Tausende demonstrieren für Palästina in Berlin, Polizei schreitet vereinzelt ein

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Symbolbild mit KI erstellt

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Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag, 10. Oktober 2026, im Berliner Regierungsviertel für Palästina demonstriert. Rund 3.500 Teilnehmer versammelten sich am Nachmittag in der Nähe des Bundeskanzleramts und zogen anschließend durch die Hauptstadt. Begleitet wurde der Protest von einer kleineren proisraelischen Gegendemonstration und einem umfangreichen Polizeieinsatz. Während die Versammlung nach Angaben der Polizei überwiegend störungsfrei verlief, kam es vereinzelt zu Maßnahmen gegen Teilnehmer wegen des Verdachts möglicher Straftaten.

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Die Palästina-Demo in Berlin stand unter dem Motto „United4Palestine – No Peace on Stolen Land“. Die Demonstranten kritisierten das Vorgehen Israels im Nahostkonflikt und forderten Freiheit für Palästina. Die Veranstaltung fand nur drei Tage nach dem dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel statt.

Rund 3.500 Teilnehmer bei Demonstration im Regierungsviertel

Bereits am Nachmittag versammelten sich zahlreiche Menschen im Spreebogenpark gegenüber dem Bundeskanzleramt. Viele trugen palästinensische Fahnen, andere hielten Transparente mit politischen Forderungen hoch. In Sprechchören verlangten Teilnehmer unter anderem Freiheit für Palästina und äußerten deutliche Kritik an Israel.

Die Zahl der Demonstranten wurde im Tagesverlauf unterschiedlich eingeschätzt. Am frühen Abend hatte die Berliner Polizei zunächst von etwa 2.500 Teilnehmern gesprochen. Spätere Angaben bezifferten die Beteiligung auf rund 3.500 Menschen. Die Organisatoren selbst nannten zwischenzeitlich eine deutlich höhere Zahl von 20.000 Teilnehmern. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.

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Ursprünglich war die Demonstration mit 3.000 Teilnehmern angemeldet worden. Damit lag die zuletzt genannte Beteiligung etwas über der erwarteten Größenordnung, allerdings deutlich unter der Zahl der Demonstranten bei einer vergleichbaren Veranstaltung im vergangenen Jahr.

Demonstrationsroute wird kurzfristig verändert

Der Protest begann später als ursprünglich vorgesehen mit einer Kundgebung in der Nähe des Kanzleramts. Zunächst standen mehrere Redebeiträge auf dem Programm. Erst am späten Nachmittag setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung.

Auch die Streckenführung wurde mehrfach angepasst. Ursprünglich war das Brandenburger Tor als Ausgangspunkt vorgesehen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Startbereich jedoch in die Otto-von-Bismarck-Allee verlegt. Von dort sollte die Demonstration zunächst durch das Regierungsviertel zum Potsdamer Platz führen.

Im weiteren Verlauf wurde auch das geplante Ziel geändert. Statt zum Potsdamer Platz bewegte sich der Demonstrationszug nach den späteren Angaben in Richtung Alexanderplatz.

Die Demonstration führte damit durch einen politisch besonders symbolträchtigen Teil der Hauptstadt, in dem sich unter anderem der Bundestag und das Bundeskanzleramt befinden.

Gegendemonstranten zeigen israelische Fahnen

Während der propalästinensischen Kundgebung versammelte sich auch eine kleinere Gruppe von Gegendemonstranten. Sie trugen israelische Fahnen und positionierten sich gegen die Forderungen der Hauptversammlung.

Mit dem englischsprachigen Ruf „Free Berlin from Hamas!“ wandten sie sich gegen die islamistische Terrororganisation Hamas.

Auf der anderen Seite waren Transparente zu sehen, auf denen Israel scharf kritisiert wurde. Teilnehmer kritisierten insbesondere die israelische Militärpolitik und den Umgang mit den palästinensischen Gebieten. Auch die deutsche Haltung gegenüber Israel wurde auf Plakaten angegriffen.

