Abenteuer Campingplatz im NDR: Neustart zwischen Rezeption und Dauercampern

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Wer einen Campingplatz übernimmt, arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. Wie viel Organisation, Handarbeit und wirtschaftliches Risiko hinter diesem scheinbaren Ferienalltag stecken, zeigt das NDR Fernsehen am Freitagabend, 28. August 2026. Die neue Ausgabe der Dokureihe die nordstory trägt den Titel Abenteuer Campingplatz: Arbeiten, wo andere entspannen und läuft von 20:15 bis 21:15 Uhr. Der NDR führt die einstündige Produktion als neue Ausgabe der Reihe. Eine Wiederholung ist bereits für Donnerstag, 3. September 2026, von 14:00 bis 15:00 Uhr angekündigt.

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Im Mittelpunkt stehen Menschen, die erst seit vergleichsweise kurzer Zeit einen Campingplatz führen oder dort Verantwortung übernommen haben. Die Dokumentation begleitet sie an drei sehr unterschiedlichen Standorten in Norddeutschland und Niedersachsen. Dabei geht es weniger um klassische Urlaubsimpressionen als um die Frage, was passiert, wenn aus der Vorstellung vom eigenen Campingplatz ein arbeitsintensiver Alltag wird.

Drei Campingplätze, drei unterschiedliche Neustarts

Einer der Schauplätze ist die Elbinsel Lühesand im Alten Land zwischen Hamburg und Stade. Melanie und Manfred übernehmen dort die Leitung eines Campingplatzes und verlagern dafür ihren Lebensmittelpunkt auf die Insel. Eine Besonderheit ist die Erreichbarkeit: Lühesand ist nur per Fähre erreichbar. Das betrifft nicht nur Gäste und Warenlieferungen. Auch Wohnwagen von Dauercampern müssen über die Elbe transportiert werden.

Ein weiterer Teil der Dokumentation spielt in Polle an der Oberweser. Dort haben Dennis und Philipp den Campingplatz Weserterrassen übernommen. Die beiden sind Quereinsteiger und haben nach Angaben des NDR bereits umfangreiche Renovierungsarbeiten selbst erledigt. Ihr Konzept umfasst unter anderem zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten in Schlaffässern. Zum Platz gehören außerdem Alpakas und Lamas, mit denen Wanderungen angeboten werden. Die Kamera begleitet die Betreiber unter anderem während der Vorbereitungen auf die stark nachgefragte Pfingstzeit.

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Der dritte Standort liegt in Sottrum bei Bremen. Timo hat dort einen älteren Campingplatz übernommen, nachdem er sich beruflich neu orientieren wollte. Auf dem Gelände stehen zunächst Umbau und Aufräumarbeiten an. Zu den Vorhaben gehört ein neuer Wohnmobilstellplatz. Unterstützt wird Timo von seiner Freundin Karoline und einem Mitarbeiter.

Damit verteilt sich die Folge auf drei unterschiedliche Campingmodelle und Regionen. Gemeinsam ist ihnen, dass die neuen Verantwortlichen bestehende Anlagen weiterentwickeln und dabei mit ganz praktischen Aufgaben von Renovierung bis Gästeorganisation konfrontiert sind.

Camping bleibt ein bedeutender Teil des Deutschlandtourismus

Die Wahl des Themas fällt in eine Phase, in der Camping in Deutschland weiterhin auf hohem Niveau liegt. Das Statistische Bundesamt registrierte für 2025 knapp 44,7 Millionen Gästeübernachtungen auf deutschen Campingplätzen. Das waren 4,2 Prozent mehr als 2024 und ein neuer Höchststand. Im Vergleich zu 2019 lag die Zahl um 24,9 Prozent höher. Rund neun Prozent aller Gästeübernachtungen in Deutschland entfielen 2025 auf Campingplätze.

Auch geografisch passt die NDR-Dokumentation zu dieser Entwicklung. Niedersachsen gehört zu den Bundesländern mit einer großen Zahl an Campinganlagen. Nach Angaben des Bundesverbands der Campingwirtschaft gab es dort zuletzt 424 erfasste Campingplätze. Die Küstenregionen im Norden zählen zudem zu den besonders stark nachgefragten Reisezielen für Campingurlaub.

Für 2026 zeigt sich allerdings kein durchgehend weiteres Wachstum. Für das erste Halbjahr meldete der Bundesverband auf Grundlage der Tourismusstatistik rund 17,0 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen. Das waren 1,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit bleibt Camping zwar ein großer Teil des Inlandstourismus, die Entwicklung verläuft aber nicht in jedem Zeitraum weiter auf Rekordkurs.

Autorin Franziska Voigt begleitet die Betreiber

Die heutige Ausgabe stammt von Franziska Voigt, als zuständiger Redakteur nennt der NDR Joachim Grimm. Eine gesonderte Regie oder ein klassisches Drehbuch wie bei einem Fernsehfilm weist der Sender für die Dokumentation nicht aus. Auch eine Schauspielbesetzung oder Gastdarsteller gibt es bei dem beobachtenden Dokumentarformat nicht. Die auftretenden Personen sind die Betreiber und Beschäftigten der begleiteten Campingplätze.

Die Fernsehausstrahlung ist für 60 Minuten angesetzt. Sie beginnt um 20:15 Uhr und endet um 21:15 Uhr. Direkt anschließend zeigt der NDR ab 21:15 Uhr die Sendung Tietjen campt – der Roadtrip.

Bei der Episodenzählung verwenden Programmdatenbanken unterschiedliche Systeme. Fernsehserien.de führt Abenteuer Campingplatz als laufende Folge 675 der Reihe und kennzeichnet die Ausstrahlung am 28. August als deutsche TV-Premiere. TheTVDB ordnet die Ausgabe innerhalb seiner Staffelzählung als Staffel 16, Folge 30 ein. Der NDR selbst verwendet auf der offiziellen Episodenseite keine Staffelnummer.

Abenteuer Campingplatz zwei Jahre in der ARD-Mediathek

Parallel zur Fernsehausstrahlung ist die Dokumentation in der ARD-Mediathek abrufbar. Dort ist als Veröffentlichung der 28. August 2026 angegeben. Das Video soll nach derzeitigem Stand bis zum 28. August 2028 um 20:15 Uhr verfügbar bleiben. Untertitel werden angeboten.

Die vorangegangene neue Primetime-Ausgabe von die nordstory lief am Freitag, 21. August 2026, ebenfalls um 20:15 Uhr. Sie trug den Titel Eine Familie, ein Traum, ein Campingplatz: Das erste turbulente Jahr an der Eider und begleitete eine Familie bei der Übernahme eines Campingplatzes in Schleswig-Holstein.

Eine eindeutig zu dieser Erstausstrahlung am 21. August zuordenbare, offiziell veröffentlichte Zuschauerzahl mit Marktanteil ließ sich nicht belastbar feststellen. Für die Wiederholung am 27. August um 14:00 Uhr weist der NDR dagegen in seinem Sendegebiet 28.000 Zuschauer aus. Der Marktanteil lag bei 2,7 Prozent. Dieser Wert bezieht sich ausdrücklich auf die Nachmittagswiederholung und nicht auf die Erstausstrahlung eine Woche zuvor.

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