
Joshua Kimmich könnte beim FC Bayern München schon am kommenden Wochenende wieder in den Kader zurückkehren. Nach dem Tod seines Vaters hat der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler drei Pflichtspiele verpasst. Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Mittwoch, 28. Oktober 2026, äußerte sich Sportvorstand Max Eberl zu einer möglichen Rückkehr des Nationalmannschaftskapitäns. Auch für das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag besteht damit Hoffnung auf einen Einsatz. Eine verbindliche Zusage gibt es allerdings nicht.
Vor der Pokalpartie gegen Magdeburg wurde Eberl in der ARD gefragt, wann Kimmich wieder zur Mannschaft stoßen könnte. Der Sportvorstand erklärte, dass der Spieler selbst entscheiden könne, wann er sich zu einer Rückkehr bereit fühle. Der Verein werde ihn jederzeit wieder willkommen heißen.
Eberl verband diese Haltung mit der Hoffnung, dass Kimmich bald zurückkehren werde. Einen verbindlichen Zeitpunkt nannte er nicht. Damit blieb zunächst offen, ob der Mittelfeldspieler bereits am Samstag gegen Borussia Dortmund zur Verfügung stehen wird.
Nach dem 6:1-Erfolg gegen Magdeburg bekräftigte Eberl seine Haltung. In den Katakomben der Allianz Arena erklärte er laut t-online, Kimmich bekomme die Zeit, die er benötige. Der Fußball stehe für ihn aktuell nicht im Vordergrund.
Zugleich verwies der Sportvorstand auf das bevorstehende Bundesligaspiel. Eine baldige Rückkehr an das Trainingsgelände des FC Bayern sei möglich. Ob Kimmich anschließend gegen Dortmund eingesetzt werden könne, werde sich zeigen.
Die Abwesenheit Kimmichs begann vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den FC Arsenal am 21. Oktober. Der FC Bayern teilte damals mit, dass der Spieler wegen eines Trauerfalls im engsten Familienkreis nicht zum Aufgebot gehöre.
Der Verein bat ausdrücklich darum, die Privatsphäre und die Trauer der Familie zu respektieren. Weitere persönliche Einzelheiten wurden zunächst nicht veröffentlicht. Am 24. Oktober bestätigte Eberl bei einer Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Freiburg, dass Kimmichs Vater verstorben sei.
Seitdem fehlte Kimmich in drei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen. Betroffen waren das Champions-League-Spiel gegen Arsenal am 21. Oktober, die Bundesligapartie beim SC Freiburg am 25. Oktober und das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg am 28. Oktober.
Bereits in der offiziellen Spielvorschau auf Magdeburg hatte der FC Bayern angekündigt, Kimmich nach dem Trauerfall weiterhin Zeit einzuräumen. Auch für die Pokalpartie war er deshalb nicht eingeplant.
Schon am Dienstag, 27. Oktober, hatte sich Co-Trainer Aaron Danks auf der Pressekonferenz vor dem Magdeburg-Spiel zur Situation des deutschen Nationalspielers geäußert.
Danks erklärte, der Verein gebe Kimmich weiterhin Zeit. Gleichzeitig gehe der Trainerstab davon aus, dass der Mittelfeldspieler im Laufe der Woche zur Mannschaft zurückkehren werde. Darüber berichtete unter anderem der Bayerische Rundfunk.
Die Aussagen von Danks und Eberl lassen damit eine Rückkehr noch vor dem Wochenende möglich erscheinen. Allerdings unterscheiden sich die Erwartungen an eine Rückkehr zum Training von einer tatsächlichen Einsatzentscheidung.
Ob Kimmich bis Samstag wieder am Mannschaftstraining teilnimmt und anschließend in den Spieltagskader aufgenommen wird, war zunächst nicht offiziell bestätigt. Ebenso gab es keine verbindliche Aussage über einen möglichen Einsatz von Beginn an oder eine bestimmte Spielzeit.
