Diese eine Aktienbeteiligung brachte Nordbrekken Millionen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der norwegische Unternehmer Jon Harald Nordbrekken hat mit seiner Beteiligung am Forderungsmanagement-Konzern B2 Impact einen außergewöhnlich hohen Wertzuwachs erzielt. Nach einer Berechnung der norwegischen Wirtschaftszeitung Dagens Næringsliv liegt sein Gewinn einschließlich erhaltener Dividenden bei knapp 1,1 Milliarden norwegischen Kronen. Schwedische und deutsche Medien bezifferten dies zuletzt auf rund 102 Millionen Euro. Die Rechnung ist jedoch keine offizielle Gewinnangabe des Unternehmens, sondern basiert unter anderem auf Nordbrekkens Angaben zu seinen Anschaffungskosten.

Im Mittelpunkt steht die Jon Harald Nordbrekken B2 Impact Beteiligung. Nordbrekken ist bei dem Unternehmen nicht erst nach dem Börsengang eingestiegen. Er gehörte zu den Gründern des damaligen B2Holding-Konzerns, der 2011 aufgebaut wurde und heute unter dem Namen B2 Impact firmiert. Das Unternehmen kauft und verwaltet unter anderem notleidende Forderungen und ist an der Osloer Börse unter dem Kürzel B2I notiert.

Nordbrekken gehörte zu den Gründern von B2 Impact

B2 Impact entstand 2011. Nordbrekken spielte beim Aufbau des Konzerns eine zentrale Rolle und war später auch im Verwaltungsrat beziehungsweise als Vorsitzender tätig. Nach Medienberichten gab er den Vorsitz 2020 nach Meinungsverschiedenheiten über die strategische Ausrichtung ab, hielt aber weiterhin Aktien des Unternehmens.

Dass Nordbrekken und mit ihm verbundene Gesellschaften zu den bedeutenden Aktionären gehören, ist auch durch Unternehmensmeldungen belegt. B2 Impact teilte im Mai 2024 mit, dass Nordbrekken sowie die verbundenen Unternehmen Valset Invest AS und F2Kapital AS zusammen 37,2 Millionen Aktien hielten. Nach einer Kapitalherabsetzung entsprach dies laut einer Börsenmitteilung vom 26. August 2024 einem Anteil von 10,09 Prozent.

Die Unterlagen zur Hauptversammlung im Mai 2026 zeigen ebenfalls weiterhin einen umfangreichen Aktienbesitz im Umfeld Nordbrekkens. Dort waren unter anderem rund 32 Millionen Aktien für Valset Invest sowie weitere Aktien direkt auf seinen Namen registriert.

Weitere Aktien kamen 2021 hinzu

Ein wesentlicher Teil der späteren Wertsteigerung geht auf zusätzliche Käufe zurück. Nach Angaben von Dagens Næringsliv, die unter anderem vom schwedischen Wirtschaftsportal Dagens PS wiedergegeben wurden, erwarb Nordbrekken im Winter 2021 weitere neun Millionen Aktien zu einem Preis von ungefähr sieben norwegischen Kronen je Stück. Für diese einzelne Tranche lag der Kaufpreis damit rechnerisch bei rund 63 Millionen Kronen.

Die Beteiligung über seine Investmentgesellschaft Valset Invest war zu dieser Zeit bereits erheblich. Der Geschäftsbericht von B2Holding für 2021 weist zum Jahresende 26 Millionen Aktien für Valset Invest aus. Das entsprach damals 6,34 Prozent des Unternehmens.

Dagens PS berichtet unter Berufung auf Dagens Næringsliv außerdem, Nordbrekken habe seine gesamten Anschaffungskosten für die Beteiligung mit 139 Millionen Kronen angegeben. Die bis zum Zeitpunkt des Berichts erhaltenen Dividenden habe er mit insgesamt 245 Millionen Kronen beziffert. Eine unabhängige Bestätigung dieser persönlichen Kostenbasis und der ihm individuell zugeflossenen Dividendensumme lag zunächst nicht vor.

B2-Impact-Kurs legt 2026 deutlich zu

Der Börsenkurs von B2 Impact ist 2026 deutlich gestiegen. Am ersten Handelstag des Jahres, dem 2. Januar 2026, lag der Schlusskurs nach historischen Marktdaten bei 18,44 norwegischen Kronen. Am Freitag, 4. September 2026, lag der Schlusskurs bei 27,05 Kronen. Das entspricht seit Jahresbeginn einem Kursanstieg von rund 47 Prozent.

Ende August erreichte die Aktie zeitweise noch höhere Werte. Am 25. und 26. August lag das Tageshoch nach historischen Kursdaten bei jeweils 27,45 Kronen. Am 31. August schloss die Aktie bei 26,40 Kronen, am 1. September bei 26,25 Kronen. Bis zum 4. September stieg sie anschließend wieder auf 27,05 Kronen.

Bei 37,2 Millionen Aktien ergibt sich bei einem Kurs von etwa 26 bis 27 Kronen rechnerisch ein Beteiligungswert von ungefähr einer Milliarde Kronen. Der tatsächliche persönliche Vermögenswert Nordbrekkens kann davon abweichen, weil Teile der Beteiligung über verbundene Gesellschaften gehalten werden.

Geschäftszahlen verbesserten sich 2026

Hinter dem Kursanstieg stehen zugleich bessere operative Kennzahlen. B2 Impact meldete für das zweite Quartal 2026 einen bereinigten Nettogewinn von 246 Millionen Kronen. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert bei 202 Millionen Kronen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag nach Unternehmensangaben bei 0,66 Kronen nach 0,55 Kronen im Vorjahreszeitraum.

Das Unternehmen erhöhte im August zudem seine Ziele für das Gesamtjahr 2026. B2 Impact erwartet nach eigener Prognose nun ein Ergebnis je Aktie von mindestens 2,25 Kronen und eine Eigenkapitalrendite von rund 16 Prozent. Diese Angaben sind Unternehmensziele und keine Garantie für die tatsächliche Entwicklung.

Bereits für das Geschäftsjahr 2025 hatte B2 Impact einen bereinigten Nettogewinn von 703 Millionen Kronen gemeldet. Für 2025 schlug das Unternehmen zudem eine Dividende von 1,90 Kronen je Aktie vor.

So entsteht die Milliardenrechnung

Die häufig genannte Summe von knapp 1,1 Milliarden Kronen setzt sich nicht allein aus dem Kursanstieg des Jahres 2026 zusammen. Dagens Næringsliv berechnete den Gewinn über die gesamte Beteiligungsdauer auf Grundlage des heutigen beziehungsweise damaligen Marktwerts, der genannten Anschaffungskosten und der bislang erhaltenen Ausschüttungen.

Dagens PS bezifferte den Wert der mehr als 37 Millionen Aktien Anfang September bei einem Kurs von rund 26,20 Kronen auf knapp eine Milliarde Kronen. Zusammen mit den von Nordbrekken genannten Dividenden von 245 Millionen Kronen und unter Abzug der angegebenen Anschaffungskosten von 139 Millionen Kronen ergibt sich rechnerisch eine Größenordnung von etwa 1,1 Milliarden Kronen.

Dabei handelt es sich überwiegend um einen rechnerischen Vermögenszuwachs. Solange Aktien nicht verkauft werden, ist ein entsprechender Kursgewinn nicht vollständig realisiert. Zudem schwankt der Wert der Beteiligung mit dem Aktienkurs.

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