HSV verpflichtet Terem Moffi und verstärkt den Sturm

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Der HSV verpflichtet Terem Moffi und besetzt kurz vor dem Start in die Bundesliga auch die Rückennummer 9 neu. Der 27 Jahre alte nigerianische Nationalspieler kommt vom französischen Erstligisten OGC Nizza nach Hamburg. Der Verein bestätigte den Transfer am Montag, 24. August 2026. Moffi hatte am Wochenende zuvor die medizinischen Untersuchungen absolviert und anschließend seinen Vertrag unterschrieben. In der offiziellen Mitteilung nannte der HSV weder die Laufzeit noch die Ablösesumme.

Anzeige

Moffi kommt fest vom OGC Nizza

Moffi wechselt vom OGC Nizza zum HSV und wird nicht lediglich für eine Saison ausgeliehen. Zuletzt hatte er allerdings selbst auf Leihbasis gespielt. In der Rückrunde der vergangenen Saison stand der Mittelstürmer beim FC Porto unter Vertrag. Für den portugiesischen Club kam er auf 15 Pflichtspiele und zwei Tore. Anschließend kehrte er zunächst nach Nizza zurück.

Über die finanziellen Bedingungen machte der HSV keine Angaben. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll die feste Ablöse rund zwei Millionen Euro betragen. Sky berichtet zusätzlich von möglichen Bonuszahlungen von bis zu 500.000 Euro. Demnach habe Moffi bis zum Sommer 2029 unterschrieben. Der HSV selbst bestätigte diese Vertragsdauer zunächst nicht.

Die offizielle Vereinsmeldung erschien am Vormittag des 24. August. Eine genaue Veröffentlichungsuhrzeit weist die Mitteilung des HSV nicht aus. Bereits gegen 10.30 Uhr verbreiteten Nachrichtenagenturen die bestätigte Verpflichtung.

Anzeige

Moffi bekommt beim HSV die Nummer 9

Der Linksfuß erhält beim HSV die Rückennummer 9. Damit übernimmt er eine klassische Mittelstürmernummer, die zuletzt Robert Glatzel trug. Glatzel wechselte in diesem Sommer zum VfL Wolfsburg.

Sportvorständin Kathleen Krüger bezeichnete Moffi als Spieler, der sehr gut zur sportlichen Ausrichtung des Clubs passe. Der HSV werde durch den Transfer im Sturmzentrum breiter und variabler. Zudem verwies Krüger auf die internationale Erfahrung des Nigerianers.

Sportdirektor Claus Costa hob vor allem Moffis körperliche Fähigkeiten hervor. Der Angreifer sei wegen seiner Physis, seiner Entschlossenheit und seiner Spielweise schwer zu kontrollieren. Costa nannte außerdem seine Läufe in die Tiefe, seine Präsenz im Strafraum und seine Qualitäten mit dem Rücken zum Tor als Gründe für die Verpflichtung.

Kein direktes Polzin-Zitat zur Verpflichtung

Ein direktes Statement von Cheftrainer Merlin Polzin zur abgeschlossenen Verpflichtung veröffentlichte der HSV zunächst nicht. Moffi selbst machte jedoch deutlich, dass Polzin bei seiner Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt habe. Der Trainer sei in den Gesprächen wirklich sehr überzeugend gewesen, sagte der Nigerianer bei seiner Vorstellung. Auch der Club, die Fans und die sportliche Ausrichtung hätten seine Entscheidung beeinflusst.

Bereits während der Stürmersuche hatte Polzin öffentlich beschrieben, welches Profil Hamburg noch benötige. Gesucht worden seien Angreifer, die als Zielspieler agieren, Tempo für Läufe in die Tiefe mitbringen, bereits Torgefahr nachgewiesen haben und durch ihre Körperlichkeit im Strafraum präsent sind. Dieses Anforderungsprofil deckt sich weitgehend mit den Eigenschaften, die Costa nun bei Moffi hervorhob.

Moffi selbst stellte neben seinen Abschlüssen auch die Arbeit für die Mannschaft heraus. Als Stürmer liebe er es, Tore zu erzielen, wolle aber ebenso für das Team arbeiten und die Gruppe unterstützen.

Von Nigeria über Litauen nach Frankreich

Moffis Karriere führte bereits durch mehrere europäische Fußballländer. Geboren wurde er am 25. Mai 1999 in Calabar in Nigeria. Im Alter von 17 Jahren ging er nach England und besuchte dort die Buckswood Football Academy. Seine ersten Profistationen folgten in Litauen beim FK Kauno Zalgiris und beim FK Riteriai.

Beim FK Riteriai entwickelte er sich zum regelmäßigen Torschützen. Anfang 2020 wechselte Moffi zum belgischen Erstligisten KV Kortrijk. Nur wenige Monate später ging er nach Frankreich zum FC Lorient. Dort gelang ihm der internationale Durchbruch. In seiner ersten Ligue-1-Saison 2020/21 erzielte er 14 Treffer, in der Spielzeit 2022/23 traf er für Lorient zwölfmal in der Liga, bevor er im Winter nach Nizza wechselte. Insgesamt kam er in jener Saison für Lorient und Nizza auf 18 Ligue-1-Tore.

