfall trifft den HSV in einer Phase, in der Grønbæk sportlich eine zentrale Rolle übernommen hatte. In der Bundesliga kam er in der laufenden Saison bislang auf vier Einsätze. Dabei erzielte er zwar kein Tor, bereitete aber zwei Treffer vor. Nach den offiziellen Bundesliga-Daten absolvierte er 337 Spielminuten.

Hinzu kommt sein Auftritt in der ersten Runde des DFB-Pokals beim SC Verl. Beim 3:0-Sieg traf Grønbæk zweimal. Insgesamt kommt er damit in der Saison 2026/27 auf fünf Pflichtspiele, zwei Tore und zwei Vorlagen. In allen fünf Begegnungen stand er nach Vereinsangaben von Beginn an auf dem Platz.

Besonders auffällig war sein Einfluss beim 2:1 des HSV gegen den 1. FC Köln. Grønbæk bereitete beide Hamburger Treffer vor und war damit unmittelbar am ersten Bundesligasieg des HSV in dieser Saison beteiligt.

Vom Leihspieler zum fest verpflichteten Mittelfeldmann

Grønbæk war zunächst nur auf Leihbasis nach Hamburg gekommen. Der HSV verpflichtete ihn am 31. Januar 2026 für den Rest der Saison von Stade Rennes. Zuvor war der Däne bereits an den CFC Genua ausgeliehen gewesen.

In der Saison 2025/26 absolvierte Grønbæk für Hamburg sieben Bundesliga-Spiele. Dabei erzielte er ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor. Nach Angaben des Datenanbieters Opta kam er auf 495 Einsatzminuten.

Nach dem Ende der Leihe kehrte er zunächst formal zu Stade Rennes zurück. Anfang Juni einigten sich die Vereine dann auf einen festen Transfer. Der HSV gab am 5. Juni bekannt, Grønbæk dauerhaft verpflichtet zu haben. Zur Ablösesumme machte der Club keine Angaben. Auch eine konkrete Vertragslaufzeit wurde nicht veröffentlicht. Der Verein sprach lediglich von einem langfristigen Vertrag.

Der 25-Jährige, geboren am 23. Mai 2001, wird vom HSV als Mittelfeldspieler geführt. Er ist Rechtsfuß und kann aufgrund seiner offensiven Ausrichtung auch hinter oder neben einem zentralen Angreifer eingesetzt werden.

HSV hat mehrere personelle Alternativen

Für Polzin stellt sich nun vor allem die Frage, wie die offensive Rolle Grønbæks verteilt wird. Im aktuellen HSV-Kader stehen dafür mehrere Mittelfeldspieler zur Verfügung. Zu den Spielern für zentrale und offensivere Mittelfeldpositionen gehören unter anderem Fabio Vieira, Immanuel Pherai, Bilal Nadir, Albert Sambi Lokonga, Nicolai Remberg und Kofi Amoako. Auch Otto Stange steht als offensiv einsetzbarer Spieler im Profikader.

Wer Grønbæk unmittelbar in der Startelf ersetzt, hat der HSV bislang nicht festgelegt. Berichte aus Hamburg nennen mehrere mögliche Lösungen. Eine bestätigte Rangfolge oder eine öffentliche Festlegung von Polzin liegt bislang nicht vor.

Eine naheliegende Variante ist, die kreative Verantwortung stärker auf Fabio Vieira zu verteilen. Der Portugiese gehört ebenso wie Grønbæk zu den Spielern, die der HSV für die Saison 2026/27 fest verpflichtete. Der Club hatte den Kader im Sommer insgesamt deutlich umgebaut und nach eigenen Angaben zehn Spieler neu hinzugeholt beziehungsweise zuvor ausgeliehene Profis fest gebunden.

Auch jüngere Kräfte können durch den Ausfall zusätzliche Einsatzchancen erhalten. Eine solche Verschiebung wäre allerdings eine personelle Entscheidung des Trainerteams. Offizielle Aussagen von Polzin dazu lagen zunächst nicht vor.

Keine konkrete Rückkehr genannt

Vom HSV gibt es bislang weder einen exakten Zeitplan für die Rehabilitation noch einen bestätigten Termin für Grønbæks Rückkehr ins Mannschaftstraining. Offiziell bestätigt ist ausschließlich der Faserriss im rechten Oberschenkel und eine Pause in den kommenden Wochen.

Damit verliert der HSV vorerst einen Spieler, der sich nach seiner festen Verpflichtung schnell in der Startformation etabliert hat. Vier direkte Torbeteiligungen in fünf Pflichtspielen unterstreichen seine Bedeutung für die Hamburger Offensive. Wie Polzin die Aufgaben des Dänen verteilt, dürfte sich spätestens in den ersten Pflichtspielen nach der Länderspielphase zeigen.

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