
Der FC Carl Zeiss Jena hat die Trainerfrage für die kommende Saison geklärt. Marco Grote übernimmt beim Regionalligisten das Amt des Cheftrainers und soll die Mannschaft nach der Sommerpause erstmals am 17. Juni auf dem Trainingsplatz führen. Der 53-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2028. Damit geht der Traditionsverein aus Thüringen mit einem Trainer in die neue Spielzeit, der lange im Nachwuchsbereich gearbeitet hat und zugleich Erfahrungen im Profifußball mitbringt.
Mit Marco Grote hat der FC Carl Zeiss Jena einen Trainer verpflichtet, dessen Laufbahn vor allem durch die Arbeit mit jungen Spielern geprägt ist. Der gebürtige Bremer war über viele Jahre in Nachwuchsleistungszentren tätig und arbeitete unter anderem für Werder Bremen, den Hamburger SV und den 1. FC Union Berlin. In Jena erhält er nun einen Zwei-Jahresvertrag bis Sommer 2028. Sein erstes Training als verantwortlicher Cheftrainer ist für den 17. Juni vorgesehen, wenn die Regionalliga-Mannschaft aus der Sommerpause zurückkehrt.
Grote folgt auf Volkan Uluc, dessen Zeit beim FC Carl Zeiss Jena nach der Saison endete. Die Mannschaft hatte die Spielzeit 2025/26 in der Regionalliga Nordost als Tabellenzweiter abgeschlossen und damit den Aufstieg verpasst. Jena kam wie Meister 1. FC Lok Leipzig auf 72 Punkte, lag aber in der Tordifferenz zurück. Zugleich gewann der FCC den Thüringer Landespokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. Die sportliche Ausgangslage bleibt deshalb anspruchsvoll: Jena geht mit hohen Erwartungen, aber ohne Rückkehr in den Profifußball in die neue Saison.
Grote arbeitete von 2008 bis 2020 im Nachwuchsleistungszentrum von Werder Bremen. Später war er beim VfL Osnabrück, bei Apollon Smyrnis und beim 1. FC Union Berlin tätig. Bei Union trainierte er die U19 und übernahm zwischenzeitlich auch Aufgaben bei der Bundesliga-Mannschaft. Diese Mischung aus Nachwuchsentwicklung und Profierfahrung passt zu einem Verein, der sportlichen Anspruch mit wirtschaftlicher Konsolidierung verbinden will. In Jena wird Grote dabei nicht nur an Ergebnissen gemessen, sondern auch daran, wie sich die Mannschaft strukturell weiterentwickelt.
Im Trainerteam kann Grote auf bekannte Strukturen zurückgreifen. Co- und Torwarttrainer Paul Küas, Athletiktrainer Moritz Kleikamp sowie Übergangskoordinator René Lange gehören weiter zum Stab. Das gibt dem neuen Cheftrainer zum Start eine gewisse Kontinuität. Gerade in einer kurzen Sommerphase kann das wichtig sein, weil Kaderplanung, Trainingssteuerung und Vorbereitung eng ineinandergreifen. Der erste sichtbare Schritt unter Grote wird der Trainingsauftakt Mitte Juni sein. Danach folgen Vorbereitungsspiele und die konkrete Ausrichtung auf die neue Regionalliga-Saison.
Der FC Carl Zeiss Jena zählt zu den bekanntesten Vereinen der Regionalliga Nordost. Der Klub war früher im europäischen Wettbewerb vertreten, spielte lange im höherklassigen Fußball und arbeitet seit Jahren an der Rückkehr in den Profibereich. Die vergangene Saison hat gezeigt, dass Jena sportlich zur Spitzengruppe gehört. Gleichzeitig bleibt die Regionalliga Nordost eine schwierige Liga, weil nur der Meister eine realistische Aufstiegsperspektive erhält. Für Grote beginnt die Aufgabe deshalb mit einer klaren Herausforderung: Er muss sportlichen Anspruch, Kaderentwicklung und Stabilität miteinander verbinden.
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