Haftbefehl streicht seine letzten beiden Arena-Konzerte im Oktober

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Haftbefehl sagt Konzerte ab: Der Rapper wird seine für Oktober angekündigten Auftritte in Düsseldorf und Berlin nicht absolvieren. Die beiden noch ausstehenden Konzerte der „Arena Live Shows 2026“ sind abgesagt. Der Veranstalter Join Live Events kennzeichnet beide Termine inzwischen ausdrücklich als ausgefallen. Die Mitteilung kam am Sonntag, 11. Oktober, über eine Videobotschaft von Haftbefehls jüngerem Bruder Capo. Darin erklärte der ebenfalls als Rapper bekannte Cem Anhan, dass sich sein Bruder derzeit unter ärztlicher Aufsicht befinde. Eine Aussage des Musikers selbst gab es zunächst nicht. Wenige Wochen nach einem Auftritt in Frankfurt endet die Konzertreihe damit vorzeitig.

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Bruder Capo teilt die Entscheidung der Familie mit

In dem auf Instagram verbreiteten Video spricht Capo im Namen der Familie. Haftbefehl, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, könne sich zurzeit nicht persönlich an sein Publikum wenden. Er müsse sich auf seine Gesundheit konzentrieren. Zur Konzertabsage sagte Capo: „Deshalb haben wir uns als Familie gemeinsam mit ihm dazu entschieden, seine angesagten Konzerte abzusagen.“ Capo entschuldigte sich bei den Fans und bat darum, die Entscheidung zu respektieren und dem Musiker die nötige Zeit zu geben.

Der Hinweis auf die ärztliche Aufsicht ist eine Auskunft des Bruders. Welche Behandlung damit verbunden ist oder wie lange die Pause dauern wird, wurde nicht mitgeteilt. Auch ein neuer Zeitpunkt für öffentliche Auftritte steht nicht fest. Die jüngste Erklärung enthält keine näheren Angaben zu einer Erkrankung und keine Angaben dazu, wodurch die gegenwärtige Situation entstanden ist.

Konzerte in Düsseldorf und Berlin offiziell abgesagt

Die beiden Absagen betreffen den Donnerstag, 15. Oktober 2026, in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf, und den Sonntag, 18. Oktober 2026, in der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Beide Shows gehörten zur unter dem Namen „Arena Live Shows 2026“ angekündigten Konzertreihe. Sie waren nach dem Frankfurter Termin die letzten noch bevorstehenden Auftritte dieser Reihe. Auf den Veranstaltungsseiten von Join Live Events sind sie als abgesagt gekennzeichnet.

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Ursprünglich bestand das Programm aus drei Hallenkonzerten. Den Auftakt am 20. September 2026 in der Festhalle Frankfurt hatte Haftbefehl bereits absolviert. Die Absage betrifft daher nicht rückwirkend das gesamte Programm, sondern die zwei ausstehenden Termine. Weitere derzeit konkret angekündigte Arena-Konzerte des Rappers sind beim Veranstalter nicht aufgeführt. Ob Ersatztermine vereinbart oder neue Shows zu einem späteren Zeitpunkt geplant werden, ist bislang offen.

Ticketinhaber sollen sich an den Anbieter wenden

Für Besucher, die bereits Eintrittskarten gekauft haben, ist die offizielle Absage des Veranstalters entscheidend. Dass ein Konzert in einem Ticketshop oder Künstlerkalender noch angezeigt wird, bedeutet nicht, dass es wie ursprünglich geplant stattfindet. Eventim führte beide Termine zunächst weiter auf, während die Veranstaltungsseiten bereits den Status „Abgesagt“ auswiesen.

Join Live Events erläutert in seinen allgemeinen Ticketinformationen, dass bei abgesagten Veranstaltungen die Erstattung über den jeweiligen Ticketanbieter erfolgt. Laut Veranstalter werden Vorverkaufs- und Systemgebühren dabei nicht erstattet. Ob diese Gebühren im Einzelfall rechtlich einbehalten werden dürfen, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Wer über Eventim oder einen anderen offiziellen Anbieter gebucht hat, sollte deshalb die Bestellinformationen, das Kundenkonto und Mitteilungen per E-Mail beachten. Ein konkreter Zeitplan für die Rückabwicklung dieser beiden Konzerte wurde zunächst nicht genannt.

Bereits im Juni hatte Haftbefehl eine Pause angekündigt

Die erneuten Absagen folgen auf eine Auftrittspause im Sommer. Am 21. Juni hatte Haftbefehl in einer eigenen Instagram-Erklärung mitgeteilt, dass er körperlich und emotional nicht in der Verfassung sei, live aufzutreten. Zuvor waren unter anderem geplante Festivalauftritte beim World Club Dome in Frankfurt und beim Heroes Festival in Geiselwind ausgefallen. Damals hatte der Musiker angekündigt, sich Zeit für seine Gesundheit zu nehmen.

Im September stand der aus Offenbach stammende Rapper dann wieder vor Publikum. Am 20. September trat er in der Frankfurter Festhalle gemeinsam mit mehreren anderen Musikern auf, darunter Olexesh, Veysel, Kardo und Milonair. Der Auftritt endete nach rund einer Stunde und damit früher als ursprünglich vorgesehen. Über seinen aktuellen Zustand lässt sich aus diesem Konzert jedoch nichts ableiten. Die neue Absage beruht auf der Erklärung der Familie vom Oktober.

Konzertpläne nach Dokumentation und neuen Songs

Haftbefehl zählt seit vielen Jahren zu den prägenden Künstlern des deutschsprachigen Straßenraps. Bekannt wurde er auch mit Titeln wie „Chabos wissen wer der Babo ist“ und „069“. Im Oktober 2025 erschien weltweit auf Netflix die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“, die den Musiker sowie sein privates und künstlerisches Umfeld porträtiert. Im Juni 2026 hatte er selbst erklärt, dass ihn die große öffentliche Aufmerksamkeit zusätzlich belastet habe. Diese frühere Aussage ist keine Erklärung für die aktuellen Absagen.

Auch musikalisch war Haftbefehl 2026 präsent. Im Mai erschien seine gemeinsame Single „Maybach“ mit HoodBlaq. Das Stück wurde im Juli zudem auf dem Album „BLAQ“ von HoodBlaq veröffentlicht. Die jetzt abgesagten Auftritte waren als Teil einer auf drei Städte angelegten Arena-Konzertreihe beworben worden, nicht als unmittelbar bevorstehende Veröffentlichung eines neuen Soloalbums.

Mit dem Wegfall der Konzerte in Düsseldorf und Berlin ist das angekündigte Liveprogramm für Oktober beendet. Ein Nachholtermin oder ein Datum für eine Rückkehr auf die Bühne wurde bislang nicht bekannt gegeben. Für Ticketinhaber sind nun die offiziellen Informationen des Veranstalters und des jeweiligen Ticketverkäufers maßgeblich.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu