Hertha BSC vor wichtigen Entscheidungen: 16 Profis mit offener Zukunft

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Hertha BSC erlebt einen außergewöhnlich erfolgreichen Saisonstart, steht aber gleichzeitig vor schwierigen Personalentscheidungen. Während die Berliner nach sieben Siegen aus sieben Spielen die 2. Bundesliga anführen, ist die Zukunft zahlreicher Spieler über den Sommer 2027 hinaus ungeklärt. Nach Informationen der BILD betrifft die Unsicherheit 16 Profis. Auch die Verträge von Cheftrainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber laufen am Saisonende aus. Damit könnte auf die sportlich erfolgreiche Mannschaft erneut eine größere Veränderung folgen.

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Hertha BSC: 18 Personalien beschäftigen die Vereinsführung

Die Hertha BSC Kaderplanung wird in den kommenden Monaten zu einer wichtigen Aufgabe für die Verantwortlichen. Die BILD berichtet am 14. Oktober 2026 über insgesamt 18 auslaufende Vertragsverhältnisse beziehungsweise offene Personalfragen. Diese Zahl umfasst 16 Spieler sowie Trainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber. Auch das Fußballportal Transfermarkt beschäftigt sich mit den Vertragsfragen und nennt 16 betroffene Spieler.

Allerdings bedeutet die Zahl nicht, dass Hertha tatsächlich 16 Profis verlieren wird. Bei einigen Spielern bestehen Vertragsoptionen, andere sind lediglich ausgeliehen. Zudem können bestehende Verträge vor ihrem Ablauf verlängert werden. Welche Entscheidungen der Verein bereits vorbereitet, ist nicht in allen Fällen bekannt.

Besonders bemerkenswert ist die Situation, weil die Berliner erst im vergangenen Sommer ihren Kader erheblich verändert haben. Zahlreiche Spieler verließen den Verein, darunter frühere Leistungsträger wie Fabian Reese und Michaël Cuisance. Mit einer neu zusammengestellten Mannschaft gelang Hertha anschließend ein erfolgreicher Start in die Spielzeit 2026/27.

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Diese Hertha-Spieler haben Verträge bis Sommer 2027

Mehrere Stammspieler stehen nach den aktuell bekannten Vertragslaufzeiten nur noch bis zum 30. Juni 2027 bei Hertha BSC unter Vertrag. Im Mittelpunkt steht Innenverteidiger Linus Gechter (22). Sein Vertrag endet nach der laufenden Saison. Der Berliner gehört zu den wichtigen Defensivspielern und zählt zum Kreis der stellvertretenden Mannschaftskapitäne.

Auch bei Torhüter Marius Gersbeck (31) und Innenverteidiger Niklas Kolbe (29) laufen die Verträge nach den vorliegenden Angaben 2027 aus. Gleiches gilt für Linksverteidiger Mads Pedersen (30), der erst im August vom FC Augsburg nach Berlin gewechselt war. Bei ihm hat Hertha allerdings eine Option auf eine weitere Saison vereinbart.

Im Mittelfeld betrifft die Vertragslage Kevin Sessa (26) und Paul Seguin (31). Beide Spieler sind nach den vom Verein veröffentlichten Vertragsdaten bis 2027 gebunden. Auch der isländische Offensivspieler Jón Dagur Thorsteinsson (27) hat einen entsprechenden Vertrag.

Weitere Personalentscheidungen stehen im Angriff an. Die Verträge der Mittelstürmer Luca Schuler (27) und Sebastian Grønning (29) enden nach derzeitigem Stand ebenfalls im kommenden Sommer. Hinzu kommt Außenverteidiger Deyovaisio Zeefuik (28), dessen bislang letzte Vertragsverlängerung Hertha im Mai 2025 bis 2027 bekannt gegeben hatte.

Auch mehrere Nachwuchsspieler gehören zu den betroffenen Personalien. Dazu zählen die Mittelfeldspieler Soufian Gouram (20), Kian Todorović (19) und Selim Telib (20). Gouram hatte erst im Mai 2026 seinen ersten Profivertrag erhalten, der ausdrücklich bis 2027 läuft. Bei Todorović und Telib wird das Vertragsende ebenfalls mit Juni 2027 angegeben.

Leihspieler sorgen für zusätzliche Unsicherheit

Eine andere vertragliche Situation besteht bei drei ausgeliehenen Offensivspielern. Gustaf Nilsson (29) wechselte Ende August 2026 vom belgischen Club Brügge nach Berlin. Hertha bestätigte bei seiner Verpflichtung eine Leihe für die laufende Saison mit anschließender Kaufoption.

Die BILD berichtet über eine zusätzliche, an den Bundesliga-Aufstieg gekoppelte Vertragsbedingung und eine mögliche Zahlung von zwei Millionen Euro. Der Verein hat diese konkreten Konditionen in seiner offiziellen Transfermitteilung nicht veröffentlicht.

Auch die Zukunft von Oluwaseun Adewumi (21) ist offen. Der offensive Mittelfeldspieler wurde vom englischen FC Burnley bis zum Saisonende ausgeliehen. Nach Informationen der BILD verfügt Hertha bei ihm über keine Kaufoption.

Farid Alfa-Ruprecht (20) gehört ebenfalls zu den Leihspielern. Der Flügelspieler kam im August für ein Jahr von Bayer Leverkusen. Sein Vertrag beim Werksclub läuft nach BILD-Angaben bis 2030. Eine dauerhafte Verpflichtung durch Hertha ist bislang nicht bestätigt.

