
Die Hitzewarnung in Nordrhein-Westfalen gilt am Freitag, 14. August 2026, in großen Teilen des Landes. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starker Wärmebelastung, während die Temperaturen verbreitet auf 34 bis 38 Grad steigen sollen. Besonders heiß wird es nach der DWD-Prognose im Rheinland, doch auch das Münsterland, das Ruhrgebiet und Ostwestfalen erreichen deutlich mehr als 30 Grad. Bereits am Samstag verändert sich die Wetterlage. Von Nordwesten sollen am Nachmittag erste Schauer und Gewitter aufziehen. Für Sonntag erwartet der Wetterdienst dann in ganz Nordrhein-Westfalen deutlich niedrigere Temperaturen.
Die amtliche Warnung vor starker Wärmebelastung entspricht der Hitzewarnstufe 1. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium nennt für Freitag zunächst den Zeitraum von 11 bis 19 Uhr. Die aktuelle Warnübersicht differenziert darüber hinaus nach Städten, Kreisen und Höhenlagen. Mindestens die tieferen Bereiche sämtlicher 53 Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens werden am Freitag von einer Hitzewarnung erfasst. In den Mittelgebirgsregionen gelten die Warnungen teilweise nur für Gebiete unter 400 Metern Höhe, andernorts für Höhenlagen zwischen 0 und 200 Metern.
Bis Freitag um 19 Uhr gilt die Warnung in Bielefeld, im Kreis Borken, in Bottrop, Bochum, im Kreis Coesfeld, Dortmund, Duisburg, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Essen, Gelsenkirchen, im Kreis Gütersloh, in Hamm, Hagen, Herne, im Kreis Herford, Hochsauerlandkreis, Kreis Höxter, Kreis Kleve, Kreis Lippe, Mülheim an der Ruhr, Kreis Minden-Lübbecke, Märkischen Kreis, Münster, Oberhausen, Kreis Olpe, Kreis Paderborn, Kreis Recklinghausen, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Soest, Kreis Steinfurt, Kreis Unna, Kreis Viersen, Kreis Warendorf und Kreis Wesel.
In 19 Gebieten reicht die aktuell veröffentlichte Warnung bereits bis Samstag, 15. August, 19 Uhr. Betroffen sind die Städteregion Aachen, der Rhein-Erft-Kreis, Bonn, der Kreis Düren, Düsseldorf, der Kreis Euskirchen, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis, der Kreis Heinsberg, Krefeld, Köln, Leverkusen, der Kreis Mettmann, Mönchengladbach, der Rhein-Kreis Neuss, Remscheid, Solingen, der Rhein-Sieg-Kreis und Wuppertal. Auch dort gelten je nach Topografie unterschiedliche Höhenstufen. Der DWD erwartet am Samstag vor allem in der Südhälfte Nordrhein-Westfalens nochmals eine starke Wärmebelastung.
Für Freitag prognostiziert der DWD landesweit Höchsttemperaturen zwischen 34 und 38 Grad. Die repräsentativen Stationsprognosen zeigen deutliche regionale Unterschiede. Für Köln werden 38 Grad erwartet, für Düsseldorf und Münster jeweils 37 Grad. Essen und Bad Lippspringe kommen auf 36 Grad, ebenso Aachen. Auf dem Kahlen Asten im Hochsauerland werden dagegen rund 30 Grad vorhergesagt. Am Freitagvormittag um 11 Uhr waren bereits 31 Grad in Aachen und 30 Grad in Essen, Düsseldorf und Bad Lippspringe gemessen worden.
Damit liegt das Rheinland am oberen Ende der Temperaturspanne. Köln kann nach der DWD-Prognose die 38-Grad-Marke erreichen, Düsseldorf 37 Grad. Im Ruhrgebiet werden beispielsweise in Essen 36 Grad erwartet. Das Münsterland ist mit prognostizierten 37 Grad in Münster kaum kühler. In Ostwestfalen nennt der DWD für Bad Lippspringe 36 Grad. Deutlich geringer ist die Temperatur in den Hochlagen des Sauerlands. Der Kahle Asten bleibt mit etwa 30 Grad rund acht Grad unter dem für Köln erwarteten Höchstwert. In tieferen Lagen der Mittelgebirge fällt der Unterschied allerdings geringer aus.
