Schwache Stapleraufträge zwingen Kion zu neuen Geschäftszielen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Frankfurter Gabelstaplerhersteller Kion muss seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr zurückschrauben. Weil sich die Nachfrage im wichtigen Geschäft mit Flurförderzeugen schwächer entwickelt als geplant, hat der Konzern am Mittwoch, 14. Oktober 2026, seine Umsatz- und Gewinnprognose gesenkt. Auch ein ursprünglich für 2027 angestrebtes Rentabilitätsziel verschiebt sich. Die Kion-Aktie reagierte mit deutlichen Kursschwankungen.

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Kion senkt Prognose für Umsatz und Gewinn

Die Kion Group erwartet für 2026 nun einen Konzernumsatz zwischen 11,45 und 11,75 Milliarden Euro. Bisher hatte das Unternehmen mit 11,525 bis 12,025 Milliarden Euro gerechnet. Deutlicher fällt die Korrektur beim operativen Ergebnis aus. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern, kurz EBIT, soll nur noch zwischen 815 und 875 Millionen Euro erreichen. Zuvor waren 880 bis 980 Millionen Euro vorgesehen.

Damit reduziert sich der Mittelwert der erwarteten operativen Gewinnspanne um 85 Millionen Euro. Auch beim freien Mittelzufluss, dem Free Cashflow, wird Kion vorsichtiger. Die Prognose sinkt von bisher 420 bis 540 Millionen Euro auf 400 bis 500 Millionen Euro.

Gabelstaplergeschäft entwickelt sich schwächer als geplant

Hauptgrund für die niedrigeren Erwartungen ist die Entwicklung im Geschäftsbereich Industrial Trucks & Services. Dazu gehören Gabelstapler, Lagertechnikgeräte und damit verbundene Dienstleistungen. Der Auftragseingang blieb im dritten Quartal hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück.

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Für diesen Geschäftsbereich rechnet Kion 2026 deshalb nur noch mit einem Umsatz zwischen 8,1 und 8,3 Milliarden Euro. Bisher waren 8,2 bis 8,5 Milliarden Euro vorgesehen. Die erwartete bereinigte operative Gewinnspanne fällt von 765 bis 835 Millionen Euro auf 690 bis 740 Millionen Euro.

Der Konzern ist unter anderem mit den Marken Linde Material Handling, STILL und Baoli international vertreten. Seine Produkte werden in Industrieunternehmen, Logistikzentren und Warenlagern eingesetzt.

Vorläufige Quartalszahlen bleiben hinter Gewinnerwartungen zurück

Die ersten Eckdaten für das dritte Quartal zeigen, dass Kion beim Umsatz weitgehend im Rahmen der Erwartungen liegt, beim Ergebnis jedoch schwächer abschneidet.

Der Konzern rechnet für die Monate Juli bis September mit Erlösen von rund 2,835 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT dürfte etwa 203 Millionen Euro erreichen. Analysten hatten laut dem von Kion genannten Konsens von Vara Research mit 211 Millionen Euro gerechnet.

Im Staplergeschäft erwartet das Unternehmen einen Quartalsumsatz von rund 1,955 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 163 Millionen Euro. Die Markterwartung für das operative Ergebnis lag bei 175 Millionen Euro.

Besser entwickelt sich der Bereich Intelligent Automation Solutions, zu dem automatisierte Lagerlösungen und Logistiksysteme gehören. Hier rechnet Kion mit etwa 890 Millionen Euro Umsatz und 66 Millionen Euro bereinigtem EBIT. Beide Werte entsprechen den Markterwartungen.

Rentabilitätsziel verschiebt sich über 2027 hinaus

Die schwächeren Geschäftsaussichten wirken sich auch auf die mittelfristige Unternehmensplanung aus. Kion wollte ursprünglich bis 2027 eine zweistellige bereinigte EBIT-Marge auf Konzernebene sowie in beiden operativen Geschäftsbereichen erreichen.

Dieses Ziel hält der Vorstand innerhalb des bisherigen Zeitplans nicht mehr für erreichbar. Nach der aktuellen Einschätzung soll die angestrebte Rentabilität erst nach 2027 erzielt werden. Einen neuen konkreten Zieltermin nannte das Unternehmen nicht.

Die Anpassung zeigt, dass die gedämpfte Nachfrage im Staplergeschäft nicht nur die kurzfristigen Gewinnerwartungen belastet, sondern auch die längerfristige Ergebnisplanung beeinflusst.

Kion-Aktie schwankt nach Prognosesenkung deutlich

An der Börse reagierte die Kion-Aktie am Mittwoch mit einem wechselhaften Kursverlauf auf die gesenkten Geschäftserwartungen. Das Kursportal Investing.com wies für den Xetra-Handel um 10:38 Uhr einen Kurs von 33,56 Euro aus. Das entsprach einem Minus von 2,16 Prozent gegenüber dem Vortag.

Die Nachrichtenagentur dpa-AFX beschrieb in ihrer Meldung von 10:57 Uhr ebenfalls zunächst deutliche Kursverluste. Anschließend habe sich die Aktie jedoch erholt und zum Zeitpunkt der Meldung wieder klar im Plus notiert. Die unterschiedlichen Momentaufnahmen zeigen, dass die Kursreaktion im Verlauf des Vormittags erheblich schwankte.

Schon vor der neuen Prognose hatte Kion auf eine schleppende Geschäftsentwicklung hingewiesen. Die Aktie hatte im bisherigen Jahresverlauf erheblich an Wert verloren.

Vollständige Quartalszahlen folgen Ende Oktober

Die vollständigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal will Kion am 29. Oktober 2026 veröffentlichen. Bis dahin beruhen die jetzt genannten Ergebnisse auf vorläufigen Berechnungen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu