Private Sammlung wird in Stade zum öffentlichen Kunstgut

Das Bild zeigt eine Lupe, die etwas sucht und symbolisiert eine Internetsuche
Symbolbild mit KI erstellt

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Das Kunsthaus Stade öffnet am 13. Juni 2026 wieder seine Türen und zeigt mit „Gekommen, um zu bleiben“ eine umfangreiche Ausstellung zur Sammlung Siegel. Im Mittelpunkt stehen mehr als 100 Werke der Kunst des 20. Jahrhunderts, die über Jahrzehnte zusammengetragen wurden und nun dauerhaft als öffentlich zugängliches Kulturgut in Stade verankert werden. Die Schau läuft nach Angaben der Museen Stade bis zum 1. November 2026.

Ausstellung beginnt nach Umbauphase im Kunsthaus

Mit der neuen Präsentation meldet sich das Kunsthaus Stade nach einer Umbauphase zurück. Die Ausstellung trägt den Titel „Gekommen, um zu bleiben! Die Sammlung Siegel in Stade“ und stellt eine private Sammlung in den Mittelpunkt, die nun eine neue öffentliche Rolle erhält. Gezeigt werden Arbeiten, die den Zugang zur klassischen Moderne über mehrere Jahrzehnte Kunstgeschichte ermöglichen. Das Haus ordnet die Werke in einen Zeitraum von rund 60 Jahren ein. Damit geht es nicht nur um einzelne bekannte Namen, sondern um Entwicklungslinien der Moderne, um künstlerische Aufbrüche und um die Frage, wie private Sammelleidenschaft in ein öffentliches Museum übergehen kann.

Sammlung wurde über Jahrzehnte aufgebaut

Die Sammlung Siegel geht auf Arnd und Erika Siegel zurück, die seit den frühen 1980er-Jahren Kunstwerke zusammentrugen. Arnd Siegel, ein Stader Arzt und Sammler, starb 2025. Über private Details hinaus steht nun vor allem das kulturelle Ergebnis dieses jahrzehntelangen Sammelns im Vordergrund. Die Museen Stade beschreiben die Sammlung als gewachsene Auswahl, die von einem verantwortungsvollen Umgang mit Kunst geprägt sei. Bereits 2010 war sie im Kunsthaus Stade unter dem Titel „Dialog mit der Moderne“ zu sehen. Seither wurde sie weiterentwickelt und wird nun in abgeschlossener Form vorgestellt.

Klassische Moderne von Expressionismus bis Abstraktion

Inhaltlich führt die Kunsthaus Stade Sammlung Siegel durch zentrale Strömungen der klassischen Moderne. Dazu gehören Expressionismus, Bauhaus, Surrealismus und Abstraktion. Das Kunsthaus nennt unter anderem Arbeiten von Mary Cassatt, Max Ernst, Lyonel Feininger, George Grosz, Horst Janssen, Paul Klee, Otto Müller, Franz Marc, Edvard Munch, Emil Nolde, Christian Rohlfs und Karl Schmidt-Rottluff. Auf der Ausstellungsseite werden zudem Werke von Alexej von Jawlensky, Joan Miró und Marc Chagall hervorgehoben. Die Schau macht damit deutlich, wie breit die Sammlung angelegt ist. Sie zeigt Kunst nicht als starre Abfolge berühmter Namen, sondern als vielstimmige Entwicklung moderner Bildsprachen.

Dauerleihgabe stärkt Stade als Museumsstandort

Mit der Übergabe an die Hansestadt Stade und den Museumsverein Stade beginnt für die Sammlung eine neue Phase. Die Werke bleiben nicht länger ausschließlich Teil eines privaten Zusammenhangs, sondern werden dauerhaft öffentlich zugänglich. Gerade für kleinere und mittlere Museumsstandorte ist eine solche Dauerleihgabe bedeutsam. Sie kann ein Haus überregional profilieren, ohne dass es selbst über die Ankaufsmittel großer Metropolenmuseen verfügen muss. Zugleich zeigt der Fall Stade, wie private Sammlungen nach dem Tod ihrer Besitzer in eine öffentliche Verantwortung überführt werden können.

Begleitprogramm richtet sich an breites Publikum

Das Kunsthaus Stade verbindet die Ausstellung mit einem Begleitprogramm. Vorgesehen sind unter anderem Führungen, Werkstattgespräche, restauratorische Einblicke, dialogische Formate sowie Angebote für Schulen und Familien. Damit soll die Sammlung nicht nur als kunsthistorisches Schaufenster präsentiert werden. Sie soll auch Gesprächsanlass sein. Im Zentrum steht die Frage, wie Kunst bewahrt, vermittelt und in die Gegenwart übersetzt werden kann.

Öffnungszeiten und Besuchsinformationen

Die Ausstellung „Gekommen, um zu bleiben! Die Sammlung Siegel in Stade“ ist vom 13. Juni bis zum 1. November 2026 im Kunsthaus Stade zu sehen. Das Haus befindet sich am Wasser West 7 in Stade. Geöffnet ist dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Öffentliche Ausstellungsrundgänge sind sonntags um 15 Uhr geplant, After-Work-Führungen mittwochs um 17.30 Uhr. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

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