Die Veranstalter der propalästinensischen Demonstration distanzierten sich in ihren Redebeiträgen ausdrücklich von Antisemitismus. Gleichzeitig wurden aus der Versammlung heraus auch aggressive und umstrittene Parolen gerufen.

Polizei prüft mögliche Straftaten bei der Versammlung

Die Berliner Polizei begleitete den Demonstrationszug mit zahlreichen Einsatzkräften. Für sämtliche größeren Demonstrationen in der Hauptstadt waren am Samstag insgesamt rund 1.400 Polizisten im Einsatz. Unterstützung erhielten die Berliner Beamten von der Bundespolizei und Polizeieinheiten aus anderen Bundesländern.

Nach den Angaben vom Samstagabend verlief die propalästinensische Demonstration überwiegend störungsfrei. Dennoch griff die Polizei in einzelnen Fällen ein.

Dabei ging es unter anderem um den Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger oder terroristischer Organisationen sowie um mögliche Beleidigungen und Volksverhetzung. Mehrere Menschen wurden zeitweise zur Feststellung ihrer Identität festgehalten.

Eine abschließende Zahl der Maßnahmen und möglicher Strafverfahren lag zunächst nicht vor. Auch zu möglichen weiteren Konsequenzen für betroffene Teilnehmer gab es am Abend noch keine vollständige Bilanz.

Die Polizei hatte bereits während der Demonstration angekündigt, insbesondere die Sprechchöre aufmerksam zu verfolgen und bei strafrechtlich relevanten Äußerungen einzuschreiten.

Protest wenige Tage nach dem Jahrestag des Hamas-Angriffs

Die Demonstration fiel in eine politisch besonders sensible Woche. Am 7. Oktober jährte sich der Terrorangriff der Hamas auf Israel zum dritten Mal. Bei dem Angriff im Jahr 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und zahlreiche weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Israel reagierte mit einer groß angelegten militärischen Offensive im Gazastreifen. Der anschließende Krieg kostete Zehntausende Menschen das Leben und führte zu einer schweren humanitären Krise.

Die Auseinandersetzung um den Nahostkonflikt prägt seitdem auch die öffentliche Debatte in Deutschland. Während propalästinensische Gruppen die israelische Kriegsführung und die deutsche Unterstützung Israels kritisieren, warnen jüdische Organisationen und andere gesellschaftliche Akteure vor Antisemitismus sowie der Relativierung des Hamas-Terrors.

Bereits am Mittwoch, dem dritten Jahrestag des Angriffs, hatte es in Berlin mehrere Versammlungen gegeben. Bei einer propalästinensischen Demonstration in Kreuzberg kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Versammlung wurde schließlich vorzeitig aufgelöst.

Frühere Großdemonstration mit deutlich mehr Teilnehmern

Die Veranstaltung am Samstag knüpfte an eine größere Demonstration im Oktober 2025 an. Damals waren rund 14.000 Menschen unter einem ähnlichen Motto durch Berlin gezogen.

Bei dieser Versammlung kam es zu antisemitischen Parolen, tätlichen Angriffen und polizeilichen Maßnahmen. Rund 30 Menschen wurden festgenommen.

Die Demonstration vom 10. Oktober 2026 verlief dagegen nach den bis zum Abend vorliegenden Polizeiangaben weitgehend ohne größere Störungen. Die einzelnen polizeilichen Eingriffe zeigen jedoch, dass die Auseinandersetzungen um den Nahostkonflikt auch weiterhin eine Herausforderung für die Versammlungsbehörden darstellen.

Gleichzeitig machte der Samstag deutlich, dass die politischen Gegensätze rund um Israel und Palästina auch drei Jahre nach Beginn des Krieges im Gazastreifen auf deutschen Straßen sichtbar bleiben.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu