Luis Díaz fällt aus: FC Bayern muss Offensive umstellen

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Der FC Bayern München muss vorerst ohne Luis Díaz auskommen. Der kolumbianische Nationalspieler hat sich beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal am Mittwochabend (21. Oktober 2026) einen Muskelbündelriss zugezogen. Das bestätigte der deutsche Rekordmeister am Donnerstag nach medizinischen Untersuchungen. Wie lange der 29-jährige Offensivspieler fehlen wird, ließ der Verein zunächst offen. Die Diagnose fällt damit ernster aus, als Trainer Vincent Kompany unmittelbar nach der Partie gehofft hatte.

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FC Bayern bestätigt Muskelbündelriss bei Luis Díaz

Die medizinische Abteilung des FC Bayern stellte bei Díaz einen kleinen Muskelbündelriss an der linken Oberschenkelrückseite fest. Der Verein veröffentlichte die Diagnose am Donnerstagnachmittag und bestätigte, dass der Angreifer zunächst nicht zur Verfügung stehen wird.

Einen konkreten Zeitpunkt für seine Rückkehr ins Mannschaftstraining oder den Spielbetrieb nannte der Club nicht. Damit ist zwar die Art der Verletzung geklärt, die genaue Dauer der Zwangspause jedoch weiterhin offen.

Die Verletzung von Luis Díaz ereignete sich beim 2:2 gegen den englischen Spitzenclub Arsenal in der Allianz Arena. Der Kolumbianer hatte zunächst auf der Ersatzbank gesessen, weil er bereits vor der Begegnung mit muskulären Beschwerden zu kämpfen hatte.

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Kompany brachte ihn in der 68. Minute für Ismael Saibari ins Spiel. Doch der Einsatz endete vorzeitig. In der 90. Minute musste Díaz erneut ausgewechselt werden. Für ihn kam Bara Sapoko Ndiaye auf den Platz. Damit war der Offensivspieler lediglich rund 22 Minuten im Einsatz.

Kompany hatte zunächst auf kurze Pause gehofft

Unmittelbar nach dem Champions-League-Spiel hatten die Verantwortlichen des FC Bayern die Beschwerden noch zurückhaltender eingeschätzt.

Trainer Vincent Kompany äußerte in der Pressekonferenz die Hoffnung, dass Díaz und der ebenfalls angeschlagen ausgewechselte Innenverteidiger Minjae Kim möglicherweise weniger als eine Woche fehlen könnten. Schwerwiegende Verletzungen hielt der Belgier zu diesem Zeitpunkt für unwahrscheinlich.

Auch Sportvorstand Max Eberl verwies nach der Begegnung darauf, dass Díaz bereits vorher muskuläre Probleme gehabt und während seines Einsatzes erneut Beschwerden verspürt habe. Die Verantwortlichen gingen zunächst nicht von einer gravierenden Verletzung aus.

Die Untersuchung am Donnerstag brachte anschließend die Diagnose des Muskelbündelrisses. Die vorläufigen Einschätzungen nach dem Spiel waren damit überholt. Eine neue zeitliche Prognose veröffentlichte der FC Bayern allerdings nicht.

Bereits vor dem Anpfiff hatte Kompany die Entscheidung, Díaz zunächst auf der Bank zu lassen, mit der hohen Belastung und den kurzen Erholungsphasen zwischen den Spielen erklärt.

Díaz hatte gegen Leipzig drei Tore erzielt

Der Ausfall trifft den FC Bayern zu einem Zeitpunkt, an dem sich Díaz zuletzt besonders treffsicher gezeigt hatte. Beim 6:1-Heimsieg gegen RB Leipzig am 17. Oktober erzielte der Kolumbianer drei Treffer und bereitete ein weiteres Tor vor.

Nach den ersten sechs Bundesliga-Spieltagen der Saison 2026/27 standen für Díaz vier Tore und eine Vorlage in sechs Einsätzen zu Buche. Beim Erfolg gegen Leipzig war er damit an vier der sechs Münchner Treffer unmittelbar beteiligt.

Seine Bedeutung für die Mannschaft geht allerdings über die Torstatistik hinaus. Díaz wird überwiegend auf der linken offensiven Außenbahn eingesetzt. Dort bringt er seine Schnelligkeit, seine Dribbelstärke und seine Erfahrung aus dem internationalen Spitzenfußball ein.

