Klassischer Intercity 1 verschwindet aus dem Fernverkehr

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Die Deutsche Bahn hat den klassischen Intercity 1 offiziell verabschiedet. Am Samstag, 10. Oktober 2026, fuhren historische und zuletzt regulär eingesetzte Intercity-Züge aus Hamburg und München nach Wiesbaden. Damit endet der planmäßige Einsatz einer Zugbauart, die den deutschen Fernverkehr über Jahrzehnte geprägt hat. Für Reisende übernehmen moderne ICE-Züge und doppelstöckige Intercity 2 die bisherigen Aufgaben.

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Sonderfahrten nach Wiesbaden markieren den Abschied

Zum Abschluss der IC-1-Ära organisierte die Deutsche Bahn eine Sternfahrt nach Wiesbaden. Dort wurden Lokomotiven und Reisezugwagen aus 55 Jahren Intercity-Geschichte präsentiert. Zu den ausgestellten Fahrzeugen gehörten auch Wagen aus den Anfangsjahren des IC-Verkehrs und eine Lokomotive der Baureihe 103.

Ein besonderer Bestandteil war der historische Museums-Intercity des DB Museums Koblenz. Der Zug mit dem Namen „IC 1979 Diplomat“ fuhr von Hamburg-Altona über Bremen, Hannover, Göttingen und weitere Stationen nach Wiesbaden. Zum Einsatz kamen historische Wagen beider Klassen sowie ein Speisewagen.

Die Abschiedsveranstaltung beendete eine mehrwöchige Reihe besonderer Fahrten, mit denen sich die Bahn von ihren klassischen Intercity-Garnituren verabschiedete.

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ICE L ersetzt Intercity 1 auf wichtigen Strecken

Die Ablösung des Intercity 1 erfolgte schrittweise. Zuletzt waren die älteren Wagenzüge hauptsächlich auf einzelnen Fernverkehrsverbindungen im Einsatz, darunter touristisch wichtige Strecken nach Sylt und ins Allgäu.

Auf diesen Verbindungen hat inzwischen der neue ICE L die Aufgaben des Intercity 1 übernommen. Nach Sylt fahren die Züge seit Mai 2026, weitere Verbindungen nach Westerland und Oberstdorf kamen im Juli hinzu. Die letzte reguläre IC-1-Verbindung zwischen Köln und Gera wurde nach Angaben der Deutschen Bahn im September baubedingt eingestellt.

Mit dem Abschied des IC 1 verschwindet allerdings nicht die gesamte Intercity-Zuggattung. Die Bahn setzt weiterhin auf den Intercity 2, der insbesondere kleinere Städte an den Fernverkehr anbindet.

Rund 400 ICE und 70 Intercity-2-Züge im Einsatz

Der Flottenwechsel ist Teil einer umfassenden Modernisierung des Fernverkehrs. Nach Angaben der Deutschen Bahn umfasst die ICE-Flotte inzwischen rund 400 Züge. Etwa die Hälfte davon ist jünger als zehn Jahre.

Für 2026 sieht die Bahn die Übernahme von 16 weiteren ICE 3neo und neun ICE L vor. Hinzu kommen insgesamt 70 Intercity-2-Doppelstockzüge, die Verbindungen außerhalb der großen ICE-Korridore bedienen.

Für Reisende bringt der Fahrzeugwechsel vor allem eine veränderte Ausstattung. Der ICE L bietet einen stufenlosen Einstieg und ist damit insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie für Reisende mit Kinderwagen oder größerem Gepäck von Bedeutung. Auch ein Bordrestaurant gehört zur Ausstattung.

Der Wechsel zu neueren Fahrzeugen soll außerdem technische Störungen verringern. Die Deutsche Bahn verweist darauf, dass moderne ICE-Baureihen wie der ICE 4 und ICE 3neo eine Fahrzeugverfügbarkeit von rund 90 Prozent erreichen.

Der Intercity prägte seit 1971 den Fernverkehr

Die Geschichte des Intercity begann am 26. September 1971. Damals führte die Deutsche Bundesbahn ein neues Fernverkehrssystem ein, das zunächst auf Reisende der ersten Klasse ausgerichtet war.

Ein grundlegender Ausbau folgte 1979. Seitdem verkehrten Intercity-Züge im Stundentakt mit erster und zweiter Klasse. Das System setzte Maßstäbe für regelmäßige Abfahrten, abgestimmte Umsteigeverbindungen und die gastronomische Versorgung an Bord.

Später ergänzte der ICE das Angebot und übernahm zunehmend die wichtigsten schnellen Fernverbindungen. Der klassische Intercity mit einzeln zusammengestellten Reisezugwagen blieb dennoch über Jahrzehnte Teil des deutschen Schienenverkehrs.

Mit dem Ende des planmäßigen IC-1-Einsatzes schließt die Deutsche Bahn nun dieses Kapitel ihrer Flottengeschichte. Als Museums- und Sonderzüge können die historischen Fahrzeuge weiterhin an die Anfänge des modernen Intercity-Verkehrs erinnern.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu