Sorge um Karetsas: Was Borussia Dortmund bisher bestätigt hat

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Borussia Dortmund wartet nach den Kreislaufproblemen von Konstantinos Karetsas auf weitere medizinische Erkenntnisse. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler musste beim Champions-League-Spiel gegen den FC Villarreal am Dienstagabend vorzeitig vom Platz getragen werden. Der BVB bestätigte noch während der Partie offiziell, dass Karetsas wegen Kreislaufproblemen ausgewechselt worden war und zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Sein Zustand sei den Umständen entsprechend gut gewesen. Eine genauere Diagnose oder eine voraussichtliche Ausfalldauer nannte der Verein zunächst nicht.

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Unter anderem berichteten SPORT1 unter Berufung auf den Sport-Informations-Dienst, die Deutsche Presse-Agentur und der WDR über den Vorfall. Bis Mittwochabend veröffentlichte der Klub keine weitergehende medizinische Diagnose und machte auch keine Angaben dazu, ob Karetsas bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden war oder wann er wieder spielen kann.

BVB nennt Kreislaufprobleme, aber noch keine Ausfalldauer

Karetsas hatte während der ersten Hälfte ohne erkennbare gegnerische Einwirkung angezeigt, dass er nicht weiterspielen könne. Nach einer Behandlung auf dem Rasen wurde er auf einer Trage vom Platz gebracht und durch Ethan Nwaneri ersetzt. Im offiziellen Spielbericht nennt Borussia Dortmund Kreislaufbeschwerden als Ursache für sein Ausscheiden und bestätigt die anschließenden Untersuchungen im Krankenhaus. Weitere medizinische Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht.

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte nach der Partie bei SPORT1, die Probleme seien aus dem Nichts heraus aufgetreten. Es hat sich nichts angedeutet, sagte Ricken. Karetsas werde im Krankenhaus untersucht, um am Ende alles auszuschließen. Man müsse sehen, was die weiteren Untersuchungen ergeben. Damit gibt es bislang weder eine bestätigte Diagnose über Kreislaufprobleme hinaus noch eine belastbare Prognose zur Dauer einer möglichen Pause.

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Sportdirektor Ole Book sagte unmittelbar nach dem Spiel, die Situation habe die Verantwortlichen und die Mannschaft stark beschäftigt. Wir hoffen natürlich, dass es ganz, ganz schnell besser wird und dass es nichts Ernsthaftes ist, sagte Book. Neue medizinische Informationen hätten direkt nach Abpfiff noch nicht vorgelegen. Torhüter Gregor Kobel äußerte bei Prime Video ebenfalls die Hoffnung, dass Karetsas schnell wieder fit zur Mannschaft zurückkehren könne.

Noch am Montag hatte Trainer Niko Kovac erklärt, Karetsas sei trotz seines Fehlens im Mannschaftstraining kerngesund und eine Option für das Villarreal-Spiel. Hinweise auf bereits bekannte gesundheitliche Beschwerden vor der Partie gab es damit von Vereinsseite nicht.

Karetsas kam für rund 30 Millionen Euro aus Genk

Borussia Dortmund hatte Karetsas Anfang August vom belgischen Erstligisten KRC Genk verpflichtet. Der griechische Nationalspieler unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2031. Die genaue Ablösesumme machte der BVB bei der offiziellen Bekanntgabe nicht öffentlich. Die Bild berichtete über eine Grundablöse von 30 Millionen Euro sowie bis zu zwei Millionen Euro mögliche Bonuszahlungen. Diese finanziellen Details sind damit Medienangaben und keine vom Verein offiziell veröffentlichte Vertragszahl.

Karetsas wurde am 19. November 2007 im belgischen Genk geboren und ist 18 Jahre alt. Der griechische Nationalspieler kann im offensiven Mittelfeld und in offensiveren Rollen eingesetzt werden. Borussia Dortmund führt ihn in seinem offiziellen Spielerprofil als Mittelfeldspieler. Er wurde überwiegend bei Genk ausgebildet und schaffte dort bereits als Jugendlicher den Sprung in den Profifußball.

