
Ein Dachstuhlbrand in den Dresdner Fröbelhöfen hat am Montag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Seit 16.38 Uhr kämpfen die Einsatzkräfte in der Wölfnitzstraße in Friedrichstadt gegen das Feuer. Betroffen ist nach Angaben der Feuerwehr eine Dachfläche von rund 200 Quadratmetern. Wegen der aufwendigen Dachkonstruktion müssen Teile der Dachhaut geöffnet werden, um versteckte Glutnester zu erreichen. In der Spitze waren etwa 90 Kräfte im Einsatz. Ein Ende der Löscharbeiten war am Abend noch nicht absehbar.
Bereits auf der Anfahrt erkannten die Einsatzkräfte eine deutliche Rauchentwicklung über dem Gebäude. Beim Eintreffen bestätigte sich, dass der Dachstuhl brannte. Die Feuerwehr leitete sofort einen Innen- und Außenangriff ein. Während Trupps im Gebäude gegen das Feuer vorgingen, kamen von außen mehrere Drehleitern zum Einsatz. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass die Flammen auf weitere Teile des Gebäudekomplexes übergreifen. Zeitweise waren 20 Trupps unter Atemschutz mit Strahlrohren im Einsatz. Angaben dazu, wie viele Bewohner das Gebäude verlassen mussten, machte die Feuerwehr zunächst nicht.
Die Löscharbeiten gestalten sich vor allem wegen der Dachkonstruktion schwierig. Um an Glutnester unter der Dachhaut zu gelangen, müssen die Einsatzkräfte das Dach sowohl von innen als auch von außen mit technischem Gerät öffnen. Diese Arbeiten sind zeitintensiv, da einzelne Bereiche anschließend gezielt kontrolliert und abgelöscht werden müssen. Auch nach dem eigentlichen Löschen ist eine umfangreiche Nachkontrolle notwendig. Dadurch lässt sich derzeit nicht abschätzen, wann der Einsatz beendet werden kann. Die Ursache des Feuers in der Wölfnitzstraße in Dresden ist noch unklar und soll später von der Polizei untersucht werden.
Im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Dachstuhlbrand Dresden Fröbelhöfe wurde nach bisherigem Stand niemand verletzt. Am Rand der Einsatzstelle stürzte jedoch eine 86 Jahre alte Frau. Der Rettungsdienst versorgte sie vor Ort und brachte sie anschließend in ein Krankenhaus. Weitere Angaben zu ihrem Zustand liegen nicht vor. Wegen des Großeinsatzes kommt es im Bereich der Wölfnitzstraße weiterhin zu Verkehrseinschränkungen. Der Straßenbahnverkehr konnte inzwischen wieder aufgenommen werden, im übrigen Verkehr müssen Anwohner und Autofahrer jedoch weiter mit Behinderungen rechnen.
In der Spitze waren rund 90 Einsatzkräfte beteiligt. Dazu gehörten Kräfte der Feuerwachen Übigau, Löbtau, Altstadt und Albertstadt sowie der Rettungswachen Friedrichstadt und Löbtau. Unterstützt wurden sie von den Stadtteilfeuerwehren Gompitz, Gorbitz, Kaitz, Langebrück und Lockwitz. Auch die Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes war vor Ort. Die Drohne kann den Einsatzkräften einen Überblick über schwer einsehbare Dachbereiche verschaffen. Die Ermittlungen zur Brandursache beginnen nach Angaben der Feuerwehr erst, wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind.
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