
Großstadtrevier heute bedeutet am Montag, 24. August 2026, ein Wiedersehen mit einer bereits bekannten Episode. Das Erste zeigt um 18.50 Uhr Folge 498 mit dem Titel Puderzuckerexpress. Sie gehört zur 36. Staffel und wurde erstmals am 18. Dezember 2023 ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht Nils Sanchez, der verdeckt auf dem Hamburger Kiez ermittelt und dabei überraschend auf einen ebenfalls undercover arbeitenden Kollegen trifft.
Nils Sanchez ist undercover für die Polizei unterwegs. Er arbeitet scheinbar für die Kiezgröße Falk Drach und soll Informationen über den sogenannten Puderzuckerexpress sammeln. Dahinter vermuten die Ermittler zunächst eine Drogenlieferung aus Tschechien.
Die Lage wird komplizierter, als Sanchez auf Robert Sehlmann trifft. Der Ermittler des Berliner Landeskriminalamtes arbeitet ebenfalls verdeckt und gibt sich als Sicherheitsmann eines Bordells aus. Sanchez und Sehlmann kennen sich bereits, ihr Verhältnis ist von Konkurrenz geprägt.
Im Verlauf der Ermittlungen zeigt sich, dass hinter dem erwarteten Transport etwas anderes steckt als zunächst angenommen. Der Puderzuckerexpress wird mit organisiertem Menschenhandel in Verbindung gebracht. Damit entwickelt sich der Einsatz für die Ermittler zu einem wesentlich schwerwiegenderen Fall.
Als Gaststars sind unter anderem Wolfram Grandezka als Robert Sehlmann und Beatrice Richter als Bärbel Breitner zu sehen.
Die Folge stammt aus der damaligen Besetzung des PK 14. Maria Ketikidou spielt Harry Möller, Enrique Fiß ist als Nils Sanchez zu sehen. Patrick Abozen übernimmt die Rolle von Lukas Petersen, Sinha Melina Gierke spielt Bente Hinrichs. Saskia Fischer verkörpert Revierleiterin Frau Küppers, Sven Fricke ist Daniel Schirmer.
Zum Ensemble der Episode gehört außerdem Torsten Münchow als damaliger Wachhabender Helmut Husmann. In weiteren Rollen spielen Andreas Anke als Falk Drach, Ole Bielfeldt als Achmed Platte, Beatrice Richter als Bärbel Breitner, Wolfram Grandezka als Robert Sehlmann, Alissa Atanassova als Silvia, Polya Dimitrova als Luda und Christian Kerepezki als Paul Kornat.
Das Drehbuch schrieb Guntmar Lasnig, Regie führte Torsten Wacker.
Da Puderzuckerexpress bereits 2023 erstmals ausgestrahlt wurde, entspricht die Besetzung nicht vollständig dem heutigen Stand der Serie. Für die ab 5. Oktober 2026 angekündigten neuen Folgen nennt die ARD Saskia Fischer als Frau Küppers, Maria Ketikidou als Harry Möller, Enrique Fiß als Nils Sanchez, Patrick Abozen als Lukas Petersen, Sinha Melina Gierke als Bente Hinrichs und Sven Fricke als Daniel Schirmer.
Hinzu kommt Özgür Karadeniz als Tarkan Yildiz. Er übernahm in Staffel 38 den Posten des Wachhabenden. Damit folgte er auf Helmut Husmann, der von Torsten Münchow gespielt wurde. In der heute ausgestrahlten älteren Folge ist entsprechend noch Husmann zu sehen.
Ein weiterer größerer Wechsel hatte bereits zuvor stattgefunden. Wanda Perdelwitz verließ die Serie 2022 als Nina Sieveking. Anschließend kam Sinha Melina Gierke als Bente Hinrichs ins PK 14. Perdelwitz starb im Oktober 2025 nach einem Verkehrsunfall in Hamburg.
Für die neuen Folgen ab Oktober ist Bente Hinrichs weiterhin ausdrücklich als Teil des Teams angekündigt.
Die Geschichte der Serie begann am 16. Dezember 1986. Damals lief die erste Episode Mensch, der Bulle ist ’ne Frau. Entwickelt wurde das Großstadtrevier vom Hamburger Regisseur und Krimipionier Jürgen Roland, der zuvor unter anderem mit Stahlnetz und seinen Arbeiten für den Tatort bekannt geworden war.
Zu den prägenden Figuren der Anfangsjahre gehörten Ellen Wegener, gespielt von Mareike Carrière, und Richard Block, dargestellt von Arthur Brauss. Einen besonders nachhaltigen Einfluss auf die Serie hatte später Jan Fedder. Er stieß 1992 als Dirk Matthies zum Ensemble und wurde über Jahrzehnte zu einem der bekanntesten Gesichter des Großstadtreviers.
Auch Maria Ketikidou gehört seit vielen Jahren zur Seriengeschichte. Ihre Figur Harry Möller ist seit den 1990er Jahren fester Bestandteil des Reviers. Zum 40-jährigen Bestehen hat die ARD inzwischen mehr als 520 ausgestrahlte Folgen gezählt. Damit gehört das Großstadtrevier zu den langlebigsten deutschen Fernsehserien.
Ein wichtiger Bestandteil der Serie ist ihr enger Bezug zu Hamburg. Die Geschichten spielen rund um das fiktive Polizeikommissariat 14 und führen regelmäßig nach St. Pauli, auf den Kiez und an zahlreiche bekannte Orte der Stadt.