Bei seiner Verpflichtung hatte Ricken die außergewöhnlichen Fähigkeiten des damals bereits international eingesetzten Talents hervorgehoben. Sportdirektor Book erklärte, Karetsas solle der Dortmunder Offensive vor allem mit Kreativität, Spielintelligenz und technischen Fähigkeiten neue Möglichkeiten eröffnen. Die Investition und die lange Vertragslaufzeit zeigen, dass der BVB ihn nicht nur als kurzfristige Verstärkung, sondern als wichtigen Bestandteil seiner sportlichen Entwicklung eingeplant hat.

34 Ligaspiele und elf Vorlagen vor dem Wechsel

In der vergangenen Saison kam Karetsas laut Borussia Dortmund in 34 Partien der belgischen Jupiler Pro League für Genk zum Einsatz und bereitete elf Tore vor. Hinzu kamen elf Einsätze in der Europa League mit zwei Treffern und fünf Vorlagen. Genk erreichte dort das Achtelfinale.

Beim BVB absolvierte Karetsas bis einschließlich des Villarreal-Spiels fünf Pflichtspiele beziehungsweise offizielle Wettbewerbspartien. Das DFB-Datencenter führt zwei Bundesliga-Einsätze, ein Spiel im DFB-Pokal, einen Einsatz im Franz-Beckenbauer-Supercup und die Champions-League-Partie gegen Villarreal auf. In seinen ersten beiden Bundesliga-Spielen verbuchte er zudem eine Torvorlage. Die Partie gegen Villarreal war sein erster Champions-League-Einsatz für Dortmund.

Damit hatte sich Karetsas unmittelbar nach seinem Wechsel bereits einen festen Platz in den ersten Dortmunder Aufstellungen erarbeitet. Gegen Villarreal stand er erneut in der Startelf. Sein möglicher Ausfall würde deshalb nicht nur die Zahl der verfügbaren Spieler reduzieren, sondern insbesondere die offensive Kreativität betreffen.

Verletztenliste bleibt trotz Rückkehrern lang

Der BVB war bereits vor dem Champions-League-Auftakt personell belastet. Gegen Villarreal fehlten Emre Can und Sommer-Neuzugang Giannis Konstantelias mit Kreuzbandverletzungen. Justin Lerma und Filippo Mane standen wegen Muskelverletzungen nicht zur Verfügung. Nico Schlotterbeck befand sich noch im Aufbautraining. Ramy Bensebaini fehlte in der Champions League zudem gesperrt.

Am Mittwoch gab es zumindest Entlastung in der Defensive: Schlotterbeck und Bensebaini kehrten ins Mannschaftstraining zurück. Damit waren nach dem Training weiterhin vier Spieler wegen bestätigter Verletzungen nicht regulär verfügbar: Can, Konstantelias, Lerma und Mane. Bei Karetsas war der Status für die kommenden Spiele zunächst offen, weil der BVB noch keine Ausfalldauer mitgeteilt hatte.

Besonders schwer wiegt bereits der langfristige Ausfall von Konstantelias. Der ebenfalls im Sommer verpflichtete griechische Offensivspieler erlitt zu Saisonbeginn einen Kreuzbandriss. Dortmund reagierte auf die personelle Situation unter anderem mit der Verpflichtung beziehungsweise Leihe weiterer junger Offensivkräfte. Karetsas war gemeinsam mit diesen Spielern Teil der Neuordnung im offensiven Mittelfeld nach dem Sommerumbau des Kaders.

Für das nächste Bundesligaspiel gegen den SC Paderborn am Samstag ist derzeit offen, ob Karetsas zur Verfügung stehen kann. Eine Freigabe für Training oder Wettkampf hat Borussia Dortmund bislang ebenso wenig mitgeteilt wie eine konkrete Dauer seiner möglichen Pause. Offiziell bestätigt sind derzeit Kreislaufprobleme, ein anschließend stabiler Zustand und weitere medizinische Untersuchungen. Darüber hinausgehende Aussagen zu Ursachen oder einer Diagnose sind bislang nicht belegt.

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