Kabelbrand legt Stromversorgung der Mainzer Uniklinik lahm

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Kabelbrand an der Universitätsmedizin Mainz hat am Samstagnachmittag, 26. September 2026, einen größeren Feuerwehreinsatz und einen Stromausfall auf dem Klinikgelände ausgelöst. Die Universitätsmedizin schaltete auf Notstrom um und stoppte vorsorglich die Aufnahme neuer Patienten. Davon war auch die Zentrale Notaufnahme betroffen. Die Versorgung der bereits in der Klinik behandelten Patienten war nach Angaben der Einsatzkräfte nicht gefährdet.

Kleiner Kabelbrand löst größeren Stromausfall aus

Nach Angaben des SWR ging die technische Störung auf einen kleineren Kabelbrand in einem Gebäude der Universitätsmedizin zurück. Das Feuer konnte demnach schnell gelöscht werden. Der Kabelbrand hatte jedoch Auswirkungen auf die Stromversorgung des gesamten Klinikgeländes. Dort wurde auf Notstrombetrieb umgestellt.

Welches konkrete Gebäude der weitläufigen Universitätsmedizin unmittelbar vom Kabelbrand betroffen war, war am Samstagabend zunächst nicht öffentlich bestätigt. Auch zu der technischen Ursache, die zu dem Kabelbrand führte, lagen zunächst keine weitergehenden gesicherten Angaben vor.

Der Kabelbrand an der Uniklinik Mainz entwickelte sich damit weniger wegen der Größe des eigentlichen Feuers zu einem größeren Einsatz, sondern aufgrund seiner Folgen für die technische Infrastruktur eines Krankenhauses. Die Feuerwehr Mainz sowie weitere Einheiten des medizinischen Katastrophenschutzes waren im Einsatz.

Klinik schaltet auf Notstrombetrieb um

Durch den Stromausfall an der Uniklinik Mainz wurde nach Feuerwehrangaben zeitweise das gesamte Gelände betroffen. Die vorhandene Notstromversorgung übernahm daraufhin die Absicherung wichtiger Bereiche. Nach Angaben des SWR bestand für die Versorgung der bereits aufgenommenen Patienten keine Gefahr.

Der Notstrom an der Universitätsmedizin Mainz ist für solche Störungen vorgesehen. Die Klinik hatte bereits in früheren Angaben erklärt, dass sie als Einrichtung der kritischen Infrastruktur eine eigene Notstromversorgung mit entsprechenden Kapazitäten vorhält.

Noch am Abend konnte die reguläre Stromversorgung nach Angaben der Feuerwehr zumindest in einem Teil des betroffenen Bereichs wiederhergestellt werden. Ein vollständiger Übergang zum normalen Klinikbetrieb war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bestätigt.

Zentrale Notaufnahme nimmt vorerst keine neuen Patienten auf

Als Vorsichtsmaßnahme verhängte die Universitätsmedizin einen Aufnahmestopp an der Uniklinik Mainz. Neue Patienten wurden vorübergehend nicht aufgenommen. Diese Regelung galt ausdrücklich auch für die Zentrale Notaufnahme.

Der Schritt ist für die medizinische Versorgung in der Region relevant. Die Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin gehört zur höchsten Stufe der umfassenden Notfallversorgung. Nach Angaben der Klinik werden dort jährlich mehr als 48.000 Patienten behandelt. Chirurgische, internistische und neurologische Notfälle werden unter anderem im Gebäude 505 versorgt.

Der Aufnahmestopp bedeutete nicht, dass bereits behandelte Patienten die Klinik verlassen mussten. Nach den bis zum Abend bekannten Angaben konzentrierte sich die Einschränkung auf Neuaufnahmen. Angaben über eine größere Evakuierung von Stationen lagen nicht vor.

Für medizinische Notfälle außerhalb der Klinik gelten weiterhin die üblichen Notrufwege. Bei lebensbedrohlichen Situationen ist der Rettungsdienst unter 112 zuständig. Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden verweist die Universitätsmedizin regulär auf den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.

Zwei Schwangere könnten vorsorglich verlegt werden

Besondere Aufmerksamkeit galt am Samstagabend der Geburtshilfe. Nach Angaben des SWR sollten möglicherweise zwei Schwangere, bei denen eine Entbindung unmittelbar bevorstehen könnte, vorsorglich in andere Einrichtungen verlegt werden. Ob diese Verlegungen tatsächlich vorgenommen wurden, war zunächst nicht bestätigt.

Die Geburtshilfe befindet sich nach dem Lageplan der Universitätsmedizin im Gebäude 102. Dort liegen unter anderem der Kreißsaal und Bereiche der Frauenklinik. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass dieses Gebäude der Ausgangspunkt des Kabelbrandes war. Ein konkreter Brandort innerhalb des Klinikcampus war am Abend nicht offiziell benannt.

Warnmeldung für den Bereich der Universitätsklinik

Wegen des Ereignisses wurde zudem über das bundesweite Warnsystem eine Meldung mit dem Titel Stromausfall bei der Universitätsklinik Mainz verbreitet. Auch der SWR verwies auf die Warnmeldung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Die Feuerwehr an der Universitätsmedizin Mainz war mit weiteren Kräften des medizinischen Katastrophenschutzes vor Ort. Die Kombination aus Feuerwehreinsatz, technischer Störung und möglichen Auswirkungen auf die Patientenaufnahme erklärt die Größe des Einsatzes trotz des nach bisherigen Angaben vergleichsweise kleinen Brandgeschehens.

Versorgung bestehender Patienten blieb gesichert

Bis zum frühen Samstagabend stand vor allem die Stabilisierung der Stromversorgung im Mittelpunkt. Der eigentliche Kabelbrand war nach Feuerwehrangaben rasch gelöscht. Entscheidend waren anschließend die Wiederherstellung der normalen Energieversorgung und die Prüfung, welche klinischen Bereiche wieder regulär betrieben werden konnten.

Zu Verletzten infolge des Brandes lagen bis zum Abend keine bestätigten Angaben vor. Der SWR meldete ausdrücklich, dass die Versorgung der Patienten nicht gefährdet sei. Eine Evakuierung größerer Klinikbereiche wurde ebenfalls nicht gemeldet.

Die Universitätsmedizin Mainz ist die einzige Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz. Nach eigenen Angaben umfasst sie mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen und versorgt jährlich rund 395.000 Menschen ambulant und stationär. Entsprechend weitreichend können technische Einschränkungen sein, wenn zentrale Infrastruktur auf dem Campus ausfällt.

Am Samstagabend galt damit: Das Feuer selbst war gelöscht und Teile der regulären Stromversorgung waren wiederhergestellt. Der Aufnahmestopp für neue Patienten einschließlich der Zentralen Notaufnahme bestand nach dem zuletzt veröffentlichten Stand jedoch zunächst fort. Wann die Universitätsmedizin wieder vollständig in den normalen Aufnahmebetrieb wechseln würde, war zu diesem Zeitpunkt noch offen.

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