
Vor dem entscheidenden Auswärts-Aufstiegsspiel bei den Würzburger Kickers gibt es rund um die Tickets eine heikle Entwicklung. Der 1. FC Lok Leipzig hat seine Anhänger am Sonntag eindringlich aufgefordert, bereits gekaufte Karten für den Heimbereich in Würzburg umzubuchen. Hintergrund ist das Sicherheitskonzept der Würzburger Kickers und der Polizei. Nach Angaben von Lok Leipzig haben zahlreiche Leipziger Fans Eintrittskarten für den Heimbereich erworben. Dadurch sei die vorgesehene Fantrennung im Stadion nicht mehr zuverlässig gewährleistet.
Die Würzburger Kickers haben nach Darstellung des 1. FC Lok Leipzig eine Lösung angeboten. Bereits gekaufte Tickets im Heimbereich können demnach in den Block 4b umgebucht werden. Dieser Bereich liegt direkt neben dem Gästeblock. Lok ruft seine Fans deshalb auf, sich per E-Mail an das Ticketing der Würzburger Kickers zu wenden und die Umbuchung zu veranlassen. Erst wenn ausreichend Karten aus dem Heimbereich umgebucht werden, könne das Leipziger Auswärtskontingent vollständig ausgeschöpft werden.
Der Verein formuliert die Lage ungewöhnlich deutlich. Sollte das Angebot nicht ausreichend genutzt werden, könnte das Auswärtskontingent von 1.800 Plätzen nicht vollständig freigegeben werden. Außerdem könnten bereits gekaufte Tickets im Heimbereich durch die Würzburger Kickers storniert werden. Für betroffene Fans bestünde dann nach Angaben von Lok Leipzig kein Anspruch auf Einlass ins Stadion. Der Appell des Vereins ist deshalb auch ein Versuch, kurzfristig Ordnung in eine emotional aufgeladene Ticketlage zu bringen.
Sportlich geht es für Lok Leipzig und die Würzburger Kickers um den letzten freien Startplatz in der 3. Liga für die Saison 2026/27. Der DFB hat die Termine der beiden Aufstiegsspiele offiziell angesetzt. Das Hinspiel findet am Donnerstag, 28. Mai, um 19 Uhr im Bruno-Plache-Stadion in Leipzig statt. Das Rückspiel steigt am Montag, 1. Juni, in der AKON Arena in Würzburg und wird laut DFB bereits um 18.30 Uhr angepfiffen. Als Grund nennt der Verband bestehende Lärmschutzbestimmungen rund um das Stadion.
Die Brisanz entsteht nicht allein durch die hohe Nachfrage, sondern durch die besondere Bedeutung des Spiels. Lok Leipzig ist erneut Meister der Regionalliga Nordost geworden, muss den Aufstieg aber weiterhin über die Relegation schaffen. Schon in früheren Anläufen blieb dem Traditionsklub der Sprung in die 3. Liga verwehrt. Entsprechend groß ist der Andrang der Anhänger. Gerade deshalb wird die saubere Trennung der Fanbereiche für Veranstalter und Sicherheitsbehörden zum zentralen Punkt.
Nach Angaben von Lok Leipzig sollen weitere Informationen zum regulären Verkauf der Gästeblock-Tickets am Montag folgen. Der Verkauf ist voraussichtlich zunächst für Mitglieder und Dauerkarteninhaber vorgesehen und soll am Dienstag beginnen. Für die Fans bedeutet das: Wer bereits eine Karte im Heimbereich gekauft hat, sollte nicht auf eine spätere Klärung am Stadion hoffen, sondern die Umbuchung aktiv anstoßen. Nur so lässt sich verhindern, dass Karten storniert werden oder Teile des Gästekontingents blockiert bleiben.
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