Neue Sonntagsfrage: Abstand zwischen AfD und Union wächst

Kuba Embargo Trump Demo Havanna 2026
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Eine neue bundesweite Sonntagsfrage von INSA zeigt weiterhin einen deutlichen Abstand zwischen AfD und CDU/CSU. In der am Dienstag, 29. September 2026, veröffentlichten Erhebung erreicht die AfD 29,5 Prozent. Die Union aus CDU und CSU kommt auf 19 Prozent. SPD und Grüne liegen mit jeweils 14,5 Prozent gleichauf. Die Linke erreicht 10 Prozent, während FDP und BSW unter der Fünf-Prozent-Marke bleiben. Die aktuelle INSA-Umfrage bildet die Wahlabsicht der Befragten Ende September ab und stellt keine Prognose für den Ausgang einer künftigen Bundestagswahl dar.

AfD erreicht 29,5 Prozent, Union kommt auf 19 Prozent

Den höchsten Wert in der neuen INSA-Sonntagsfrage erreicht die AfD mit 29,5 Prozent. CDU und CSU folgen gemeinsam mit 19 Prozent. Damit beträgt der Abstand zwischen beiden Werten 10,5 Prozentpunkte. Innerhalb des Unionswertes entfallen nach Angaben von INSA 14,4 Prozent auf die CDU und 4,6 Prozent auf die CSU.

SPD und Grüne liegen in der Erhebung jeweils bei 14,5 Prozent. Damit erreichen beide Parteien denselben Wert. Die Linke folgt mit 10 Prozent. Für die FDP weist INSA 4 Prozent aus. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 3,5 Prozent. Weitere Parteien erreichen zusammen 5 Prozent.

Damit liegen FDP und BSW in dieser einzelnen Befragung unter der Fünf-Prozent-Hürde. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, ob die Parteien bei einer tatsächlichen Bundestagswahl im Parlament vertreten wären. Neben möglichen Veränderungen bis zu einer Wahl spielen auch die gesetzlichen Regeln für die Sitzverteilung eine Rolle.

SPD und Grüne legen gegenüber der Vorwoche zu

Für die Entwicklung gegenüber der Vorwoche bietet sich insbesondere der Vergleich mit der ebenfalls als Online-Erhebung durchgeführten INSA-Sonntagsfrage vom 22. September an. Damals hatte die AfD ebenfalls 29,5 Prozent erreicht. Ihr Wert bleibt damit unverändert. CDU und CSU sinken von 19,5 auf 19 Prozent und verlieren einen halben Prozentpunkt.

Die SPD steigt von 13,5 auf 14,5 Prozent und gewinnt einen Prozentpunkt. Auch die Grünen verbessern sich um einen Punkt, von 13,5 auf 14,5 Prozent. Die Linke fällt von 10,5 auf 10 Prozent. Für die FDP geht es ebenfalls um einen halben Punkt nach unten, von 4,5 auf 4 Prozent. Das BSW bleibt mit 3,5 Prozent unverändert. Die zusammengefassten sonstigen Parteien sinken von 5,5 auf 5 Prozent.

INSA hatte zwischen diesen beiden Online-Erhebungen am 26. September zudem eine weitere Sonntagsfrage veröffentlicht, die auf einem Methodenmix aus Telefon- und Onlinebefragung beruhte. Gegenüber dieser unmittelbar vorhergehenden INSA-Veröffentlichung steigt die AfD um einen halben Punkt von 29 auf 29,5 Prozent. Die Union bleibt bei 19 Prozent. Die SPD gewinnt einen halben Punkt, während die Grünen einen halben Punkt verlieren. Wegen der unterschiedlichen Erhebungsmethoden ist für einen Wochenvergleich jedoch die Gegenüberstellung der beiden Online-Erhebungen besonders aussagekräftig.

Regierungsparteien kommen zusammen auf 33,5 Prozent

CDU/CSU und SPD erreichen in der aktuellen Erhebung zusammen 33,5 Prozent. Bei der vergleichbaren INSA-Befragung vom 22. September waren es zusammen 33 Prozent. Die Veränderung ergibt sich daraus, dass die SPD einen Prozentpunkt hinzugewinnt, während die Union einen halben Punkt verliert.

Eine solche Addition von Umfragewerten erlaubt allerdings keine direkte Aussage darüber, welche parlamentarischen Mehrheiten sich bei einer tatsächlichen Wahl ergeben würden. Entscheidend wäre unter anderem, welche Parteien die gesetzlichen Voraussetzungen für den Einzug in den Bundestag erfüllen und wie sich dadurch die gültigen Stimmen auf die Sitzverteilung auswirken.

INSA befragte 2.001 Menschen

Für den aktuellen INSA-Meinungstrend wurden 2.001 Menschen befragt. Der Erhebungszeitraum reichte vom 25. bis zum 28. September 2026. Die Befragung erfolgte als Online-Erhebung. INSA gibt die maximale statistische Fehlertoleranz mit plus oder minus 2,5 Prozentpunkten an.

Gerade kleinere Veränderungen von einem halben oder einem Prozentpunkt sollten deshalb nicht isoliert als gesicherter Trend verstanden werden. Sie können innerhalb des statistischen Unsicherheitsbereichs einer einzelnen Erhebung liegen. Größere Entwicklungen werden aussagekräftiger, wenn sie sich über mehrere Befragungen und möglichst auch bei unterschiedlichen Meinungsforschungsinstituten zeigen.

Sonntagsfrage misst aktuelle politische Stimmung

Bei einer Sonntagsfrage werden Wahlberechtigte danach gefragt, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. INSA bezeichnet seinen Meinungstrend als regelmäßiges Stimmungsbild der Wahlabsichten in Deutschland.

Die Ergebnisse beschreiben damit die politische Stimmung während des jeweiligen Befragungszeitraums. Sie sind keine Vorhersage des nächsten Bundestagswahlergebnisses. Bis zu einer tatsächlichen Wahl können sich Parteipräferenzen verändern, außerdem unterscheiden sich Institute bei Stichproben, Gewichtungsverfahren und Befragungsmethoden. Die neue Erhebung zeigt für Ende September vor allem einen weiterhin großen Abstand zwischen den von INSA gemessenen Werten für AfD und Union sowie Zugewinne von SPD und Grünen gegenüber der vergleichbaren Online-Befragung eine Woche zuvor.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu