Johnson & Johnson wächst, doch die Aktie gibt nach

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson hat im dritten Quartal 2026 seinen Umsatz gesteigert und die Jahresprognose angehoben. Trotzdem geriet die Aktie am Dienstag, 13. Oktober, vor dem Handelsstart an der Wall Street unter Druck. Die Quartalszahlen von Johnson & Johnson zeigen deutliche Unterschiede zwischen dem wachsenden Arzneimittelgeschäft und der vergleichsweise schwachen Medizintechnik.

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Johnson & Johnson übertrifft Gewinnerwartungen

Der Konzern erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 25,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten nach Daten des Finanzdienstleisters LSEG durchschnittlich mit 25,28 Milliarden Dollar gerechnet.

Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,59 Dollar und lag damit ebenfalls über der LSEG-Erwartung von 2,54 Dollar. Im Vergleich zum dritten Quartal 2025 fiel der bereinigte Gewinn je Aktie allerdings um 7,5 Prozent. Damals hatte Johnson & Johnson noch 2,80 Dollar erreicht.

Deutlich stärker ging der ausgewiesene Nettogewinn zurück. Er sank von rund 5,15 Milliarden auf 210 Millionen Dollar. Nach Unternehmensangaben belasteten unter anderem Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit einer geplanten Beilegung von Rechtsstreitigkeiten um talkumhaltige Produkte sowie Investitionen und Übernahmen das Ergebnis.

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Medizintechnik bleibt hinter dem Pharmageschäft zurück

Die größten Wachstumsimpulse kamen aus der Arzneimittelsparte. Dort stieg der Umsatz um 7,7 Prozent auf rund 16,76 Milliarden Dollar.

Besonders erfolgreich entwickelte sich das Medikament Tremfya, das unter anderem gegen entzündliche Erkrankungen eingesetzt wird. Der Umsatz legte um 68 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Dollar zu. Auch das Krebsmedikament Darzalex verzeichnete ein Umsatzwachstum von etwa 16 Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar.

Schwächer entwickelte sich dagegen das Medizintechnikgeschäft. Der Umsatz in diesem Bereich stieg lediglich um 2,5 Prozent auf 8,64 Milliarden Dollar. Damit blieb die Sparte hinter den Markterwartungen zurück.

International stagnierte das Geschäft mit Medizinprodukten weitgehend. Finanzchef Joe Wolk verwies dabei auf wirtschaftliche Belastungen in Europa, Preisdruck in China und die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten. Diese Faktoren beeinträchtigten nach seiner Darstellung insbesondere die Nachfrage in internationalen Märkten.

Jahresprognose für 2026 leicht angehoben

Trotz des verhaltenen Wachstums in der Medizintechnik blickt Johnson & Johnson optimistischer auf das Gesamtjahr.

Der Konzern erwartet nun einen Jahresumsatz zwischen 101,0 und 101,4 Milliarden Dollar. Der Mittelwert der Prognose steigt damit von bisher 101,1 auf 101,2 Milliarden Dollar.

Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie rechnet das Unternehmen mit einem höheren Ergebnis. Die neue Prognosespanne liegt zwischen 11,05 und 11,15 Dollar. Zuvor hatte Johnson & Johnson einen Mittelwert von 11,04 Dollar erwartet, nun sind es 11,10 Dollar.

Aktie verliert vorbörslich mehr als zwei Prozent

An der Börse sorgte die angehobene Prognose zunächst nicht für Kursgewinne. Die Aktie von Johnson & Johnson verlor am Dienstag im vorbörslichen US-Handel mehr als zwei Prozent.

Insbesondere das verhaltene Wachstum in der Medizintechnik trübte die Reaktion auf die Geschäftszahlen. Während neue und etablierte Medikamente den Konzernumsatz deutlich steigern, bleibt die Entwicklung bei Medizinprodukten hinter den Erwartungen zurück.

Dabei hatte sich die Aktie seit Jahresbeginn bereits kräftig entwickelt. Bis zum Montag war ihr Kurs laut Reuters im laufenden Jahr um rund 27 Prozent gestiegen. Der Schlusskurs am 12. Oktober lag bei 263,73 Dollar.

Für Johnson & Johnson bleibt damit die unterschiedliche Entwicklung der beiden großen Geschäftsbereiche eine zentrale Herausforderung. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach seinen Arzneimitteln, während das Medizintechnikgeschäft deutlich langsamer wächst.

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