Neues Land im ZDF: Ein Familiengeheimnis bedroht die Zukunft eines Dorfes

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Ein ehemaliges Braunkohlerevier wird zum Urlaubsort, doch unter der neuen Landschaft verbergen sich Gefahren. Im ZDF-Drama „Neues Land“ kehrt eine Geologin in ihre Heimat zurück und stößt auf Probleme, die nicht nur ihre Familie betreffen. Der Fernsehfilm mit Jördis Triebel, Jörg Schüttauf und Ronald Zehrfeld läuft am heutigen Montag, 26. Oktober 2026, um 20:15 Uhr im ZDF. Die Produktion verbindet eine Familiengeschichte mit den Folgen des Strukturwandels in Ostdeutschland.

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Neues Land heute im ZDF: Darum geht es im Film

Im Mittelpunkt des Fernsehfilms steht die Geologin Ina Sedlitz, gespielt von Jördis Triebel. Nach vielen Jahren kehrt sie in ihr Heimatdorf Neukirch zurück. Dort hat sich seit ihrer Jugend vieles verändert. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, lockt inzwischen ein künstlich angelegter See Touristen an. Aus dem früheren Bergbaugebiet ist ein Erholungsort geworden.

Eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung spielt Inas Vater Walter Sedlitz. Der Bürgermeister, dargestellt von Jörg Schüttauf, hat sich für die Neuausrichtung des Ortes eingesetzt. Für ihn steht der See auch für die wirtschaftliche Zukunft seiner Heimat. Die Familie betreibt zudem ein Hotel, an dem Ina noch einen Erbanteil besitzt.

Allerdings verfolgt Ina bei ihrer Rückkehr zunächst keine großen Pläne. Sie möchte ihren Anteil am Familienhotel ihrer Nichte Mara übertragen und anschließend wieder abreisen. Mit der Vergangenheit und den familiären Spannungen will sie möglichst wenig zu tun haben.

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Doch ein beruflicher Auftrag verändert ihre Situation. Ina soll die geologischen Verhältnisse am künstlich geschaffenen See untersuchen. Dabei entdeckt sie Hinweise auf erhebliche Instabilitäten. Damit steht plötzlich die Sicherheit eines Ortes infrage, dessen wirtschaftliche Entwicklung eng mit dem Gewässer verbunden ist.

Eine Entdeckung bringt die Familie Sedlitz in Bedrängnis

Neben den geologischen Problemen beschäftigt Ina zunehmend die Geschichte ihrer eigenen Familie. Während sie sich mit den Risiken am See auseinandersetzt, treten lange verschwiegene Ereignisse wieder hervor.

Besonders ihre Nichte Mara, gespielt von Lucy Gartner, beginnt, Fragen über die Vergangenheit zu stellen. Auch ihr Vater Tom Nehls, dargestellt von Ronald Zehrfeld, wird mit den familiären Konflikten konfrontiert.

Damit entwickelt sich die zunächst persönliche Rückkehr zu einer Auseinandersetzung über Verantwortung, Verdrängung und unterschiedliche Vorstellungen von Heimat. Der Film verknüpft die möglichen Gefahren am See mit der Frage, wie eine Familie mit Ereignissen umgeht, über die lange nicht gesprochen wurde.

Die Entscheidung, vor der Ina schließlich steht, betrifft nicht nur ihre Angehörigen. Auch die Zukunft des Dorfes hängt von den Erkenntnissen über den See ab. Wie die Beteiligten mit dieser Situation umgehen und welche Bedeutung das Familiengeheimnis erhält, zeigt der Film im weiteren Verlauf.

Jördis Triebel und Jörg Schüttauf führen die Besetzung an

Für „Neues Land“ hat das ZDF mehrere bekannte deutsche Schauspieler verpflichtet. Jördis Triebel übernimmt die Hauptrolle der Geologin Ina Sedlitz. Ihren Vater Walter verkörpert Jörg Schüttauf. Ronald Zehrfeld spielt Tom Nehls, während Lucy Gartner sowohl Mara Nehls als auch Denise Sedlitz darstellt.

Weitere Rollen übernehmen Naemi Florez als Sonny, Thomas Dehler als Frank Schuter, Karl Seibt als Tobi Smoller und Martin Reik als Udo.

Die jüngere Ina wird von Nicola-Rabea Langrzik gespielt, während Benedict Sieverding den jungen Tom Nehls darstellt. Zum erweiterten Ensemble gehören außerdem Wolfgang Zarnack als Dr. Hoffmann und Jana Bauke als Frau Brinkmann.