Linus Gechter wird zur wichtigen Personalfrage

Eine besonders hohe Bedeutung kommt der Zukunft von Linus Gechter zu. Hertha hatte den Vertrag seines Eigengewächses im August 2024 bis Sommer 2027 verlängert. Nun steht die Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit bevor.

Geschäftsführer Peter Görlich machte gegenüber der BILD deutlich, dass Hertha den Innenverteidiger halten möchte. Der Verein werde nach seinen Angaben alles versuchen, um eine Verlängerung zu ermöglichen. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die finanziellen Möglichkeiten bei solchen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen.

Bereits Anfang Oktober hatte der Berliner Kurier über Schwierigkeiten bei einer möglichen Vertragsverlängerung berichtet. Demnach könnte ein Bundesliga-Aufstieg die Voraussetzungen verbessern, Gechter langfristig an Hertha zu binden. Eine entsprechende Bedingung für seinen Verbleib wurde vom Verein allerdings nicht offiziell bestätigt.

Trainer Stefan Leitl hatte den Verteidiger bereits Ende August öffentlich als unverkäuflich bezeichnet. Die Aussage bezog sich auf einen möglichen Abgang während der damaligen Transferperiode. Ob und wann es zu einer Verlängerung kommt, ist weiterhin offen.

Auch Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber vor Vertragsfragen

Die Personalplanung betrifft nicht ausschließlich die Mannschaft. Auch Cheftrainer Stefan Leitl steht vor einer wichtigen Entscheidung über seine Zukunft in Berlin. Der 49-Jährige hatte bei seiner Verpflichtung im Februar 2025 einen Vertrag bis 2027 unterschrieben.

Nach Informationen der BILD sollen Gespräche über eine mögliche Verlängerung in der Winterpause stattfinden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bislang nicht offiziell verkündet.

Bei Sportdirektor Benjamin Weber ist der zeitliche Rahmen anders. Der 46-Jährige hatte seinen Vertrag im Oktober 2024 ebenfalls bis 2027 verlängert. Geschäftsführer Görlich erklärte laut BILD, dass Gespräche über Webers Zukunft frühestens im Frühjahr vorgesehen seien.

Weber verantwortet die sportliche Kaderplanung. Dazu gehören Transfers und Vertragsverlängerungen, während die übergeordneten wirtschaftlichen und strategischen Vorgaben von der Geschäftsführung mitbestimmt werden.

Im Trainerteam arbeitet Leitl unter anderem mit Co-Trainer Andre Mijatović zusammen, der 2025 gemeinsam mit ihm nach Berlin gekommen war. Für Mijatović nennt Transfermarkt ebenfalls den 30. Juni 2027 als Vertragsende. Eine Entscheidung über einen möglichen Wechsel oder eine neue Zusammensetzung des Trainerteams wurde nicht bekannt gegeben.

Finanzielle Vorgaben begrenzen die Kaderplanung

Hinter den Vertragsfragen stehen auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Vereins. Hertha BSC befindet sich seit mehreren Jahren in einem Restrukturierungsprozess.

Bereits im Mai 2026 hatte Geschäftsführer Peter Görlich erklärt, dass der Verein seine Kaderkosten reduzieren und zusätzliche Transfererlöse erzielen wolle. Gleichzeitig betonte er, dass die Finanzierung für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga gesichert sei. Die damaligen Planungen waren somit nicht zwingend von einem Aufstieg abhängig.

Sportdirektor Benjamin Weber erläuterte seinerzeit, dass Hertha stärker auf die Ausbildung eigener Spieler setzen und den Profikader verkleinern wolle. Gleichzeitig sollten erfahrenere Akteure eine stabile Mannschaftsstruktur ermöglichen.

Im Juni bekräftigte Görlich diesen Kurs. Neue Spieler müssten zur sportlichen Ausrichtung passen und finanzierbar sein. Zudem reservierte Hertha vier feste Kaderplätze für Talente aus der eigenen Akademie.

Dass trotz der sportlichen Erfolge erneut zahlreiche Personalentscheidungen anstehen, ergibt sich damit auch aus dem eingeschlagenen wirtschaftlichen Kurs. Der Verein muss sportliche Kontinuität, Nachwuchsförderung und finanzielle Anforderungen miteinander verbinden.

Erste Vertragsverlängerungen schaffen Planungssicherheit

Dass eine längerfristige Bindung wichtiger Spieler möglich ist, zeigen bereits abgeschlossene Vertragsverlängerungen. Im Juli 2026 verlängerte Hertha mit Julian Eitschberger bis 2029. Der 22-jährige Verteidiger soll damit langfristig Teil der Mannschaft bleiben.

Auch Offensivspieler Josip Brekalo hat sich über die laufende Saison hinaus an den Verein gebunden. Der kroatische Nationalspieler unterschrieb im Juli einen neuen Vertrag bis 2028 und wurde anschließend zum Kapitän bestimmt.

Diese Personalentscheidungen geben Hertha auf einzelnen Positionen Planungssicherheit. Bei einem großen Teil der aktuellen Mannschaft stehen vergleichbare Vereinbarungen allerdings noch aus.

Die nächsten Monate werden deshalb nicht nur sportlich, sondern auch für die personelle Zukunft des Berliner Traditionsvereins wichtig. Je näher das Saisonende rückt, desto stärker werden Vertragsverlängerungen, mögliche Abgänge und die Zusammensetzung des künftigen Kaders in den Mittelpunkt rücken. Ob Hertha mit einem weitgehend eingespielten Team in die Saison 2027/28 gehen kann oder erneut zahlreiche Veränderungen notwendig werden, ist derzeit offen.

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