Großeinsatz auf Hamburger Dom: 23 Fahrgäste sitzen im Nordic Tower fest

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Auf dem Hamburger Sommerdom sind am Dienstagabend 23 Fahrgäste rund drei Stunden lang in einem Hochkettenkarussell festgesessen. Der Nordic Tower war während der Fahrt in etwa 25 Metern Höhe zum Stillstand gekommen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Insgesamt waren 45 Feuerwehrkräfte im Einsatz, darunter speziell ausgebildete Höhenretter und mehrere Rettungswagenbesatzungen.

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Nordic Tower stoppt in etwa 25 Metern Höhe

Der Zwischenfall begann am Dienstagabend gegen 21 Uhr. Das Fahrgeschäft konnte zunächst nicht wieder abgesenkt werden. Nach Angaben der Feuerwehr war offenbar eine Bremse defekt. Warum es zu der technischen Störung kam, war am Mittwochmorgen noch nicht abschließend geklärt. Die genaue Ursache soll untersucht werden.

Die Einsatzkräfte bereiteten sich darauf vor, die Fahrgäste bei Bedarf aus der Höhe zu retten. Dafür waren unter anderem speziell ausgebildete Höhenretter vor Ort. Eine direkte Rettung der Menschen aus ihren Sitzen wurde am Ende jedoch nicht erforderlich. Kurz nach Mitternacht gelang es dem Betreiber, die Blockade zu beheben und das Fahrgeschäft kontrolliert wieder nach unten zu bringen. Die 23 Fahrgäste konnten anschließend aussteigen.

Alle 23 Fahrgäste bleiben unverletzt

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt. Die Fahrgäste wurden nach ihrer Rückkehr auf den Boden vom Rettungsdienst untersucht. Gesicherte Angaben zu behandlungsbedürftigen Unterkühlungen oder anderen gesundheitlichen Folgen lagen zunächst nicht vor.

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Der Nordic Tower gehört zu den auffälligsten Fahrgeschäften des Hamburger Doms. Nach Angaben der Stadt erreicht die Anlage eine Höhe von rund 80 Metern. An einem drehbaren Stern hängen 16 Doppelsitze, die während der Fahrt nach oben gezogen werden und um den Turm kreisen. Der Stillstand am Dienstag ereignete sich damit deutlich unterhalb der maximalen Fahrhöhe.

TÜV soll Nordic Tower nach Zwischenfall prüfen

Nach dem mehrstündigen Stillstand soll das Fahrgeschäft technisch überprüft werden. Ein Sprecher des Schaustellerverbands erklärte, der Nordic Tower werde vom Technischen Überwachungsverein geprüft. Auch nach Angaben eines Polizeisprechers soll unter anderem der TÜV klären, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. Eine endgültige Ursache war am frühen Mittwochmorgen noch nicht bekannt.

Ebenso war zunächst nicht offiziell bestätigt, wann der Nordic Tower wieder für Fahrgäste freigegeben werden kann. Entscheidend dafür ist die technische Bewertung der Anlage nach dem Vorfall. Zu möglichen Reparaturen oder weiteren Auflagen gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Für Fahrgeschäfte gelten besondere Sicherheitsvorgaben

Fahrgeschäfte auf Volksfesten gelten baurechtlich als sogenannte Fliegende Bauten. Für den Hamburger Dom bestehen dafür besondere Prüf- und Betriebsvorgaben. Die Gebrauchsabnahme von Fahrgeschäften erfolgt nach den Richtlinien der Stadt durch TÜV NORD. Vor der Inbetriebnahme müssen zudem unter anderem die Starkstromanlagen kontrolliert und deren betriebssicherer Zustand nachgewiesen werden.

Eine Anlage darf nach den Hamburger Vorgaben nur in Betrieb genommen werden, wenn bei der Besichtigung keine Mängel festgestellt wurden oder festgestellte Mängel noch während der Prüfung beseitigt worden sind. Die zugelassenen Schausteller tragen zugleich die Verantwortung für den Betrieb und die Sicherheit ihres Fahrgeschäfts. Werden Mängel festgestellt, die eine Gefahr darstellen, kann die Marktaufsicht eine Schließung bis zur Beseitigung anordnen.

Aus dem technischen Stillstand des Nordic Tower lässt sich nicht ableiten, dass vorherige Prüfungen fehlerhaft waren. Auch regelmäßig kontrollierte technische Anlagen können während des Betriebs Störungen entwickeln. Welche Komponente am Dienstagabend konkret versagte und ob daraus weitere technische Maßnahmen folgen, muss die Untersuchung klären.

Sommerdom läuft noch bis Ende August

Der Sommerdom findet auf dem Heiligengeistfeld im Hamburger Stadtteil St. Pauli statt und läuft in diesem Jahr noch bis zum 30. August. Erstmals dauert die Sommerausgabe fünf Wochen. Der Hamburger Dom wird dreimal im Jahr veranstaltet und zählt zu den großen Volksfesten Deutschlands.

Am Mittwoch soll der Sommerdom regulär wieder öffnen. Ob der Nordic Tower dann bereits wieder betrieben werden darf, war am frühen Morgen zunächst nicht bestätigt. Für das Fahrgeschäft steht zunächst die technische Prüfung nach dem mehrstündigen Stillstand im Mittelpunkt.

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