Auch die Nacht bringt nicht überall schnelle Entlastung. Der DWD erwartet bis Samstagmorgen meist 14 bis 19 Grad, in dicht bebauten Städten und in Hochlagen örtlich um 21 Grad. Gerade die eingeschränkte nächtliche Abkühlung ist ein Bestandteil der gesundheitlichen Hitzebelastung. Das NRW-Gesundheitsministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass dicht bebaute Stadtgebiete durch den Wärmeinseleffekt zusätzlich belastet sein können.
Der Wetterumschwung beginnt nach dem Warnlagebericht des DWD am Samstagnachmittag von Nordwesten. Eine Kaltfront führt zunehmend feuchtere Luft nach Nordrhein-Westfalen. Deshalb entwickeln sich zunächst einzelne Schauer und Gewitter. Der Temperaturunterschied zum Freitag ist vor allem im Norden und Westen erheblich. Für Münster nennt der DWD am Samstag nur noch 29 Grad, für Essen 30 Grad und für Düsseldorf 31 Grad. Bad Lippspringe erreicht nach der derzeitigen Prognose 32 Grad, Köln 33 Grad. Auf dem Kahlen Asten werden etwa 28 Grad erwartet.
Damit dürfte sich das Münsterland vergleichsweise früh abkühlen, ebenso Teile des nördlichen und zentralen Ruhrgebiets. Im südlicheren Rheinland bleibt es zunächst wärmer. Köln kann am Samstag noch etwa 33 Grad erreichen. In Ostwestfalen werden beispielsweise in Bad Lippspringe rund 32 Grad erwartet. Das Sauerland bleibt aufgrund seiner Höhenlage insgesamt kühler. Entscheidend ist dabei die Zugrichtung der Front: Sie erreicht Nordrhein-Westfalen von Nordwesten und verlagert sich anschließend weiter nach Südosten.
Mit den Gewittern sind nach der DWD-Warnlage am Samstagnachmittag stürmische Böen bis Sturmböen von etwa 65 bis 75 Kilometern pro Stunde möglich. Vereinzelt erwartet der Wetterdienst 15 bis 25 Liter Starkregen pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde sowie kleinkörnigen Hagel. Einzelne schwere Sturmböen um 90 Kilometer pro Stunde können nach derzeitiger Einschätzung nicht vollständig ausgeschlossen werden. In seiner deutschlandweiten Wochenvorhersage hält der DWD lokale unwetterartige Entwicklungen durch heftigen Starkregen für gering wahrscheinlich.
Diese Angaben sind von der amtlichen Hitzewarnung zu unterscheiden. Für Samstag beschreibt der DWD das Gewitter- und Unwetterpotenzial im Warnlagebericht und in der Vorhersage. Daraus ergibt sich nicht automatisch eine flächige amtliche Unwetterwarnung für Nordrhein-Westfalen. Gewitterwarnungen können wegen der kleinräumigen Entwicklung kurzfristig konkretisiert werden. Bis in die Nacht zum Sonntag soll der Niederschlag teilweise gewittrig werden und anschließend südostwärts abziehen.
Die Hitze trifft auf eine bereits länger anhaltende Trockenperiode. Der aktuelle Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes zeigt am Freitag für weite Teile Nordrhein-Westfalens Stufe 4 von 5, also eine hohe meteorologische Waldbrandgefahr. Der Index beschreibt die Wetterbedingungen für Entstehung und Ausbreitung von Waldbränden und ist nicht mit einer konkreten örtlichen Waldbrandwarnung gleichzusetzen. Das NRW-Umweltministerium hatte bereits Ende Juli auf zu trockene Waldböden, verdorrte Wiesen und Wegraine, teilweise ausgetrocknete Bäche und vorzeitige Blattverfärbungen bei Bäumen hingewiesen.
Parallel läuft am Freitag ein großer Waldbrandeinsatz im Hürtgenwald im Kreis Düren. Der Kreis meldete am Morgen zeitweise eine betroffene Fläche von rund 300 Hektar und ließ den Ortsteil Gey evakuieren. Die Ursache des Feuers war zunächst nicht geklärt. Ein direkter Zusammenhang zwischen der aktuellen Hitze und der Entstehung dieses konkreten Brandes lässt sich deshalb nicht herstellen. Die hohe meteorologische Waldbrandgefahr und der aktuelle Einsatz sind getrennt voneinander zu betrachten.
