
Im Insolvenzverfahren der Laura Privatstiftung ist am Landesgericht Innsbruck ein erster wichtiger Schritt erfolgt. Bei der Prüfungstagsatzung wurden von rund 1,7 Milliarden Euro angemeldeten Forderungen zunächst nur 32,7 Millionen Euro anerkannt. Betroffen waren nach Angaben aus dem Verfahren sechs von insgesamt 32 Gläubigern. Die anerkannten Ansprüche sollen unter anderem Banken und Darlehensgeber betreffen.
Die bisher anerkannte Summe dürfte nicht das endgültige Bild des Verfahrens zeigen. Nach APA-Informationen könnten in den kommenden Tagen weitere Forderungen von Gesellschaften hinzukommen, die mit der Laura Privatstiftung verbunden sind. Auch Forderungen aus internationalen Schiedsverfahren wurden zunächst nicht vollständig berücksichtigt. Damit bleibt offen, wie hoch die letztlich festgestellte Forderungssumme ausfallen wird.
Die Laura Privatstiftung wurde von René Benko und seiner Mutter Ingeborg Benko gegründet. Das Insolvenzverfahren war im März 2026 eröffnet worden. Hintergrund waren unter anderem Schiedssprüche des International Court of Arbitration in Genf, aus denen Zahlungsverpflichtungen von mehr als 900 Millionen Euro resultieren sollen. Ein erheblicher Teil betrifft Forderungen aus Abu Dhabi.
Gläubigerschützer bewerten das Verfahren als außergewöhnlich komplex. Der KSV1870 verweist auf zahlreiche Beteiligungen und eine weit verzweigte Struktur im In- und Ausland. Welche Vermögenswerte tatsächlich verwertbar sind, blieb zunächst offen. Eine unabhängige Bestätigung für den endgültigen wirtschaftlichen Wert der Stiftung lag zunächst nicht vor.
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