
In Köln-Niehl läuft seit Dienstagvormittag ein größerer Polizeieinsatz, nachdem Zeugen mögliche Schüsse aus einer Dachgeschosswohnung an der Erlenhofstraße gemeldet hatten. Nach Angaben der Polizei soll ein Mann gegen 10.20 Uhr aus der Wohnung in die Luft geschossen haben. Die Erlenhofstraße und umliegende Zufahrten wurden daraufhin gesperrt. Die Polizei forderte Verkehrsteilnehmer und Passanten auf, den Bereich großräumig zu meiden.
Die Polizei Köln bestätigte gegen 12.30 Uhr, dass sie mit einer Vielzahl von Einsatzkräften in dem Stadtteil im Norden Kölns vor Ort sei. Ausgangspunkt des Einsatzes waren Zeugenaussagen über Schüsse aus einer Dachgeschosswohnung. Ob tatsächlich mit einer scharfen Schusswaffe geschossen wurde, war zunächst nicht abschließend bestätigt. Die Angaben zum Geschehen beruhten zu diesem Zeitpunkt auf den Aussagen von Zeugen.
Nach den bisher veröffentlichten Angaben soll ein Mann gegen 10.20 Uhr aus der betreffenden Wohnung in die Luft geschossen haben. Weitere gesicherte Angaben zum Ablauf lagen zunächst nicht vor. Insbesondere war offen, wie viele Schüsse möglicherweise abgegeben wurden und ob die Einsatzkräfte bereits direkten Kontakt zu der betreffenden Person hatten.
Neben regulären Polizeikräften waren auch Spezialkräfte vor Ort. Gegenüber Radio Köln erklärte ein Polizeisprecher, eine Gefährdungslage könne zunächst nicht ausgeschlossen werden. Deshalb seien Spezialkräfte hinzugezogen worden. Eine amtliche Bestätigung, dass es sich dabei konkret um ein Spezialeinsatzkommando, kurz SEK, handelt, lag zunächst nicht vor. Die erste offizielle Mitteilung der Polizei sprach lediglich von einer Vielzahl von Einsatzkräften.
Die Polizei sperrte die Erlenhofstraße sowie umliegende Zufahrtsstraßen. Verkehrsteilnehmer und Passanten sollten den Bereich großräumig meiden beziehungsweise umfahren. Für Medienvertreter richtete die Polizei eine Anlaufstelle im Bereich Sebastianstraße und Graditzer Straße ein. Parallel wurden Zeugen befragt, um die Ereignisse in und an der Dachgeschosswohnung genauer zu klären.
Hinweise auf verletzte Personen lagen am frühen Nachmittag zunächst nicht vor. Das bestätigte die Polizei gegenüber Radio Köln. Ob sich zum Zeitpunkt des gemeldeten Vorfalls weitere Menschen in der Wohnung oder unmittelbar in deren Umfeld befanden, war zunächst nicht bekannt.
Auch zu möglichen Sachschäden gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Ebenso war offen, ob die Polizei vor Ort bereits eine Schusswaffe gefunden oder sichergestellt hatte. Eine entsprechende Mitteilung der Polizei lag zunächst nicht vor. Die genauen Hintergründe des Geschehens blieben damit offen.
Wegen des laufenden Einsatzes blieb der Bereich rund um die Erlenhofstraße zunächst abgesperrt. Die Polizei bat Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sowie Fußgänger ausdrücklich, den Einsatzbereich nicht aufzusuchen und nach Möglichkeit großräumig auszuweichen.
Belastbare Angaben dazu, wann die Erlenhofstraße und die umliegenden Zufahrten wieder freigegeben werden können, lagen zunächst nicht vor. Auch eine Einschätzung zur weiteren Dauer des Einsatzes hatte die Polizei bis zum frühen Dienstagnachmittag nicht veröffentlicht. Der WDR berichtete um 12.44 Uhr weiterhin von einem laufenden Einsatz mit zahlreichen Polizeikräften.
Zum möglichen Motiv oder zu persönlichen Hintergründen des Mannes gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Ebenfalls nicht bestätigt war, ob gegen eine bestimmte Person bereits wegen eines konkreten Straftatbestands ermittelt wird. Auch war zunächst offen, ob die gemeldeten Schüsse inzwischen durch Spuren oder andere Feststellungen der Einsatzkräfte bestätigt werden konnten.
Damit konzentrierte sich der Einsatz am frühen Dienstagnachmittag weiterhin auf die Sicherung des Bereichs und die Klärung der Ereignisse. Bestätigt waren zu diesem Zeitpunkt die Meldungen von Zeugen über mögliche Schüsse aus einer Dachgeschosswohnung, der umfangreiche Polizeieinsatz, die Anwesenheit von Spezialkräften sowie die Sperrung der Erlenhofstraße und der angrenzenden Zufahrten. Hinweise auf Verletzte gab es zunächst nicht.
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