
KiK baut sein Filialnetz in Deutschland und Europa um. Der Discounter hat angekündigt, in Deutschland 135 Filialen zu schließen. Europaweit sind rund 300 Schließungen vorgesehen, zugleich sollen 75 neue Standorte hinzukommen. Unter dem Strich sinkt die Zahl der Geschäfte bis Ende 2026 europaweit um etwa 225 auf rund 4.000. In Deutschland soll KiK danach noch etwa 2.200 Filialen betreiben. Welche Standorte konkret betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.
Hinter dem Schritt steht nach Angaben des Unternehmens vor allem eine strategische Neuordnung. KiK hatte sein Netz über viele Jahre stark ausgebaut. Nun soll dieser Kurs teilweise zurückgenommen werden, weil einzelne Filialen zu nah beieinander liegen und sich wirtschaftlich nicht optimal ergänzen. Die Expansion werde deshalb zurückgebaut, um das Filialportfolio stärker auf Rentabilität auszurichten. Das Unternehmen hält dabei grundsätzlich an seinem Geschäftsmodell fest. KiK bleibt nach eigenen Angaben vor allem ein Textildiscounter, ergänzt um Non-Food-Produkte wie Haushaltswaren und Dekorationsartikel. Auch der Wettbewerbsdruck im Handel spielt bei der Entscheidung eine Rolle. Genannt werden dabei sowohl stationäre Konkurrenten als auch große Onlineplattformen.
KiK ist weiterhin ein großes Handelsunternehmen mit Präsenz in 14 europäischen Ländern. Für das Jahr 2024 wurde ein Umsatz von 2,4 Milliarden Euro genannt. Gleichzeitig verweist die Branche insgesamt auf ein schwierigeres Umfeld im stationären Einzelhandel. Viele Händler kämpfen mit Kaufzurückhaltung, hoher Preissensibilität der Kundschaft und wachsendem Konkurrenzdruck. Vor diesem Hintergrund wirkt die Maßnahme bei KiK nicht wie ein kurzfristiger Einzelvorgang, sondern wie Teil einer breiteren Entwicklung im Handel.
Offen ist bislang vor allem, welche Filialen tatsächlich geschlossen werden. Eine Liste mit betroffenen Standorten hat KiK bisher nicht veröffentlicht. Einige Geschäfte wurden nach den aktuellen Berichten bereits geschlossen, weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das vorerst: Die Größenordnung ist bekannt, konkrete Orte aber noch nicht. Auch deshalb dürfte sich erst nach und nach zeigen, welche Regionen in Deutschland besonders betroffen sind.
Für die Beschäftigten soll es nach aktuellem Stand keine Kündigungen geben. KiK beschäftigt nach den veröffentlichten Angaben rund 32.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit in anderen Filialen weiterbeschäftigt oder auf anderem Weg übernommen werden. Gleichzeitig deutet die Unternehmensführung an, dass der Umbau des Filialnetzes noch nicht zwingend abgeschlossen sein muss. Bereits im September 2025 hatte KiK angekündigt, unrentable Standorte schließen zu wollen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die jetzigen Pläne setzen diese Linie fort.
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