Deutlich sichtbar ist die Trockenheit auch am Rhein. Am Pegel Düsseldorf registrierte die Wasserstraßenverwaltung am Freitag um 5 Uhr einen Pegelstand von nur 2 Zentimetern. Dieser Pegelwert darf nicht mit der tatsächlichen Wassertiefe in der Fahrrinne gleichgesetzt werden, da jeder Pegel einen eigenen Nullpunkt besitzt. Das NRW-Umweltministerium spricht inzwischen von historischem Niedrigwasser. Wegen der eingeschränkten Transportkapazitäten der Binnenschifffahrt hat das Land für bestimmte Transporte im Zusammenhang mit den Niedrigwasserfolgen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lastwagen vorübergehend bis zum 31. August gelockert.
Das NRW-Gesundheitsministerium empfiehlt für den heißen Freitag regelmäßiges Trinken, leichte Mahlzeiten, Kopfbedeckung und Sonnenschutz. Körperlich anstrengende Arbeiten und Sport sollten möglichst vermieden oder in kühlere Tageszeiten verlegt werden. Wohnungen lassen sich am besten in den frühen Morgenstunden und nachts lüften. Tagsüber sollten Fenster verschattet werden. Das Land verweist zudem auf kommunale Angebote mit schattigen Parks, klimatisierten Gebäuden und öffentlichen Trinkwasserspendern.
Besonders gefährdet sind ältere und pflegebedürftige Menschen, Personen mit chronischen Erkrankungen oder körperlichen Einschränkungen, Schwangere, Säuglinge und Kinder. Hinzu kommen Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen, im Freien körperlich arbeiten oder intensiv Sport treiben. Bei älteren Menschen können unter anderem ein schwächer ausgeprägtes Durstgefühl und eine eingeschränkte Anpassungsfähigkeit des Körpers die Belastung verstärken.
Für Freibäder und Veranstaltungen gibt es aufgrund der DWD-Hitzewarnung keine automatische landesweite Schließung. Entscheidungen über Öffnungszeiten, zusätzliche Schutzmaßnahmen oder Änderungen von Veranstaltungen werden vor Ort getroffen. Für Veranstalter von Open-Air-Angeboten verschiebt sich die Aufmerksamkeit am Samstag zunehmend von der Hitze auf die Gewittergefahr. Da einzelne Gewitter nur kleine Gebiete treffen können und Warnungen entsprechend kurzfristig erfolgen, sind am Veranstaltungstag aktuelle DWD-Warnungen entscheidend. Das Gesundheitsministerium rät bei großer Hitze unabhängig davon zu Schatten, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und zur Reduzierung körperlicher Belastung.
Am Sonntag ist die große Hitze nach der aktuellen DWD-Prognose in Nordrhein-Westfalen beendet. Zunächst kann es besonders im Südosten noch schauerartig regnen, vereinzelt sind dort auch Gewitter möglich. Im weiteren Tagesverlauf soll es überwiegend trocken bleiben. Die Höchsttemperaturen erreichen nur noch 23 bis 27 Grad, auf dem Kahlen Asten rund 20 Grad. Für Münster und Essen nennt der DWD jeweils 25 Grad, für Bad Lippspringe 24 Grad, Düsseldorf 26 Grad, Aachen 24 Grad und Köln 27 Grad.
Am Montag setzt sich das deutlich kühlere Temperaturniveau zunächst fort. In der aktuellen Stationsprognose werden für Münster und Essen etwa 23 Grad, für Düsseldorf und Köln 25 Grad sowie für den Kahlen Asten 17 Grad angegeben. Die deutschlandweite DWD-Wochenprognose sieht am Dienstag wahrscheinlich keine markanten Wetterentwicklungen. Für Mittwoch und Donnerstag sind erneut einzelne starke Gewitter möglich, wobei auch unwetterartige Entwicklungen über Deutschland nicht ausgeschlossen werden. Ob und in welchem Umfang Nordrhein-Westfalen davon betroffen sein wird, lässt sich mehrere Tage vorher noch nicht räumlich präzise bestimmen.
Damit zeichnet sich nach dem sehr heißen Freitag kein dauerhaft kühler Spätsommerabschnitt ab, wohl aber eine deutliche Unterbrechung der aktuellen Hitzebelastung. Für das Wochenende bleibt der zeitliche Unterschied entscheidend: Am Freitag steht die amtlich bewarnte Hitze im Mittelpunkt, am Samstag steigt ab dem Nachmittag von Nordwesten das Risiko kräftiger Gewitter, am Sonntag liegen die Temperaturen schließlich verbreitet mehr als zehn Grad unter den Freitagshöchstwerten.






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