Großbrand in Premnitz: Feuerwehr kämpft gegen Flammen in Batterielager

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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In Premnitz im brandenburgischen Landkreis Havelland ist am Donnerstagmorgen, 15. Oktober 2026, ein Großbrand auf dem Gelände eines Batterie-Recyclingunternehmens ausgebrochen. Eine Lagerhalle, in der rund 20 Tonnen Batterien gelagert waren, stand in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und forderte weitere Einsatzkräfte an. Wegen der Rauchentwicklung veröffentlichte die Regionalleitstelle Nordwest eine amtliche Warnung für die Bevölkerung. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Die Brandursache war zunächst unbekannt.

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Feuerwehr in Premnitz fordert zusätzliche Einsatzkräfte an

Der Großbrand in Premnitz wurde nach Angaben der Polizei gegen 4.52 Uhr gemeldet. Betroffen ist eine Lagerhalle in der Arthur-Wilke-Straße. Nach Informationen der Märkischen Allgemeinen Zeitung entdeckte eine Mitarbeiterin das Feuer. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, stand das Gebäude bereits vollständig in Flammen.

Zunächst waren rund 40 bis 50 Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt. Wegen des Ausmaßes des Brandes wurde weitere Unterstützung angefordert. Insgesamt sollten nach den frühen Angaben rund 150 Einsatzkräfte beteiligt werden. Ob diese Zahl bereits erreicht wurde, war am Morgen noch nicht bestätigt.

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg unter Berufung auf die Regionalleitstelle Nordwest berichtete, sollten auch Spezialisten für Gefahrstoffe hinzugezogen werden. Außerdem war der Einsatz eines Löschroboters aus Falkensee vorgesehen. Mit dieser Technik können Einsatzkräfte bestimmte Löscharbeiten aus größerer Entfernung durchführen, ohne unmittelbar in besonders gefährdete Bereiche vordringen zu müssen.

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Amtliche Warnung vor Brandgasen im Havelland

Die starke Rauchentwicklung führte zu einer Warnung über die Bevölkerungswarn-App NINA. Die zuständige Leitstelle wies auf Rauch und Geruchsbelästigungen durch Brandgase hin. Menschen in der Umgebung sollten das betroffene Gebiet meiden und möglichst nicht ins Freie gehen, solange sie dort Brandrauch ausgesetzt wären.

Die Warnung betraf insbesondere den Bereich zwischen Rathenow und Bahnitz. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen und Lüftungssysteme abzuschalten. Damit soll verhindert werden, dass belastete Außenluft in Gebäude gelangt.

Die amtliche Warnmeldung wurde am Donnerstagmorgen um 6.51 Uhr verbreitet. Sie wurde zunächst mit der Warnstufe schwerwiegende Gefahr geführt. Eine solche Einstufung bedeutet nicht automatisch, dass in allen betroffenen Orten gesundheitsschädliche Schadstoffkonzentrationen nachgewiesen wurden. Sie dient dazu, die Bevölkerung frühzeitig zu Schutzmaßnahmen aufzufordern.

Gefahrstoffmessungen sollen Klarheit schaffen

Die genaue Gefährdung durch die Rauchgase war zunächst unklar. Nach Angaben der Märkischen Allgemeinen Zeitung teilte ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordwest am Morgen mit, dass Einsatzkräfte die Situation untersuchten und Messungen durchführten.

Welche Stoffe bei dem Feuer freigesetzt wurden und in welchen Konzentrationen sie sich in der Umgebungsluft befanden, war zunächst nicht bekannt. Auch über mögliche Auswirkungen auf Böden oder Gewässer lagen keine gesicherten Angaben vor.

Nach den ersten Informationen gab es keine Verletzten. Die Ursache des Feuers blieb ebenfalls offen. Eine Schadenshöhe konnte zunächst nicht beziffert werden.

Warum brennende Batterien für die Feuerwehr eine besondere Herausforderung sind

Brände in Anlagen zur Sammlung und Verwertung von Batterien können besondere Risiken mit sich bringen. Batterien enthalten je nach Bauart unterschiedliche chemische Stoffe. Einige davon sind brennbar, andere können bei hohen Temperaturen gesundheitsschädliche Verbindungen freisetzen.

Besonders anspruchsvoll können Brände mit Lithium-Ionen-Akkus sein. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass beschädigte oder brennende lithiumhaltige Batterien stark reizende, ätzende und giftige Stoffe freisetzen können. Außerdem können sich einzelne Zellen unter bestimmten Bedingungen stark erhitzen und weitere Reaktionen auslösen.

Welche Batterietypen in der betroffenen Halle in Premnitz lagerten, war zunächst nicht im Einzelnen bekannt. Deshalb lässt sich aus der gemeldeten Menge von rund 20 Tonnen allein nicht ableiten, welche chemischen Stoffe bei dem Feuer tatsächlich beteiligt waren.

Die Feuerwehr muss bei solchen Einsätzen sowohl die unmittelbare Brandbekämpfung als auch den Schutz der Einsatzkräfte und der Umgebung berücksichtigen. Der angekündigte Einsatz von Gefahrstoffspezialisten unterstreicht die Bedeutung einer genauen Beurteilung der Lage.

Batterierecycling gewinnt in Deutschland an Bedeutung

Der Brand betrifft einen Wirtschaftszweig, der für die Rückgewinnung wichtiger Rohstoffe zunehmend an Bedeutung gewinnt. Altbatterien enthalten unter anderem Blei, Nickel, Kobalt, Lithium und weitere Metalle, die durch geeignete Recyclingverfahren zurückgewonnen werden können.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 204.763 Tonnen Altbatterien speziellen Recyclingverfahren zugeführt. Davon entfielen rund 174.304 Tonnen auf Blei-Säure-Batterien. Weitere 29.302 Tonnen gehörten zur Kategorie sonstiger Altbatterien, zu der unter anderem Lithium-Ionen-Batterien zählen.

Die fachgerechte Sammlung und Verwertung dient nicht nur der Rohstoffgewinnung, sondern auch dem Schutz von Menschen und Umwelt. Das Umweltbundesamt weist seit Langem auf Brandrisiken hin, die insbesondere durch falsch entsorgte oder beschädigte lithiumhaltige Batterien entstehen können.

Für das Feuer in Premnitz ist damit allerdings keine Ursache festgestellt. Ob ein beschädigter Akku, ein technisches Problem oder ein anderer Auslöser zu dem Brand geführt hat, war am Donnerstagmorgen nicht geklärt.

Brandursache und Sachschaden zunächst ungeklärt

Zum Zeitpunkt der ersten Meldungen konzentrierte sich der Einsatz auf die Bekämpfung des Feuers und die Untersuchung möglicher Gefahren durch Rauchgase. Angaben darüber, wann die Halle vollständig gelöscht werden könnte, lagen zunächst nicht vor.

Ebenso war noch nicht bekannt, welche Auswirkungen der Brand auf den Betrieb des Recyclingunternehmens haben würde. Ob weitere Gebäude oder technische Anlagen beschädigt wurden, blieb zunächst offen.

Die amtliche Gefahrenmitteilung sollte die Bevölkerung während des laufenden Einsatzes schützen. Für Anwohner war deshalb maßgeblich, die Warnhinweise der zuständigen Leitstelle zu beachten und sich über mögliche Aktualisierungen oder eine spätere Entwarnung zu informieren.

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