Lufthansa-Flug nach Delhi landet wegen technischer Störung in Baku

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

Teilen:

Ein Lufthansa-Langstreckenflug von Frankfurt nach Delhi ist am Dienstagabend außerplanmäßig in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gelandet. Nach Angaben des internationalen Flughafens Heydar Aliyev hatte die Besatzung von Flug LH760 wegen einer technischen Störung eine Notlandung beantragt. Die eingesetzte Boeing 787 landete sicher. Nach der Landung berichteten Reisende über Probleme mit der Versorgung. Hinweise auf verdorbene Lebensmittel sind bislang allerdings ausschließlich aus Passagierschilderungen bekannt. Eine Lebensmittelvergiftung oder ein Zusammenhang zwischen möglichen gesundheitlichen Beschwerden und der Verpflegung ist nicht offiziell bestätigt.

Anzeige

LH760 war von Frankfurt nach Delhi unterwegs

Bei der Lufthansa-Notlandung in Baku handelte es sich um den regulären Flug LH760 von Frankfurt am Main nach Delhi. Lufthansa führt die Verbindung derzeit täglich im Flugplan. Planmäßiger Abflug in Frankfurt ist um 13.20 Uhr, die vorgesehene Flugzeit beträgt gut acht Stunden. Für den betroffenen Flug am 25. August war eine Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen D-ABPH eingesetzt. Flugdaten bestätigen, dass die Maschine ihr eigentliches Ziel Delhi nicht erreichte und stattdessen nach Baku umgeleitet wurde.

Der Flughafen Baku bestätigte, dass der Kapitän wegen einer technischen Störung an Bord die außerplanmäßige Landung beantragte. Die Boeing setzte am 25. August um 23.26 Uhr Ortszeit in Baku auf. Das entspricht 21.26 Uhr deutscher Sommerzeit. Nach Angaben des Flughafens verlief die Landung sicher. Die zuständigen Dienste seien eingesetzt worden, um die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung zu gewährleisten.

Welche technische Komponente die Probleme verursachte, teilte der Flughafen nicht mit. Aus veröffentlichten Betriebsdaten und technischen Nachrichten ergeben sich Hinweise auf Auffälligkeiten bei Navigationssystemen. Daraus lässt sich jedoch nicht sicher ableiten, welcher Defekt letztlich den Ausschlag für die Landung in Baku gab. Bestätigt ist lediglich eine technische Störung als Grund für die Entscheidung der Crew.

Anzeige

Berichte über verdorbenes Essen nach der Landung

Nach dem Aufsetzen rückte die Versorgung der Reisenden in den Mittelpunkt. Das auf Luftfahrtzwischenfälle spezialisierte Portal Aviation Herald berichtete unter Berufung auf Passagiere, dass die Maschine auch etwa 24 Stunden nach der Landung noch in Baku gestanden habe. Reisende hätten sich über mangelnde Informationen, wenig Wasser sowie Lebensmittel beschwert, die sie als verdorben oder nicht essbar beschrieben hätten. Auch Schwierigkeiten beim Kontakt mit Lufthansa wurden von Passagieren geschildert. Diese Angaben stammen von Reisenden und wurden von den Behörden in Baku nicht bestätigt.

Für eine medizinisch bestätigte Lebensmittelvergiftung gibt es bislang keinen Beleg. Ebenso lagen zunächst keine behördlichen Angaben darüber vor, wie viele Menschen gesundheitliche Beschwerden hatten, welche Symptome auftraten oder ob Lebensmittel untersucht wurden. Der Zusammenhang zwischen möglichen Beschwerden und der Verpflegung ist deshalb nicht nachgewiesen.

Auch von Lufthansa waren zunächst keine veröffentlichten Angaben bekannt, die eine gesundheitliche Gefährdung durch die ausgegebenen Lebensmittel bestätigen. Die technischen und organisatorischen Meldungen aus dem Flugbetrieb zeigen lediglich, dass nach der Umleitung Maßnahmen zur Betreuung der Passagiere vorbereitet wurden. Daraus lässt sich keine Aussage zur Qualität der Verpflegung ableiten.

Zahl der Passagiere zunächst nicht offiziell genannt

Wie viele Menschen sich auf LH760 befanden, blieb zunächst offen. Weder die Mitteilung des Flughafens Baku noch die dort verbreiteten offiziellen Angaben nannten eine konkrete Passagierzahl. Öffentlich verfügbare Daten zum eingesetzten Flugzeugtyp können zwar dessen mögliche Sitzplatzkapazität zeigen, sind aber kein Nachweis dafür, wie viele Plätze auf diesem einzelnen Flug tatsächlich belegt waren. Eine konkrete Zahl sollte deshalb nicht mit der Zahl der Reisenden gleichgesetzt werden.

Bestätigt ist dagegen der Flugzeugtyp. Bei D-ABPH handelt es sich um eine Boeing 787-9. Flugverfolgungsdienste weisen die Maschine für LH760 am 25. August aus und kennzeichnen den Flug als nach Baku umgeleitet.

Baku dient regelmäßig als Ausweichflughafen

Baku liegt an wichtigen Flugrouten zwischen Europa und Asien und kann bei technischen, medizinischen oder wetterbedingten Zwischenfällen als Ausweichflughafen genutzt werden. Der Heydar Aliyev International Airport verwies nach der Landung von LH760 darauf, für umgeleitete und Transitflüge entsprechende Infrastruktur vorzuhalten.

Für die Bewertung des aktuellen Vorfalls sind zwei voneinander getrennte Vorgänge entscheidend. Die außerplanmäßige Landung wegen eines technischen Problems ist offiziell bestätigt. Die später erhobenen Beschwerden über die Versorgung beruhen dagegen bislang auf Angaben von Passagieren. Eine behördlich festgestellte Erkrankungswelle, eine bestätigte Lebensmittelvergiftung oder ein nachgewiesener Zusammenhang mit ausgegebener Verpflegung war am Donnerstagmorgen nicht bekannt.

Damit bleibt der technische Zwischenfall der gesicherte Nachrichtenkern. Die Boeing 787 erreichte Baku sicher, Verletzte im Zusammenhang mit der Landung wurden nicht gemeldet. Die genaue technische Ursache sowie Umfang und Hintergrund möglicher gesundheitlicher Beschwerden nach dem Zwischenstopp waren zunächst nicht geklärt.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu