
Ein 72-jähriger Besucher des Oktobermarktes in Nastätten ist rund zwei Wochen nach einem schweren Unfall an seinen Verletzungen gestorben. Der Mann war am 23. Oktober 2026 beim Einsturz eines Metallgestells schwerstverletzt worden. Das bestätigte das Polizeipräsidium Koblenz am Freitag, 6. November. Ein weiterer Mann, der bei dem Vorfall schwere Verletzungen erlitten hatte, konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen. Die Kriminalpolizei untersucht weiterhin, wie die Konstruktion umstürzen konnte.
Der Unfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober, gegen 16.30 Uhr im Veranstaltungsbereich des Oktobermarktes. Über einem Weg von der Römerstraße zum Zentralplatz war eine Metalltraverse aufgebaut, an der ein Banner befestigt war. Diese Konstruktion stürzte um und traf zwei Festbesucher. Nastätten liegt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz, im Taunus unweit der Landesgrenze zu Hessen.
Nach den damaligen Angaben der Polizei erlitt der 72-Jährige schwerste Verletzungen. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort. Nach einem Wiederbelebungsversuch wurde er mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Sein Gesundheitszustand galt bereits am Unfalltag als kritisch. Der zweite Verletzte war 58 Jahre alt und wurde ebenfalls schwer verletzt. Beide Männer stammten nach Polizeiangaben aus der Verbandsgemeinde Nastätten.
Am 24. Oktober hatte das Polizeipräsidium zunächst erklärt, dass sich am Zustand der beiden Männer nichts geändert habe. Nun steht fest, dass der ältere Besucher seinen Verletzungen erlegen ist. An welchem Tag er starb, wurde zunächst nicht bekannt. Über den weiteren gesundheitlichen Zustand des 58-Jährigen liegen abgesehen von seiner Entlassung aus dem Krankenhaus keine näheren Angaben vor.
Schon kurz nach dem Vorfall vermuteten die Ermittler, dass eine Windböe die Metallkonstruktion zum Einsturz gebracht haben könnte. Diese Einschätzung ist bislang keine abschließend festgestellte Ursache. Die Kriminalinspektion Montabaur führt die Ermittlungen zu den Umständen weiter. Bereits am Unfalltag ließ die Polizei die umgestürzte Traverse als Beweismittel sicherstellen.
Zu klären ist insbesondere, wie es zum Umstürzen des Gestells kam. Ob neben den Wetterbedingungen weitere Umstände eine Rolle spielten, ist öffentlich nicht geklärt. Auch zu möglichen technischen Untersuchungen oder Ergebnissen der Beweissicherung wurden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben. Aussagen über Verantwortlichkeiten lassen sich daraus nicht ableiten.
Am Tag des Unfalls hatte der Deutsche Wetterdienst für Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen vor kräftigen Windböen gewarnt. Der SWR berichtete über Warnungen vor Böen mit Geschwindigkeiten von 60 bis 75 Kilometern pro Stunde für Mittelgebirgslagen und weitere Gebiete. Daraus ergibt sich allerdings noch keine gesicherte Aussage über die Windverhältnisse unmittelbar an der Unfallstelle in Nastätten.
Der Einsturz führte am 23. Oktober zu einem größeren Rettungseinsatz in der Innenstadt. Die Einsatzstelle wurde abgesperrt. Die Veranstalter richteten nach Angaben der Polizei einen Krisenstab ein und beendeten das Festprogramm für den Freitagabend. Eine für diesen Abend vorgesehene Drohnenshow fand nicht statt.
Am folgenden Samstag wurde der Oktobermarkt fortgesetzt. Die Fortsetzung des Fests erfolgte damit, während einer der beiden Verletzten weiterhin in kritischem Zustand im Krankenhaus lag. Über die Entscheidung und die Reaktionen der kommunalen Verantwortlichen berichtete die Rhein-Zeitung in den Tagen nach dem Unfall.
Der Vorfall betraf nicht nur die unmittelbar verletzten Besucher. Nach Angaben der Polizei wurden Augenzeugen und weitere Personen, die den Unfall miterlebt hatten, bereits am Freitag von der Notfallseelsorge betreut. Die Stadt Nastätten und die Verbandsgemeinde organisierten anschließend gemeinsam mit der Notfallseelsorge Rhein-Lahn-Westerwald zusätzliche Gesprächsmöglichkeiten.
Für Samstag, 24. Oktober, waren unter anderem Termine in der Verbandsgemeindeverwaltung sowie in der evangelischen Kirche vorgesehen. Dort konnten Menschen, die unter dem Eindruck des Geschehens standen, Gespräche führen oder sich zurückziehen. Ob darüber hinaus weitere Hilfsangebote eingerichtet wurden, ist nicht bestätigt.
Unmittelbar nach dem Einsturz hatte es unterschiedliche Angaben zur Zahl der betroffenen Personen gegeben. In einer späteren Mitteilung präzisierte das Polizeipräsidium Koblenz, dass zwei Festbesucher verletzt worden waren. Hinweise auf weitere Verletzte bestätigten sich nach dem damaligen Erkenntnisstand nicht.
Mit dem Tod des 72-Jährigen hat der Unfall eine weitere schwerwiegende Folge. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Offen ist weiterhin, weshalb die Traverse im Bereich des Festzugangs umstürzte. Zum Ergebnis der kriminalpolizeilichen Untersuchungen lagen am 6. November noch keine abschließenden Angaben vor.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu