
Die Hamburger Landgang Brauerei steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Für das Unternehmen wurde ein Insolvenzantragsverfahren eingeleitet. Das Amtsgericht Hamburg ordnete eine vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Kévin Paul-Hervé Tanguy bestellt.
Besonders brisant ist der Fall, weil die Brauerei erst vor wenigen Monaten eine andere insolvente Marke übernommen hatte. Im Sommer 2025 hatte Landgang die Kieler Kultbrauerei Lille übernommen, die zuvor selbst in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war. Damals galt der Einstieg des Hamburger Unternehmens als Neustart für die Marke aus Kiel. Nun ist unklar, wie es mit Lille weitergeht.
Von der Insolvenz sind nach übereinstimmenden Medienberichten rund 60 Beschäftigte betroffen. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Standorte in Hamburg und Kiel. Neben fest angestellten Mitarbeitenden arbeiten auch zahlreiche Minijobber für das Unternehmen.
Trotz des Insolvenzantrags soll der Betrieb zunächst weiterlaufen. Die Produktion von Bier sowie Veranstaltungen an den Standorten sollen vorerst fortgesetzt werden. Für die Beschäftigten sind die Löhne und Gehälter zunächst über das Insolvenzgeld gesichert. Diese Regelung gilt nach aktuellen Berichten bis Ende April.
Die Übernahme der Kieler Brauerei Lille durch Landgang hatte im vergangenen Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Marke gilt in der norddeutschen Craft-Beer-Szene als bekanntes Projekt und betreibt neben der Produktion auch eine eigene Gastronomie in Kiel.
Mit der Insolvenz der Landgang Brauerei steht nun auch die Zukunft dieses Neustarts erneut auf dem Prüfstand. Der vorläufige Insolvenzverwalter soll prüfen, ob eine Sanierung des Unternehmens möglich ist oder ein Investor gefunden werden kann.
Der Fall Landgang fällt in eine Zeit, in der viele kleinere Brauereien wirtschaftlich unter Druck stehen. In Deutschland ist der Bierabsatz zuletzt deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig steigen Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik.
Für junge oder kleinere Brauereien kann diese Entwicklung besonders problematisch sein. Viele Unternehmen aus der Craft-Beer-Szene haben in den vergangenen Jahren stark expandiert und kämpfen nun mit einem schwierigen Marktumfeld.
In den kommenden Wochen soll der vorläufige Insolvenzverwalter einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens gewinnen. Ziel ist es, den Betrieb möglichst zu stabilisieren und Optionen für eine Fortführung zu prüfen.
Ob die Hamburger Brauerei saniert werden kann oder ein neuer Investor einsteigt, ist derzeit offen. Klar ist jedoch bereits jetzt, dass der Fall auch für die Zukunft der Marke Lille entscheidend werden könnte.
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