
Verteidigungsminister Boris Pistorius bleibt im aktuellen INSA-Politikerranking der beliebteste Politiker Deutschlands. Der SPD-Politiker erreicht 5,0 Punkte und verteidigt damit den ersten Platz. Dahinter folgen Cem Özdemir von den Grünen mit 4,4 Punkten und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst von der CDU mit 4,1 Punkten.
Das Ranking bildet Durchschnittsbewertungen von Befragten ab, die die jeweiligen Politikerinnen und Politiker benotet haben. Die Skala reicht von 0 für sehr schlecht bis 10 für sehr gut. Umfragewerte dieser Art zeigen Stimmungen zu einem bestimmten Zeitpunkt, ersetzen aber keine Wahlprognose.
Die auffälligste Bewegung gibt es bei AfD-Chefin Alice Weidel. Sie verbessert sich laut dem Ranking von Platz acht auf Platz vier und erreicht 4,0 Punkte. Damit liegt sie vor CSU-Chef Markus Söder, der mit 3,9 Punkten auf Rang fünf kommt.
Der Anstieg hängt vor allem mit starken Bewertungen im eigenen politischen Lager zusammen. Bei Anhängern anderer Parteien fällt die Bewertung deutlich schwächer aus. Das zeigt, wie stark die Popularitätswerte einzelner Politiker inzwischen von parteipolitischen Bindungen geprägt sind.
Für die Union fällt das Ergebnis besonders unangenehm aus. Mehrere CDU-Politiker liegen im unteren Bereich des Rankings. Jens Spahn erreicht 2,8 Punkte und steht auf Rang 19. Bundeskanzler Friedrich Merz kommt auf 2,7 Punkte und bleibt damit Schlusslicht.
Die Werte treffen die Union in einer Phase schwacher Umfragewerte. Im aktuellen INSA-Meinungstrend vom 18. Mai 2026 liegt die AfD bei 29 Prozent, CDU und CSU zusammen bei 22 Prozent. Die SPD kommt auf 12,5 Prozent, die Grünen auf 14 Prozent und die Linke auf 10,5 Prozent.
Das Politiker-Ranking steht im Zusammenhang mit einer breiteren Unzufriedenheit in der Bevölkerung. In einer aktuellen INSA-Umfrage äußerten 84 Prozent der Befragten große oder sehr große Sorge um Deutschland. 64 Prozent waren der Ansicht, dass keine denkbare Koalition die Probleme des Landes lösen könne.
Für Kanzler Merz ist vor allem der Abstand zu anderen Spitzenpolitikern politisch relevant. In einer weiteren INSA-Erhebung wurde Boris Pistorius von 29 Prozent der Befragten als bessere Alternative genannt, wenn zentrale Reformvorhaben scheitern sollten. Markus Söder kam auf 25 Prozent, Hendrik Wüst auf 13 Prozent.
Das INSA-Politikerranking misst persönliche Bewertungen, keine Regierungsfähigkeit und keine Wahlergebnisse. Dennoch ist es ein Stimmungsindikator für die Wahrnehmung führender Politikerinnen und Politiker. Besonders auffällig ist die Kombination aus stabil hohen Werten für Pistorius, dem Aufstieg Weidels und den schwachen Bewertungen für führende Unionspolitiker.
Für die Bundesregierung verschärft das Ranking den Eindruck, dass die politische Unzufriedenheit nicht nur Parteien betrifft, sondern zunehmend auch einzelne Führungspersonen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu