
Ein Großbrand in einer Lagerhalle hat Feuerwehr und Polizei in Ulm bis in die Nacht zum Donnerstag beschäftigt. Das Feuer war am Mittwochabend, 2. September 2026, in einem Gebäude an der Magirusstraße in der Ulmer Weststadt ausgebrochen. Dichter Rauch zog über Teile der Stadt und war teilweise bis nach Neu-Ulm wahrnehmbar. Die Bevölkerung wurde über die Warn-App NINA aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. In der Nacht brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, umfangreiche Nachlöscharbeiten dauerten jedoch an.
Nach Angaben der Feuerwehr waren zeitweise mindestens 84 Einsatzkräfte und acht Löschfahrzeuge vor Ort. Das Feuer hatte vor allem das Obergeschoss der früheren Magirus-Kantine erfasst. Im unteren Bereich des Gebäudes wurden Reifen gelagert. Verletzte waren nach dem bis zum frühen Donnerstagmorgen bekannten Stand nicht festgestellt worden. Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine gesicherten Angaben.
Der Brand wurde am Mittwochabend gegen 21.15 Uhr beziehungsweise wenige Minuten später gemeldet. Betroffen war ein Lagergebäude an der Magirusstraße in unmittelbarer Nähe des Blautalcenters. Bei dem Gebäude handelt es sich um die frühere Kantine des ehemaligen Magirus-Werks 2. Die Kantine selbst wird nicht mehr als solche genutzt.
Das Obergeschoss stand nach Angaben der Feuerwehr zeitweise großflächig in Flammen. Der untere Gebäudebereich diente dagegen als Lagerfläche, unter anderem für Reifen. Dass tatsächlich die dort gelagerten Reifen selbst brannten, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Der Schwerpunkt des Feuers lag nach den bekannten Angaben im oberen Teil des Gebäudes.
Die Feuerwehr musste das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig bekämpfen. Auch ein Anbau wurde von den Flammen erfasst. Drei Drehleitern kamen bei der Brandbekämpfung zum Einsatz. Löschwasser wurde unter anderem aus der nahe gelegenen Blau entnommen. Gegen Mitternacht zeichnete sich ab, dass die Feuerwehr den Brand weitgehend unter Kontrolle bringen konnte.
Das Ausmaß des Feuers führte zu einem Großeinsatz. Gegen 23 Uhr waren nach Angaben der Feuerwehr 84 Einsatzkräfte mit acht Löschfahrzeugen vor Ort. Weitere Kräfte sollten zu diesem Zeitpunkt noch hinzukommen. Eine abschließende Gesamtzahl für den gesamten Einsatz lag am frühen Donnerstagmorgen noch nicht vor.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich aufwendig. Nachdem die Flammen zeitweise zurückgedrängt worden waren, flammten einzelne Brandstellen erneut auf. Die Einsatzkräfte mussten deshalb mehrere Gebäudebereiche kontrollieren und Glutnester bekämpfen. Noch um 2.14 Uhr am Donnerstag berichtete der SWR unter Berufung auf die Feuerwehr von umfangreichen Nachlöscharbeiten. Das Feuer selbst galt zu diesem Zeitpunkt als unter Kontrolle.
Der Bereich um die Lagerhalle wurde weiträumig abgesperrt. Auch Wege entlang der Blau waren während des Einsatzes betroffen. Die Magirusstraße war im Bereich zwischen Einsteinstraße und Blaubeurer Straße gesperrt.
Besonders auffällig war die starke Rauchentwicklung. Eine große dunkle Rauchsäule war über der Ulmer Weststadt zu sehen. Brandgeruch wurde bis in die Innenstadt wahrgenommen. Auch Teile des benachbarten Neu-Ulm waren betroffen.
Die Integrierte Leitstelle Ulm veröffentlichte am Mittwochabend eine Warnmeldung für Söflingen und die Weststadt. Darin wurde auf die starke Rauchentwicklung durch den Großbrand hingewiesen. Später wurde auch für das Stadtgebiet Neu-Ulm vor Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag gewarnt. Gesundheitliche Beeinträchtigungen konnten demnach nicht ausgeschlossen werden.
Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Klima- und Lüftungsanlagen sollten vorsorglich ausgeschaltet werden. Diese Empfehlung galt auch noch in der Nacht, obwohl das Feuer inzwischen unter Kontrolle gebracht worden war.
Die Warnungen zeigen die über den unmittelbaren Brandort hinausreichenden Auswirkungen des Einsatzes. Ulm und Neu-Ulm liegen unmittelbar aneinander, getrennt durch die Donau und zugleich in zwei Bundesländern. Der Brand selbst ereignete sich auf baden-württembergischer Seite, die Rauchentwicklung betraf jedoch auch Bereiche im bayerischen Neu-Ulm.
Nach den zunächst vorliegenden Erkenntnissen wurde bei dem Feuer niemand verletzt. Die Feuerwehr bestätigte gegenüber der regionalen Berichterstattung, dass keine Verletzten bekannt seien. Der SWR verwies zugleich auf Angaben der Polizei, wonach zunächst nicht vollständig ausgeschlossen werden konnte, dass sich zum Zeitpunkt des Brandes Menschen im Gebäude befunden hatten.
Eine spätere Mitteilung über verletzte Personen lag am frühen Donnerstagmorgen nicht vor. Damit blieb es zunächst bei der Information, dass keine Verletzten bekannt waren.
Die Lage des Brandortes in einem gewerblich geprägten Bereich und die Nutzung des Gebäudes als Lagerhalle begrenzten offenbar die unmittelbare Gefährdung von Wohngebäuden. Gleichzeitig machte die Rauchentwicklung umfangreiche Warnmaßnahmen für angrenzende Stadtteile erforderlich.
Was das Feuer auslöste, war zunächst nicht bekannt. Sowohl der SWR als auch die Feuerwehrangaben vom Einsatzort nannten am frühen Donnerstagmorgen keine Ursache. Die genauen Hintergründe blieben damit zunächst offen.
Auch eine belastbare Schadenshöhe war zu diesem Zeitpunkt nicht veröffentlicht. Das Obergeschoss des Gebäudes wurde durch das Feuer erheblich beschädigt. Eine konkrete Summe lässt sich daraus jedoch nicht seriös ableiten. Angaben der Polizei zu einer ersten Schadensschätzung lagen zunächst nicht vor.
Damit dürften die weiteren Ermittlungen vor allem klären müssen, wo das Feuer innerhalb des Gebäudes entstand und wodurch es ausgelöst wurde. Erst nach Abschluss der Löscharbeiten und sobald die Brandstelle gefahrlos betreten werden kann, sind weitergehende Untersuchungen möglich.
Kurz nach 2 Uhr am Donnerstagmorgen meldete der SWR, dass der Brand inzwischen unter Kontrolle sei. Die Feuerwehr war jedoch weiterhin mit umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt. Bewohner sollten die Schutzmaßnahmen wegen der Rauchentwicklung weiterhin beachten.
Damit verlagerte sich der Einsatz nach mehreren Stunden von der unmittelbaren Brandbekämpfung auf das Ablöschen verbliebener Glutnester und die Kontrolle des Gebäudes. Wann der Einsatz vollständig beendet werden konnte, war zunächst nicht bekannt.
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