Eine Kimmich-Rückkehr beim FC Bayern noch in dieser Woche bleibt damit möglich. Ein festgelegter Termin wurde bislang jedoch nicht genannt.
Kimmich gehört seit Jahren zu den prägenden Spielern des FC Bayern. Der 31-Jährige steht seit 2015 beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag und wird überwiegend im zentralen Mittelfeld eingesetzt. Darüber hinaus kann er auf der rechten Abwehrseite spielen.
Innerhalb der Mannschaft übernimmt der Nationalspieler zusätzliche Verantwortung. Während Manuel Neuer weiterhin der offizielle Mannschaftskapitän des FC Bayern ist, fungiert Kimmich in der Saison 2026/27 als dessen Stellvertreter.
Auch in der deutschen Nationalmannschaft nimmt Kimmich eine zentrale Führungsrolle ein. Er führte die DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft 2026 als Kapitän an.
Sein Fehlen betrifft den Münchner Kader deshalb nicht nur sportlich. Mit Kimmich steht gegenwärtig auch einer der erfahrensten Führungsspieler nicht zur Verfügung. Vor seinem ersten Ausfall gegen Arsenal hatte er in der laufenden Saison noch kein Pflichtspiel verpasst.
Die Abwesenheit Kimmichs fällt in eine Phase, in der der FC Bayern mehrere personelle Probleme bewältigen muss. Neben dem Mittelfeldspieler standen zuletzt auch Manuel Neuer, Jamal Musiala und Luis Díaz nicht zur Verfügung.
Neuer fehlte wegen anhaltender Beschwerden am Fuß, Musiala arbeitete nach einer Muskelverletzung an seiner Rückkehr. Díaz hatte sich im Champions-League-Spiel gegen Arsenal eine Muskelverletzung zugezogen.
Für die Pokalpartie gegen Magdeburg hatte das Trainerteam zumindest bei Aleksandar Pavlović und Minjae Kim wieder mit einer möglichen Rückkehr gerechnet. Pavlović wurde am Mittwoch in der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Hinzu kommt die krankheitsbedingte Abwesenheit von Cheftrainer Vincent Kompany. Der Belgier musste nach einem gesundheitlichen Zwischenfall im Krankenhaus behandelt werden. Eberl bestätigte am Mittwoch vor dem Pokalspiel in der ARD, dass Kompany die Klinik wieder verlassen konnte.
Wann der Cheftrainer an die Seitenlinie zurückkehrt, steht weiterhin nicht fest. Bislang übernahm Co-Trainer Aaron Danks mit dem übrigen Trainerteam die Betreuung der Mannschaft. Auch beim Pokalspiel gegen Magdeburg trug er die Verantwortung an der Seitenlinie.
Das nächste Pflichtspiel des FC Bayern findet am Samstag, 31. Oktober 2026, statt. Um 18.30 Uhr empfängt der deutsche Rekordmeister Borussia Dortmund in der Allianz Arena.
Die Begegnung ist auch wegen der Tabellenkonstellation von besonderer Bedeutung. Bayern geht als Tabellenführer in den achten Spieltag, Dortmund folgt punktgleich auf dem zweiten Platz. Die Münchner liegen aufgrund des besseren Torverhältnisses vorne.
Nur drei Tage später steht für den FC Bayern zudem das nächste Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid auf dem Programm. Damit folgen auf das Pokalspiel gegen Magdeburg zwei weitere anspruchsvolle Begegnungen innerhalb weniger Tage.
Ob Kimmich bereits beim Bundesliga-Duell gegen Dortmund wieder zum Kader gehört, hängt von seiner tatsächlichen Rückkehr zur Mannschaft ab. Eberl hat deutlich gemacht, dass der Verein dem Nationalspieler hierfür keinen festen Zeitrahmen vorgibt.
Offiziell bestätigt bleibt damit die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. Eine Entscheidung über Kimmichs Einsatz am Samstag liegt noch nicht vor.
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