Bei OGC Nizza war Moffi in der Saison 2023/24 mit elf Ligatoren bester Torschütze des Clubs. In der vergangenen Ligue-1-Saison kam er dagegen nur auf zehn Einsätze und zwei Treffer, bevor er die Rückrunde beim FC Porto verbrachte. Insgesamt stehen für ihn nach den verfügbaren Wettbewerbsstatistiken 148 Ligue-1-Einsätze und 54 Tore zu Buche.

Über seine bisherigen Vereinsstationen hinweg weist der HSV für Moffi 228 Pflichtspiele mit 88 Toren und 13 Vorlagen aus. Diese Zählung basiert auf der vom Verein zur Vorstellung veröffentlichten Karrierebilanz.

23 Länderspiele für Nigeria

Für die nigerianische Nationalmannschaft läuft Moffi seit 2021 auf. Nach Angaben des HSV kommt er bislang auf 23 Länderspiele, sechs Tore und zwei Vorlagen. Im Oktober 2023 stand er gemeinsam mit seinem heutigen HSV-Teamkollegen Jordan Torunarigha für Nigeria in der Startelf.

Mit 1,88 Meter Körpergröße, ausgeprägter Physis und einem starken linken Fuß ist Moffi in erster Linie Mittelstürmer. Seine Stärken liegen weniger in der Rolle eines zurückfallenden Spielmachers als in Tiefenläufen, direkten Wegen Richtung Strafraum und körperlichen Duellen mit Innenverteidigern. Gleichzeitig kann er Bälle mit dem Rücken zum Tor sichern. Genau diese Kombination hat der HSV bei seiner Vorstellung als entscheidenden sportlichen Mehrwert hervorgehoben.

Konkurrenz mit Daka, Poulsen und Stange

Moffi trifft beim HSV auf einen inzwischen breit besetzten Angriff. Patson Daka war bereits im Juli von Leicester City verpflichtet worden. Der sambische Nationalspieler bringt ebenfalls Tempo und Tiefgang mit und begann beim Pokalspiel in Verl in der Sturmspitze.

Hinzu kommen Yussuf Poulsen und der junge Otto Stange. Auch Rayan Philippe kann offensiv eingesetzt werden. Robert Glatzel und Ransford Königsdörffer haben den Club dagegen in diesem Sommer verlassen. Dadurch ist die Besetzung der zentralen Offensive trotz der Zugänge deutlich verändert worden.

Moffi erweitert diese Auswahl um einen besonders körperlich starken Linksfuß. Für Polzin ergeben sich damit unterschiedliche Varianten. Daka bietet ausgeprägtes Tempo, Poulsen Erfahrung und Arbeit gegen den Ball, während Moffi vor allem als physischer Zielspieler, für Tiefenläufe und als Strafraumstürmer eingesetzt werden kann.

Moffi ist der siebte HSV-Neuzugang des Sommers

Der HSV bezeichnet Moffi als siebten Neuzugang der laufenden Sommertransferperiode. Zuvor kamen Kofi Amoako von Dynamo Dresden, Martin Adeline von ESTAC Troyes, Bilal Nadir von Olympique Marseille und Patson Daka von Leicester City. Albert Grønbæk wurde nach seiner vorherigen Leihe fest von Stade Rennes übernommen. Zuletzt folgte außerdem Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw auf Leihbasis von Leeds United.

Auf der Abgangsseite stehen unter anderem Glatzel, Königsdörffer und Fabio Baldé. Hinzu kommen mehrere beendete oder neu vereinbarte Leihgeschäfte. Damit hat der HSV seinen Kader vor der zweiten Bundesliga-Saison nach der Rückkehr ins Oberhaus in zahlreichen Bereichen verändert.

HSV startet mit 3:0-Sieg in die Pflichtspielsaison

Sportlich begann die neue Pflichtspielsaison für den HSV am selben Tag wie die Bekanntgabe des Moffi-Transfers. Die Hamburger gewannen am Montagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 3:0 beim Drittligisten SC Verl. Albert Grønbæk erzielte zwei Treffer, der 16 Jahre alte Louis Lemke traf ebenfalls.

Moffi gehörte bei diesem Spiel noch nicht zum Aufgebot. Der NDR hatte bereits am Vormittag berichtet, dass der Neuzugang in Verl noch nicht spielen werde. Ob dies ausschließlich mit dem Zeitpunkt des Transfers und der Registrierung zusammenhing, wurde vom HSV zunächst nicht näher erläutert. Eine offizielle Vereinsangabe, wonach Moffi bereits für das Pokalspiel spielberechtigt gewesen wäre, lag nicht vor.

Der Bundesliga-Start steht für die Mannschaft von Merlin Polzin erst bevor. Am Samstag, 29. August, tritt der HSV um 18.30 Uhr bei Borussia Dortmund an. Ob Moffi dort unmittelbar in den Kader rückt oder bereits zum Einsatz kommt, hatte der Verein am Montagabend noch nicht bestätigt.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu