Großbrand nahe Bezirkskrankenhaus Parsberg löst Großeinsatz aus

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Großbrand an einem Rohbau nahe dem Bezirkskrankenhaus Parsberg hat am Mittwochnachmittag einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Über dem Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz stand zeitweise eine weithin sichtbare schwarze Rauchwolke. Wegen der Rauchentwicklung und möglicher Brandgase wurden Menschen in Parsberg und im benachbarten Lupburg aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Das Bezirkskrankenhaus selbst war nach den vorliegenden Angaben nicht unmittelbar von dem Feuer betroffen und musste nicht evakuiert werden.

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Das Feuer war am Mittwochnachmittag auf dem Dach eines Rohbaus beziehungsweise Neubaus im Umfeld des Klinikgeländes ausgebrochen. Die Einsatzkräfte brachten den Brand im weiteren Verlauf unter Kontrolle. Zur Ursache lagen am frühen Abend noch keine gesicherten Angaben vor.

Feuer brach auf Dach eines Rohbaus aus

Nach Polizeiangaben, die der Bayerische Rundfunk veröffentlichte, entstand das Feuer auf dem Dach eines Rohbaus. Dort befanden sich demnach auch Gasflaschen. Während des Brandes soll es zu Explosionen gekommen sein. Diese Angabe wurde vom BR unter Berufung auf einen Polizeisprecher veröffentlicht.

Frühe Meldungen hatten zunächst den Eindruck erweckt, ein Klinikgebäude selbst könnte brennen. Dieser Stand bestätigte sich jedoch nicht. Spätere Angaben verorteten das Feuer auf einer Baustelle beziehungsweise einem Rohbau im Umfeld des Bezirkskrankenhauses. Der laufende Krankenhausbetrieb wurde nach Polizeiangaben nicht eingeschränkt. Patienten mussten nicht aus den Gebäuden gebracht werden.

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Die medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz betreiben in Parsberg unter anderem das Bezirkskrankenhaus mit der Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie. Weitere psychiatrische und psychosomatische Angebote befinden sich ebenfalls am Standort Parsberg.

Amtliche Warnung für Parsberg und Lupburg

Besondere Bedeutung bekam der Einsatz durch die starke Rauchentwicklung. Die Integrierte Leitstelle Regensburg gab um 16.12 Uhr eine Gefahrenmeldung für den Raum Parsberg und Lupburg heraus. Gewarnt wurde vor Rauchentwicklung und Brandgasen. Die Warnung wurde mit der Gefahrenstufe schwerwiegend verbreitet.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Auch Lüftungsanlagen und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden. Menschen sollten den betroffenen Bereich möglichst meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen. Die Warnung erstreckte sich damit nicht nur auf das unmittelbare Umfeld des Brandortes, sondern auch auf das benachbarte Lupburg.

Eine solche Warnung bedeutet nicht automatisch, dass im gesamten betroffenen Gebiet gesundheitsgefährdende Konzentrationen von Schadstoffen gemessen wurden. Sie dient bei größeren Bränden mit starker Rauchentwicklung zunächst dem vorsorglichen Schutz der Bevölkerung.

Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort

Feuerwehren aus der Region rückten mit einem Großaufgebot nach Parsberg aus. Ein regionaler Bericht bezifferte die Zahl der Einsatzkräfte auf rund 120. Andere Angaben lagen etwas höher und nannten etwa 150 Kräfte sowie zehn beteiligte Feuerwehren. Belastbar ist damit vor allem, dass deutlich mehr als 100 Feuerwehrleute und weitere Rettungskräfte an dem Einsatz beteiligt waren.

Die schwarze Rauchwolke war nach Berichten aus der Region kilometerweit sichtbar. Für die Einsatzkräfte bestand eine zusätzliche Herausforderung durch die auf dem Dach befindlichen Gasflaschen. Eine abschließende Einschätzung zu Schäden am Rohbau lag zunächst nicht vor. Auch zur genauen Ausdehnung der beschädigten Dachfläche gab es am frühen Abend keine gesicherten behördlichen Angaben.

Unterschiedliche Angaben zu möglichen Verletzten

Zur Zahl möglicher Verletzter gab es am frühen Abend noch keinen einheitlichen Stand. Der Bayerische Rundfunk berichtete um 17.07 Uhr unter Berufung auf erste Erkenntnisse der Polizei zunächst, dass niemand verletzt worden sei. Ein späterer regionaler Bericht nannte dagegen unter Berufung auf Erkenntnisse der Feuerwehr fünf verletzte Arbeiter. Eine abschließende behördliche Bilanz lag zunächst nicht vor.

Ein weiterer regionaler Sender meldete später, mehrere Arbeiter hätten Rauch eingeatmet und ein Arbeiter sei zur Behandlung in ein Krankenhaus gekommen. Zudem sei ein Feuerwehrmann medizinisch versorgt worden. Diese Angaben waren am frühen Abend noch nicht durch eine abschließende Mitteilung von Polizei oder Feuerwehr zusammengeführt worden.

Fest stand dagegen, dass eine Evakuierung des Bezirkskrankenhauses nicht erforderlich war. Auch eine teilweise Räumung der Einrichtung war nach den vorliegenden Polizeiangaben nicht notwendig.

Brandursache zunächst ungeklärt

Wie das Feuer auf dem Dach des Rohbaus entstand, war zunächst offen. Zu den Umständen gab es am Mittwochabend noch keine gesicherten Angaben der zuständigen Ermittlungsbehörden. Eine Ursache sollte deshalb aus den bislang bekannten Umständen nicht abgeleitet werden.

Ein regionaler Sender berichtete zwar von Arbeiten mit Bitumen auf dem Dach. Eine abschließende Feststellung darüber, ob und in welchem Zusammenhang solche Arbeiten mit dem Ausbruch des Feuers standen, lag zunächst nicht vor.

Die weitere Untersuchung des Brandortes dürfte insbesondere klären müssen, wo das Feuer genau seinen Ausgang nahm und wie hoch der entstandene Sachschaden ist. Belastbare Angaben zur Schadenshöhe lagen zunächst nicht vor.

Für Parsberg war der Brand vor allem wegen der erheblichen Rauchentwicklung und des großen Kräfteaufgebots ein außergewöhnlicher Einsatz. Dass die Klinik selbst nicht geräumt werden musste, verhinderte zusätzliche Belastungen für Patienten und Beschäftigte. Im Mittelpunkt standen am Mittwochabend die Nachlöscharbeiten, die Sicherheit am Brandort und der Schutz der Bevölkerung vor Rauch und Brandgasen.

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