
Miley Cyrus hat mit ihrem neuen Album „Bass Persuades“ einen ungewöhnlichen Rekord in den US-Albumcharts aufgestellt. Das zehnte Studioalbum der Sängerin war in der Billboard-200-Ausgabe vom 3. Oktober 2026 direkt auf Platz 1 eingestiegen. In der folgenden Liste, die auf den 10. Oktober datiert ist und die Messwoche vom 25. September bis 1. Oktober abbildet, steht das Album nur noch auf Rang 157. Damit verliert „Bass Persuades“ innerhalb einer Chartwoche 156 Positionen. Kein Album, das unmittelbar auf Platz 1 der Billboard 200 debütierte, ist nach seinem Einstieg in der zweiten Woche tiefer gefallen.
Der Spitzenplatz in der ersten Woche beruhte auf 61.000 sogenannten Equivalent Album Units in den USA. Diese Zahl stammt von Luminate, dem Datenanbieter der Billboard-Charts, und bezieht sich auf die Messwoche vom 18. bis 24. September. 47.000 Einheiten entfielen auf klassische Albumverkäufe. Weitere 14.000 waren Streaming Equivalent Album Units. Dafür wurden 14,22 Millionen offizielle On-Demand-Streams der Albumtitel gezählt. Der Anteil aus einzeln verkauften Songs war laut Billboard nur gering. „Bass Persuades“ bescherte Cyrus damit ihr sechstes Nummer-eins-Album in den USA und ihr insgesamt 16. Album in den Top Ten der Billboard 200.
Luminate weist für dieselbe Auftaktwoche zusätzlich 38.325 physisch verkaufte Exemplare aus. Darunter waren 24.942 Vinylplatten. 62,1 Prozent der physischen Verkäufe entfielen auf Onlinehandel und Direktvertrieb. Die Differenz zu den insgesamt 47.000 von Billboard genannten Albumverkäufen erklärt sich dadurch, dass die Billboard-Zahl neben physischen Tonträgern auch digitale Albumkäufe umfasst. Luminate bezeichnete „Bass Persuades“ zudem als das Album mit dem höchsten Vinyl-Debüt einer Veröffentlichung im September 2026.
„Bass Persuades“ wurde in 16 Vinylvarianten angeboten, außerdem in neun CD-Versionen, sechs Downloadfassungen und als Kassette. Einzelne Ausgaben enthielten zusätzliches Material. Luminate führt den hohen physischen Absatz unter anderem auf Vorbestellungen im Onlinehandel und die Auslieferung zum Erscheinungstag zurück.
Mileys Album verzeichnet den größten Absturz in der unmittelbar auf ein Nummer-eins-Debüt folgenden Woche. Der größte bezifferte Fall von Platz 1 auf eine andere Position innerhalb der Billboard 200 bleibt dagegen „This House Is Not for Sale“ von Bon Jovi. Das Album fiel im März 2018 von Platz 1 auf Rang 169.
Der Vergleich unterscheidet sich jedoch in einem wesentlichen Punkt: Bon Jovis Album war bereits 2016 erschienen und kehrte 2018 mithilfe einer Konzertticket-Album-Aktion an die Spitze zurück. Erst danach folgte der Absturz auf Platz 169. Bei „Bass Persuades“ erfolgte der Fall dagegen unmittelbar nach dem Debüt auf Platz 1.
„Bass Persuades“ wurde am 18. September 2026 über Atlantic Records veröffentlicht und ist das zehnte Studioalbum von Miley Cyrus. Auf den aktuellen Veröffentlichungen tritt sie professionell nur noch als „Miley“ auf. Auch Billboard führt das Album unter diesem Namen und nennt als Imprint MCEO, Atlantic und Atlantic Group.
Vor dem Album erschien am 3. September der Titelsong „Bass Persuades“ als erste und offizielle Lead-Single. Er stieg später auf Platz 35 der Billboard Hot 100 ein und wurde damit Cyrus‘ 24. Top-40-Hit in den USA. „Let’s Get Married“ wurde zusammen mit dem Album am 18. September samt Musikvideo veröffentlicht und war damit keine Vorab-Single.
Für Cyrus bedeutet der anfängliche Spitzenplatz zugleich die Rückkehr auf Platz 1 der Billboard 200 nach fast 13 Jahren. Zuletzt hatte „Bangerz“ 2013 die US-Albumcharts angeführt. Ihr vorheriges Studioalbum „Something Beautiful“ war 2025 auf Platz 4 eingestiegen und hatte dort zugleich seine höchste Position erreicht.
Außerhalb der USA erreichte „Bass Persuades“ ebenfalls hohe, aber sehr unterschiedliche Platzierungen. In Deutschland stieg das Album laut den von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelten Offiziellen Deutschen Charts am 25. September auf Platz 4 ein. Vor Miley lagen Kissin‘ Dynamite, Aymen und Matthias Reim.
In Großbritannien erreichte „Bass Persuades“ in der offiziellen Albumrangliste Platz 13. Die Official Charts Company weist daneben Platz 5 in der Album Sales Chart, Platz 6 bei physischen Alben und Platz 5 in der Vinylwertung aus. Eine zuvor veröffentlichte britische Midweek-Auswertung hatte das Album noch auf Platz 6 gesehen, sie war jedoch keine endgültige Wochenchart.
In Australien debütierte „Bass Persuades“ auf Platz 2 der ARIA Albums Chart und auf Platz 3 der dortigen Vinylwertung. Nur Beabadoobees „Pylon“ lag in der Albumliste vor Miley. In Kanada erreichte das Album in der Billboard Canadian Albums Chart Platz 7. Damit war die internationale Startwoche deutlich breiter erfolgreich als der anschließende Absturz in den amerikanischen Billboard 200 vermuten lässt.
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