Die österreichische Regisseurin Esther Rauch inszenierte die Geschichte. Das Drehbuch stammt von Khyana el Bitar und Dörte Franke.

Drehorte in Thüringen und Sachsen: Produktion begann 2025

Die Dreharbeiten für „Neues Land“ begannen am 25. April 2025 in Starkenberg im thüringischen Altenburger Land. Weitere Aufnahmen entstanden unter anderem im Raum Altenburg und am Hainer See südlich von Leipzig. Insgesamt umfasste die Produktion 21 Drehtage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Produziert wurde der Fernsehfilm von UFA Mitte in Koproduktion mit dem ZDF. Verantwortliche Produzentinnen waren Henriette Lippold und Katharina Rietz. Die Kamera führte Mario Minichmayr, für den Schnitt war Philipp Schmitt zuständig.

Für UFA Mitte hatte das Projekt eine besondere Bedeutung. „Neues Land“ war die erste Filmproduktion der neu gegründeten Gesellschaft, die von Leipzig aus Fernseh- und Filmstoffe entwickeln und umsetzen soll.

Die Mitteldeutsche Medienförderung unterstützte das Projekt mit 500.000 Euro. Nach Angaben der Produktion wurde überwiegend mit Filmschaffenden aus der Region gearbeitet.

Braunkohle und Strukturwandel bilden den Hintergrund

Der Schauplatz des Films steht stellvertretend für die Veränderungen ehemaliger Braunkohleregionen in Ostdeutschland. Wo über Jahrzehnte Kohle gefördert wurde, entstanden nach dem Ende des Tagebaus neue Seenlandschaften, Freizeitangebote und touristische Perspektiven.

Allerdings bringt die Umgestaltung der Landschaft auch technische und ökologische Herausforderungen mit sich. Ehemalige Tagebaue müssen gesichert, Böschungen stabilisiert und Restlöcher geflutet werden. Nicht jeder neu entstandene See kann ohne Einschränkungen genutzt werden.

Das ZDF verweist in seinen Hintergrundinformationen zum Film unter anderem auf den Concordiasee bei Nachterstedt in Sachsen-Anhalt. Dort kam es 2009 zu einem schweren Erdrutsch, bei dem Häuser in die Tiefe gerissen wurden. Auch Veränderungen des Grundwasserspiegels und die Folgen längerer Trockenperioden gehören zu den Problemen, mit denen sich ehemalige Bergbauregionen beschäftigen.

Diese tatsächlichen Herausforderungen bilden den gesellschaftlichen Hintergrund der fiktiven Geschichte um Neukirch.

Regisseurin Esther Rauch beschäftigt sich dabei besonders mit den Auswirkungen wirtschaftlicher Veränderungen auf Familien und einzelne Lebensläufe. Der Film greift die Erfahrungen von Menschen auf, die nach der deutschen Wiedervereinigung bereits einen grundlegenden wirtschaftlichen Umbruch erlebt haben und nun erneut vor Veränderungen stehen.

Neben der ökologischen Dimension geht es deshalb auch um Identität, berufliche Perspektiven und den persönlichen Umgang mit Verlusten. Der Wandel einer ganzen Region wird anhand einer Familie erzählt, deren Vergangenheit eng mit dem früheren Bergbau verbunden ist.

Neues Land im ZDF und in der Mediathek sehen

Das ZDF zeigt „Neues Land“ am Montag, 26. Oktober 2026, um 20:15 Uhr als Fernsehfilm der Woche. Die Ausstrahlung endet planmäßig um 21:45 Uhr. Es handelt sich um die erste reguläre Fernsehausstrahlung der Produktion.

Wer den Film nicht im linearen Programm sehen möchte, kann ihn bereits über das Streamingangebot des ZDF abrufen. Dort steht das Drama seit Samstag, 17. Oktober 2026, um 10 Uhr zur Verfügung.

Nach den Angaben des Senders bleibt „Neues Land“ voraussichtlich bis zum 22. November 2027 online verfügbar. Die reine Filmlänge beträgt 89 Minuten.

Direkt im Anschluss an die heutige Fernsehausstrahlung folgt um 21:45 Uhr das „heute journal“. Um 22:15 Uhr setzt das ZDF sein Abendprogramm mit dem Thriller „Longlegs“ fort.

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