
Apple bringt am Freitag, 23. Oktober 2026, sein erstes faltbares iPhone auf den Markt. Das iPhone Duo kostet in Deutschland mindestens 2.299 Euro und ist damit das bislang teuerste iPhone-Modell zum Verkaufsstart. Trotz des hohen Preises ist das neue Smartphone bereits schwer erhältlich. Schon kurz nach Beginn der Vorbestellungen verschoben sich die Liefertermine bei einigen Varianten bis Ende Januar 2027. Erste unabhängige Tests zeigen zugleich, welche technischen Vorteile das Gerät bietet und wo Käufer Einschränkungen hinnehmen müssen.
Mit dem iPhone Duo erweitert Apple sein Smartphone-Angebot um eine neue Geräteklasse. Das Modell lässt sich wie ein Buch aufklappen und kombiniert ein kompaktes Außendisplay mit einer deutlich größeren Bildschirmfläche im Inneren. Geschlossen misst das Display 5,4 Zoll, aufgeklappt stehen 7,6 Zoll zur Verfügung. Damit bietet das Gerät den bislang größten Bildschirm eines iPhones.
Im Inneren arbeitet Apples A20-Pro-Chip. Das Gehäuse besteht aus Titan, während eine spezielle Beschichtung Reflexionen und die sichtbare Falte im Display reduzieren soll. Mit iOS 27.1 können Nutzer beispielsweise zwei Anwendungen nebeneinander verwenden. Statt der Gesichtserkennung Face ID setzt Apple auf einen Fingerabdrucksensor in der Seitentaste.
Das günstigste iPhone Duo mit 256 Gigabyte Speicher kostet 2.299 Euro. Für die Version mit 512 Gigabyte werden 2.549 Euro fällig, mit einem Terabyte sind es 3.049 Euro. Das Spitzenmodell mit zwei Terabyte kostet 3.799 Euro. Angeboten wird das Smartphone in den Farben Sternenweiß und Nachthimmel.
Bereits zum Beginn der Vorbestellungen am 16. Oktober zeigte sich, dass das verfügbare Angebot die Nachfrage nicht decken konnte. Innerhalb kurzer Zeit verlängerten sich die angekündigten Lieferfristen erheblich. Bei einzelnen Konfigurationen wurden zwischenzeitlich Liefertermine Ende Januar 2027 angezeigt.
Apple bezeichnete die Reaktion der Kunden als außergewöhnlich. Konkrete Vorbestellungszahlen veröffentlichte der Konzern allerdings nicht. Deshalb lässt sich aus den langen Lieferzeiten allein nicht ableiten, wie viele Geräte tatsächlich bestellt wurden oder welchen Anteil mögliche Produktionsengpässe haben.
Auch zum offiziellen Verkaufsstart sind die Bestände in den Geschäften begrenzt. In Deutschland und mehreren weiteren europäischen Ländern können Kunden das iPhone Duo grundsätzlich ohne Vorbestellung erwerben, allerdings nur im Rahmen der verfügbaren Stückzahlen. In anderen Märkten, darunter China und Japan, ist eine vorherige Onlinebestellung erforderlich. Im australischen Sydney bildete sich zum Verkaufsbeginn bereits eine Warteschlange vor einem Apple Store.
Die ersten unabhängigen Tests fallen überwiegend positiv aus, zeigen allerdings auch Schwächen. Besonders das faltbare Display und die Verarbeitung erhalten gute Bewertungen. Durch die matte Oberfläche fällt die sonst bei faltbaren Smartphones häufig sichtbare Knickstelle vergleichsweise wenig auf.
Das Technikmagazin WIRED bewertet das iPhone Duo mit sieben von zehn Punkten. Gelobt werden das Scharnier, die Bildschirmqualität und die Akkulaufzeit. Kritisiert werden dagegen das Gewicht und Anwendungen, die noch nicht vollständig an das große Display angepasst sind. Auch die Bedienung mit zwei gleichzeitig geöffneten Apps bietet noch nicht in jeder Situation die gewünschte Flexibilität.
COMPUTER BILD hebt ebenfalls die Verarbeitung, das Arbeitstempo und die Akkuleistung hervor. Einschränkungen gibt es bei der Kameraausstattung. Anders als beim iPhone 18 Pro fehlt dem Duo eine eigene Telekamera. Zudem müssen Nutzer auf Face ID verzichten. Ob diese Kompromisse den hohen Kaufpreis rechtfertigen, dürfte stark davon abhängen, wie intensiv das zusätzliche Display im Alltag genutzt wird.
Mit dem iPhone Duo steigt Apple in einen Markt ein, den vor allem Samsung und Huawei seit Jahren bedienen. Faltbare Smartphones sind bislang deutlich weniger verbreitet als klassische Geräte. Ihr hoher Preis und die besonderen Anforderungen an Displays und Scharniere begrenzen die Zielgruppe.
Der Marktforscher TrendForce erwartet für 2026 weltweit rund 20,2 Millionen ausgelieferte faltbare Smartphones. Für das iPhone Duo prognostiziert das Unternehmen etwa fünf Millionen Geräte und damit einen Marktanteil von knapp 25 Prozent. Dabei handelt es sich um Schätzungen, nicht um bereits erreichte Verkaufszahlen.
Für Apple geht es mit dem Verkaufsstart deshalb um mehr als ein zusätzliches Premiumgerät. Erstmals konkurriert das Unternehmen direkt mit den etablierten Herstellern faltbarer Smartphones. Zugleich erhält der bisher vergleichsweise kleine Markt einen weiteren großen Anbieter. Ob das iPhone Duo über die erste Nachfragewelle hinaus erfolgreich sein wird, hängt unter anderem von der Verfügbarkeit, der Weiterentwicklung angepasster Apps und der Akzeptanz des hohen Preises ab.
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