Gedreht wird sowohl im Studio als auch an Originalschauplätzen. Innenaufnahmen des Reviers entstehen auf dem Gelände von Studio Hamburg in Tonndorf. Für Außenaufnahmen des Kommissariats wurde in den vergangenen Staffeln unter anderem eine Kulisse an der Elsässer Straße in Hamburg-Dulsberg genutzt.
Daneben tauchen immer wieder reale Hamburger Orte auf. Dazu gehören die Reeperbahn, die Landungsbrücken und weitere Schauplätze rund um St. Pauli. Für die derzeit produzierte 40. Staffel wurde im August 2026 beispielsweise auch am Hamburger Michel gedreht. Wann diese konkrete Episode ausgestrahlt wird, war zunächst noch nicht festgelegt.
Gerade diese Mischung aus Studioaufnahmen und echten Straßen, Plätzen und Gebäuden prägt das Erscheinungsbild der Serie seit Jahrzehnten.
Heute wird das Großstadtrevier von der Letterbox Filmproduktion für die ARD produziert. Auftraggeber sind die ARD-Werbung und die ARD für Das Erste. Die redaktionelle Verantwortung liegt beim NDR.
Im April 2026 begannen die Dreharbeiten zu zwölf Folgen der 40. Staffel. Die Staffelnummer darf dabei nicht mit dem Jubiläum verwechselt werden. Die Serie wird 2026 seit 40 Jahren ausgestrahlt, während Produktion und Ausstrahlung der einzelnen Staffeln zeitlich nicht exakt mit den Kalenderjahren übereinstimmen.
Bereits ab Montag, 5. Oktober 2026, kündigt die ARD wieder neue Folgen auf dem traditionellen Sendeplatz um 18.50 Uhr an. Gastauftritte haben unter anderem Marie Nasemann und Bernhard Hoëcker.
Der Montagvorabend ist seit langem der zentrale Sendeplatz des Großstadtreviers im Ersten. Auch die neuen Folgen ab Oktober sollen jeweils montags um 18.50 Uhr laufen.
Bis dahin setzt Das Erste teilweise auf Wiederholungen. Nach Puderzuckerexpress am 24. August steht nach derzeitiger Programmplanung am 31. August Folge 501 Ausflug in die Hölle auf dem Plan. Am 7. September folgt Folge 502 Blut im Paradies, am 14. September Folge 503 Loverboy.
Zusätzlich zeigt das NDR Fernsehen ältere Episoden zu anderen Sendezeiten. Eine unmittelbar anschließende Wiederholung von Puderzuckerexpress war im aktuell veröffentlichten Programm zunächst nicht ausgewiesen.
Zahlreiche Folgen des Großstadtreviers stehen parallel zum linearen Fernsehen in der ARD Mediathek zur Verfügung. Dort sind derzeit sowohl jüngere Episoden als auch ausgewählte ältere Folgen abrufbar.
Für Puderzuckerexpress weist die aktuelle Programmvorschau vor der Fernsehausstrahlung am Montag noch kein abrufbares Video aus. Ob die Wiederholung anschließend erneut für einen bestimmten Zeitraum bereitgestellt wird, war in dieser Vorschau nicht ausdrücklich angegeben.
Bei anderen Folgen der Serie werden die jeweiligen Verfügbarkeitszeiträume direkt in der Mediathek ausgewiesen. Zuschauer sollten deshalb nach der Ausstrahlung die konkrete Episodenseite prüfen.
Trotz ihres Alters erreicht die Serie weiterhin ein Millionenpublikum. Für die 35. Staffel meldete die ARD Anfang 2023 einen durchschnittlichen Marktanteil von 12,3 Prozent beim Gesamtpublikum und rund 2,73 Millionen Zuschauer. Damals war dies der beste Staffelmarktanteil seit mehr als zehn Jahren.
Für Staffel 37 wurden später durchschnittlich rund 2,8 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 13,5 Prozent angegeben. Damit konnte die Serie ihren Marktanteil gegenüber dem bereits starken Wert der 35. Staffel nochmals steigern.
Noch höhere Reichweiten erzielten die bisherigen Spielfilm-Ausgaben. Großstadtrevier: St. Pauli, 06:07 Uhr erreichte 2021 rund sieben Millionen Zuschauer und 23,4 Prozent Marktanteil. Der zweite Film Im Moment der Angst kam 2025 auf etwa 5,2 Millionen Zuschauer und rund 20 Prozent Marktanteil.
Zum 40. Geburtstag beschränkt sich die ARD nicht auf neue Vorabendfolgen. Für Mittwoch, 6. Januar 2027, ist um 20.15 Uhr der dritte Großstadtrevier-Spielfilm mit dem Titel Knockout angekündigt.
Im Zentrum steht Frau Küppers. Nach einem schweren Verkehrsunfall gerät die Revierleiterin selbst in den Fokus der Ermittlungen. Lukas Petersen zweifelt an der zunächst naheliegenden Erklärung und beginnt eigene Nachforschungen. Oliver Mommsen übernimmt in dem Film eine weitere Hauptrolle.
Damit verbindet die ARD das Jubiläum mit zwei Programmteilen: neuen regulären Folgen ab Oktober 2026 und einem zusätzlichen Hauptabendfilm Anfang 2027. Für eine Serie, deren erste Episode bereits im Dezember 1986 ausgestrahlt wurde, beginnt damit das nächste Kapitel ihrer ungewöhnlich langen Fernsehgeschichte.
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