IBM überrascht mit höheren Gewinnen und stärkerem Softwaregeschäft

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Technologiekonzern IBM hat im dritten Quartal 2026 mehr Umsatz und Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Besonders das Softwaregeschäft entwickelte sich stärker als prognostiziert. Zugleich erhöhte das Unternehmen seine Erwartungen für den freien Cashflow und stellte ein höheres Wachstum der Softwareerlöse in Aussicht. Eine am Mittwoch, 21. Oktober, um 22.12 Uhr MESZ veröffentlichte Reuters-Meldung bezifferte das vorläufige Plus der IBM-Aktie im nachbörslichen US-Handel auf rund vier Prozent.

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IBM steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal

Der Umsatz von IBM erreichte zwischen Juli und September 17,10 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Durchschnitt mit 16,82 Milliarden Dollar gerechnet.

Auch beim Gewinn übertraf der Konzern die Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,95 Dollar und lag damit über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,86 Dollar. Im Vorjahresquartal hatte IBM bereinigt 2,65 Dollar je Aktie verdient.

Der ausgewiesene Nettogewinn stieg von 1,74 Milliarden auf 2,19 Milliarden Dollar. Das unbereinigte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 1,84 auf 2,30 Dollar. Allerdings profitierte der Konzern auch von einer niedrigeren effektiven Steuerquote. Die Bruttogewinnmarge sank leicht von 57,3 auf 56,8 Prozent.

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Software wächst deutlich, Beratung bleibt nahezu unverändert

Wichtigster Wachstumstreiber war das Softwaregeschäft. Der Spartenumsatz erhöhte sich um gut acht Prozent auf 7,80 Milliarden Dollar. Besonders gefragt waren Produkte für die Verwaltung und Verarbeitung von Unternehmensdaten.

Im Bereich Hybrid Cloud, zu dem Red Hat gehört, stiegen die Erlöse um elf Prozent. Das Datengeschäft wuchs um 19 Prozent. Auch die Software zur Transaktionsverarbeitung entwickelte sich mit einem Umsatzanstieg von neun Prozent positiv. Dagegen verzeichnete IBM bei Automatisierungssoftware einen Rückgang von drei Prozent.

Schwächer entwickelte sich die Beratungssparte. IBM Consulting kam auf einen Umsatz von 5,34 Milliarden Dollar und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkurseffekte ergab sich ein Wachstum von zwei Prozent.

Das Infrastrukturgeschäft erreichte 3,71 Milliarden Dollar Umsatz, rund vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei verlief die Entwicklung unterschiedlich: Während die Erlöse mit verteilten Infrastruktursystemen um 31 Prozent stiegen, gingen sie im Geschäft mit IBM-Z-Großrechnern um 20 Prozent zurück.

IBM hebt Erwartungen für Software und Cashflow an

Nach den neuen IBM-Quartalszahlen rechnet das Unternehmen mit einer stärkeren Entwicklung im Softwaregeschäft. Finanzchef James Kavanaugh bezifferte gegenüber Reuters das erwartete Umsatzwachstum der Sparte für das Gesamtjahr auf sieben bis acht Prozent. Zuvor hatte die Prognosespanne bei sechs bis acht Prozent gelegen.

Für den gesamten Konzern hält IBM an seiner Jahresprognose fest. Der Umsatz soll 2026 bei konstanten Wechselkursen um vier bis fünf Prozent wachsen.

Verbessert wurde dagegen die Erwartung für den freien Cashflow. IBM rechnet nun mit einem Anstieg um mehr als eine Milliarde Dollar gegenüber dem Vorjahr. Bisher war lediglich ein Zuwachs von etwa einer Milliarde Dollar vorgesehen.

Im dritten Quartal selbst erzielte der Konzern einen freien Cashflow von 3,0 Milliarden Dollar. Das waren rund 700 Millionen Dollar mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

IBM-Aktie reagiert nachbörslich mit Kursgewinn

An der Börse wurden die Quartalsergebnisse zunächst positiv aufgenommen. Nach einer am 21. Oktober 2026 um 22.12 Uhr MESZ veröffentlichten Meldung der Nachrichtenagentur Reuters lag die IBM-Aktie im nachbörslichen US-Handel rund vier Prozent im Plus. Die Angabe beschreibt eine vorläufige Kursbewegung zum Zeitpunkt der Berichterstattung und keinen regulären Tagesschlusskurs. Ein minutengenauer Kursstand wurde in der Meldung nicht ausgewiesen.

Die Entwicklung folgt auf ein enttäuschendes zweites Quartal. Im Juli hatte IBM unter anderem wegen verzögerter Geschäftsabschlüsse schwächere Ergebnisse vorgelegt.

Nach Angaben von Finanzchef Kavanaugh konnten inzwischen zahlreiche zuvor verschobene Aufträge abgeschlossen werden. Damit verbesserte IBM seine Umsatzentwicklung im dritten Quartal, während das Unternehmen bei der Beratung weiterhin nur geringe Zuwächse verzeichnete.

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