Defekt im Heizkraftwerk legt Teile von Waltershausen lahm

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein technischer Defekt im Heizkraftwerk Ibenhain bei Waltershausen hat in der Nacht zu Donnerstag einen Brand und einen vorübergehenden Stromausfall ausgelöst. Anwohner hatten zuvor eine Explosion gemeldet. Feuerwehr und Polizei rückten daraufhin zu der Anlage im Landkreis Gotha aus. Verletzt wurde nach den bislang vorliegenden Angaben niemand. Die Stromversorgung konnte noch in der Nacht wiederhergestellt werden.

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Nach Angaben der Thüringer Energie AG, TEAG, lag die Ursache des kurzen Brandes an einem defekten Bauteil einer Mittelspannungsleitung. Die Anlage wurde aus Sicherheitsgründen vom Stromnetz getrennt. Die Feuerwehr war zusammen mit der Polizei im Einsatz. Auch ein Hubschrauber unterstützte die Maßnahmen vor Ort. Nach rund drei Stunden war der Einsatz beendet.

Rund 1.000 Haushalte zeitweise ohne Strom

Von der Störung waren nach den zunächst veröffentlichten Angaben etwa 1.000 Haushalte beziehungsweise Verbraucher betroffen. Die Stromversorgung funktionierte seit kurz nach 3 Uhr wieder. Damit blieb der Ausfall auf die Nachtstunden begrenzt.

Das Heizkraftwerk war nach dem Vorfall vorsorglich vom Strom genommen worden. Die TEAG führt den Brand auf ein Bauteil an einer Mittelspannungsleitung zurück. In diesem Bereich wird mit einer Spannung von 20.000 Volt gearbeitet. Bei einem entsprechenden elektrischen Defekt können nach Angaben des Unternehmens deutlich hörbare Geräusche entstehen, die als Explosion wahrgenommen werden.

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Damit gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass eine Explosion im Sinne einer Detonation von Brennstoffen oder einer gezielten Einwirkung stattgefunden hat. Offiziell bestätigt ist ein technischer Defekt mit anschließendem kurzem Brand. Die von Anwohnern wahrgenommene Explosion lässt sich nach Darstellung des Energieunternehmens mit dem Fehler an der Mittelspannungsanlage erklären.

Keine Verletzten nach dem Brand

Menschen kamen bei dem Vorfall nach den bislang bekannten Angaben nicht zu Schaden. Auch über Evakuierungen oder eine unmittelbare Gefahr für Bewohner außerhalb des Kraftwerksgeländes wurde zunächst nichts bekannt. Feuerwehr und Polizei sicherten die Anlage während des Einsatzes.

Eine konkrete Schadenssumme wurde zunächst nicht genannt. Damit ist offen, welchen finanziellen Umfang die Beschädigung des betroffenen Bauteils und mögliche weitere Reparaturen haben. Die Angaben der TEAG sprechen allerdings dafür, dass der eigentliche Brand nur kurz dauerte und sich nicht zu einem größeren Feuer in der Anlage entwickelte.

Die genaue technische Untersuchung des beschädigten Bereichs dürfte zeigen, welche Arbeiten erforderlich sind, bevor sämtliche Anlagenteile wieder regulär betrieben werden können. Eine weitergehende Ursache für den Defekt wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Heizkraftwerk produziert Strom und Fernwärme

Das Heizkraftwerk Ibenhain ist nicht nur für die Stromerzeugung von Bedeutung. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei wird Erdgas eingesetzt, um über einen Generator elektrische Energie zu erzeugen. Die dabei entstehende Wärme wird gleichzeitig für die Fernwärmeversorgung genutzt.

Am Standort wurden in der Vergangenheit ein Blockheizkraftwerk, mehrere Heißwasserkessel und eine Wärmepumpenanlage installiert. Die Anlage ist darauf ausgelegt, Abnehmer ganzjährig mit Fernwärme zu versorgen. Der erzeugte Strom wird in das Stromnetz eingespeist.

Für Waltershausen ist die Wärmeversorgung deshalb neben der Stromversorgung ein wichtiger Teil der Folgenabschätzung nach dem Brand. Eine länger anhaltende Unterbrechung der Fernwärmeversorgung wurde bis Donnerstagvormittag nicht gemeldet. Gesicherte Angaben zu möglicherweise vorübergehend betroffenen Fernwärmekunden lagen zunächst ebenfalls nicht vor.

Die Energieversorgung Inselsberg betreibt in Waltershausen eigene Wärmeversorgungsstrukturen. Für den Ort sind mehrere Wärmenetze dokumentiert, darunter das Netz Ibenhain. Nach einem veröffentlichten Wärmekonzept wird die Wärme dort zentral erzeugt und über ein wassergeführtes Netz verteilt.

Technischer Defekt gilt als Ursache des Brandes

Nach dem bisherigen Stand gibt es eine konkrete technische Erklärung für das Ereignis. Die TEAG nennt ein defektes Bauteil an einer Mittelspannungsleitung als Auslöser. Hinweise auf eine vorsätzliche Beschädigung oder eine andere äußere Einwirkung wurden nicht bekannt.

Damit unterscheidet sich der Vorfall von Ereignissen, bei denen die Ursache eines Stromausfalls zunächst vollständig ungeklärt ist. In Waltershausen war bereits am Donnerstagvormittag ein technischer Fehler als Ausgangspunkt benannt.

Offen blieb zunächst, welches konkrete Bauteil versagte und wie umfangreich die Reparatur ausfallen wird. Auch eine abschließende Schadenshöhe lag noch nicht vor. Entscheidend für die unmittelbare Versorgung war jedoch, dass die Stromunterbrechung bereits kurz nach 3 Uhr beendet werden konnte.

Für die Bevölkerung hatte der Zwischenfall damit vor allem kurzfristige Auswirkungen. Rund 1.000 Haushalte waren zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten. Verletzte gab es nicht, und der Einsatz von Feuerwehr und Polizei war nach etwa drei Stunden abgeschlossen.

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