
Zur Fußball-WM 2026 rechnet der Deutsche Sportwettenverband mit Wetteinsätzen von knapp einer Milliarde Euro in Deutschland. Die Prognose betrifft nach Angaben des Verbandes sowohl den regulierten Markt als auch Einsätze bei illegalen Anbietern. Der DSWV verweist darauf, dass die Weltmeisterschaft erstmals mit 48 Nationen ausgetragen wird und mehr Spiele umfasst als frühere Turniere. Große Fußballturniere gelten aus Sicht der Branche als besonders umsatzstarke Phasen. Besonders Spiele mit deutscher Beteiligung könnten demnach zu erhöhter Wettaktivität führen.
Nach Einschätzung des DSWV könnten rund 600 bis 700 Millionen Euro der erwarteten Wetteinsätze zur WM 2026 im regulierten Markt platziert werden. Weitere 300 bis 400 Millionen Euro könnten nach Verbandsprognose bei illegalen Anbietern landen. Der Verband stellt die Fußball-WM damit als zentrales Branchenereignis des Jahres dar. Zugleich macht die Prognose deutlich, dass es sich um eine interessengeleitete Einschätzung aus der Sportwettenbranche handelt. Unabhängig bestätigte endgültige Zahlen können erst nach dem Turnier vorliegen.
Der DSWV sieht weiterhin ein erhebliches Problem mit dem Schwarzmarkt. Nach Darstellung des Verbandes nutzt rund ein Drittel der Spieler zumindest teilweise auch illegale Angebote. Zudem verweist der Verband auf Daten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, wonach der Schwarzmarktumsatz zuletzt deutlich gewachsen sei. Aus Sicht des DSWV profitieren illegale Anbieter gerade bei Großereignissen von erhöhter Aufmerksamkeit. Kritisiert wird unter anderem, dass nicht lizenzierte Anbieter freier werben könnten als regulierte Unternehmen.
Ein zentraler Kritikpunkt des Verbandes ist die deutsche Regulierung. Nach Einschätzung des DSWV ist das legale Angebot im internationalen Vergleich sehr restriktiv ausgestaltet. Als Beispiel nennt der Verband bestimmte Live-Wetten, die in Deutschland nicht erlaubt seien. Dadurch könnten Spieler aus Sicht der Branche eher zu illegalen Angeboten wechseln. Die Bewertung stammt jedoch vom Interessenverband der Sportwettenanbieter. Der gesetzgeberische Hintergrund liegt im Schutz der Spieler und in der Begrenzung besonders riskanter Wettformen.
Der DSWV empfiehlt, Wetten zur Fußball-WM 2026 ausschließlich bei legalen, staatlich erlaubten Anbietern abzugeben. Der Verband verweist dabei auf Auszahlungssicherheit und Spielerschutzmaßnahmen. Dazu zählen nach seinen Angaben auch Systeme zur Früherkennung auffälligen Spielverhaltens. Welche Anbieter in Deutschland zugelassen sind, führt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder auf ihrer offiziellen Whitelist. Für Verbraucher bleibt damit entscheidend, vor einer Wette zu prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich über eine gültige deutsche Erlaubnis verfügt.
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