Lkw-Fahrer stirbt bei schwerem Unfall auf der A3 bei Passau

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem schweren Auffahrunfall mit drei Lastwagen auf der Autobahn 3 bei Passau ist am Donnerstag ein 54 Jahre alter Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt. Die A3 musste in Fahrtrichtung Österreich für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Zwischenzeitlich bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Seit 18.20 Uhr ist die Strecke wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.

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Drei Lastwagen kollidieren kurz vor Passau-Mitte

Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Niederbayern gegen 12.15 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Passau-Mitte. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand fuhr ein 54 Jahre alter Lastwagenfahrer vermutlich ungebremst auf einen verkehrsbedingt langsam fahrenden Sattelzug auf. Durch die Wucht der Kollision wurde dieser auf einen weiteren Sattelzug geschoben.

Der 54-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Rettungskräfte und Feuerwehr waren im Einsatz, der Mann erlag jedoch noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. In den beiden weiteren Lastwagen befanden sich insgesamt drei Männer. Sie wurden laut der späteren Polizeimeldung leicht verletzt. Zu den genauen Verletzungen lagen zunächst keine weiteren gesicherten Angaben vor.

Die ersten Meldungen unmittelbar nach dem Unfall hatten noch von zwei leicht verletzten Fahrern gesprochen. Zu diesem Zeitpunkt liefen Rettungsmaßnahmen und die Bergung des eingeklemmten Fahrers noch. Die spätere Nachtragsmeldung der Polizei nennt insgesamt drei leicht verletzte weitere Beteiligte.

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A3 Richtung Österreich stundenlang vollständig gesperrt

Nach dem Zusammenstoß wurde die A3 in Fahrtrichtung Österreich ab der Anschlussstelle Passau-Nord vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde dort von der Autobahn abgeleitet. Die Polizei warnte schon kurz nach dem Unfall vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und empfahl Verkehrsteilnehmern, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Die Sperrung traf eine wichtige Verkehrsachse zwischen Deutschland und Österreich. Die A3 führt bei Passau zur österreichischen Grenze und geht dort in das österreichische Autobahnnetz über. Entsprechend wirkte sich die Blockade nicht nur auf den regionalen Verkehr rund um Passau aus, sondern auch auf den Fernverkehr in Richtung Österreich.

Am Nachmittag wuchs der Rückstau erheblich. Nach Angaben des ADAC, die unter anderem von t-online aufgegriffen wurden, erreichte der Stau zeitweise eine Länge von rund 14 Kilometern. Die Zahl beschreibt den Stand während der Sperrung und nicht mehr die Verkehrslage am Donnerstagabend nach der Freigabe.

Sperrung seit 18.20 Uhr aufgehoben

Noch am Nachmittag war die Polizei davon ausgegangen, dass die Vollsperrung bis in die frühen Abendstunden dauern würde. Diese Prognose bestätigte sich. Um 18.20 Uhr teilte die Polizei nach Angaben des regionalen Nachrichtenportals idowa mit, dass die Unfallstelle geräumt und die Sperrung aufgehoben worden sei. Seitdem ist die A3 in Richtung Österreich wieder vollständig befahrbar.

Auch andere aktuelle Verkehrsinformationen meldeten am frühen Abend die Aufhebung der Sperrung. Nach der Freigabe waren zunächst noch Verkehrsbehinderungen möglich, weil sich der über Stunden entstandene Rückstau erst abbauen musste. Eine fortbestehende Vollsperrung gegen 20 Uhr ist dagegen nicht bestätigt.

Die Bergungsarbeiten waren wegen der schweren Kollision aufwendig. Neben der Versorgung der Beteiligten mussten die beschädigten Lastwagen von der Fahrbahn entfernt und die Unfallstelle für die Ermittlungen aufgenommen werden. Genauere Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens waren zunächst nicht bekannt.

Unfallursache noch Gegenstand der Ermittlungen

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass der hintere Lastwagen vermutlich ohne vorheriges Bremsen auf den langsam fahrenden Sattelzug prallte. Warum es dazu kam, war zunächst offen. Aus der bisherigen Schilderung lässt sich insbesondere keine gesicherte Aussage darüber ableiten, weshalb der Fahrer nicht oder nicht rechtzeitig abbremste.

Auch zu möglichen technischen Ursachen oder anderen Umständen gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Die Angaben zum Ablauf beruhen auf dem derzeitigen Ermittlungsstand und können sich im Zuge der weiteren Unfalluntersuchung noch konkretisieren.

Der Unfall ereignete sich zudem in einem Bereich der A3, in dem seit Anfang August umfangreiche Fahrbahnsanierungen zwischen Passau-Nord und Pocking laufen. Die Autobahn GmbH hatte für die Arbeiten auf dem rund 14 Kilometer langen Abschnitt zeitweise Fahrstreifenreduzierungen angekündigt. Ein Zusammenhang zwischen den Bauarbeiten und dem Unfall ist bislang jedoch nicht belegt.

Mit der vollständigen Freigabe am frühen Donnerstagabend ist die unmittelbare Verkehrsbehinderung durch den Unfall beendet. Im Mittelpunkt stehen nun die weiteren Ermittlungen zum genauen Ablauf der tödlichen Kollision.

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