Der 29-Jährige gehört seit dem Sommer 2025 zum Kader des FC Bayern. Am 30. Juli 2025 verpflichteten ihn die Münchner vom englischen Meister FC Liverpool. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2029.

Die Nachrichtenagentur Reuters bezifferte die Ablöse damals auf rund 75 Millionen Euro. Eine offizielle Bestätigung dieser Summe veröffentlichte der FC Bayern nicht.

Vor seinem Wechsel nach München hatte Díaz beim FC Liverpool gespielt, mit dem er unter anderem die englische Meisterschaft gewann. Zuvor stand er beim portugiesischen Spitzenclub FC Porto unter Vertrag.

Weitere personelle Probleme beim FC Bayern

Mit der Verletzung von Díaz vergrößern sich die personellen Herausforderungen für Trainer Vincent Kompany. In der Offensive fehlt weiterhin Jamal Musiala, der sich Ende September bei der deutschen Nationalmannschaft einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen hatte.

Der 23-Jährige arbeitete zuletzt individuell an seinem Comeback. Beim Champions-League-Spiel gegen Arsenal stand Musiala noch nicht wieder zur Verfügung. Ein gesicherter Termin für seine Rückkehr war zunächst nicht bekannt.

Hinzu kommen die Beschwerden von Innenverteidiger Minjae Kim. Der Südkoreaner musste gegen Arsenal bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden. Für ihn kam Jonathan Tah ins Spiel. Eine neue medizinische Diagnose zu Kim veröffentlichte der FC Bayern im Zusammenhang mit der Díaz-Mitteilung nicht.

Michael Olise hatte gegen Arsenal ebenfalls gefehlt. Bei ihm handelte es sich allerdings um eine Sperre und nicht um einen verletzungsbedingten Ausfall. Auch Joshua Kimmich stand für die Begegnung nicht zur Verfügung, war jedoch nicht aufgrund einer Verletzung ausgefallen.

Für die Offensive verfügt Kompany weiterhin über mehrere Möglichkeiten. Serge Gnabry und Michael Olise gehören zum Kreis der verfügbaren Flügelspieler. Auch Lennart Karl wurde gegen Arsenal eingewechselt. Alphonso Davies hatte in dieser Begegnung bereits auf der linken offensiven Außenbahn begonnen.

Welche personellen Veränderungen Kompany für die kommenden Begegnungen vornehmen wird, war am Donnerstag noch offen.

Mehrere Pflichtspiele stehen unmittelbar bevor

Der FC Bayern hat bis zur nächsten Länderspielpause einen eng getakteten Spielplan. Bereits am Sonntag, 25. Oktober, gastieren die Münchner um 17.30 Uhr beim SC Freiburg.

Am Mittwoch, 28. Oktober, folgt um 20.45 Uhr das Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Drei Tage später, am Samstag, 31. Oktober, empfängt der FC Bayern um 18.30 Uhr Borussia Dortmund.

Auch international stehen weitere Aufgaben an. Am Dienstag, 3. November, treffen die Münchner in der Champions League auswärts auf Atlético Madrid. Anschließend folgt am 7. November das Bundesligaspiel beim 1. FSV Mainz 05.

Ob Díaz bei einer dieser Begegnungen wieder eingesetzt werden kann, ist angesichts der bestätigten Muskelverletzung zunächst ungewiss. Eine Freigabe für einen bestimmten Termin liegt nicht vor.

Nach der Länderspielpause steht am 20. November das Heimspiel gegen den 1. FC Köln auf dem Programm.

Diagnose verändert die Personalplanung

Für den FC Bayern bedeutet der Muskelbündelriss, dass die linke Offensivposition zunächst ohne Díaz besetzt werden muss. Gerade dort hatte der Kolumbianer nach seinem Wechsel aus Liverpool eine wichtige Rolle übernommen.

Seine Leistungen gegen Leipzig hatten zuletzt unterstrichen, welchen Einfluss er auf das Angriffsspiel der Münchner nehmen kann. Zugleich hatte die Begegnung gegen Arsenal gezeigt, dass Kompany bereits vor der diagnostizierten Verletzung mit der körperlichen Belastung seines Offensivspielers umgehen musste.

Der FC Bayern muss seine nächsten Pflichtspiele damit zunächst ohne einen seiner erfahrensten Außenstürmer planen. Wie lange diese Situation anhält und wann Díaz sein Comeback geben kann, ist weiterhin nicht geklärt.

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