Insterburg-&-Co-Mitglied Peter Ehlebracht ist gestorben

12-Jähriger stirbt nach schwerem Unfall in Bünde
Symbolfoto

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Der deutsche Komiker, Musiker und Autor Peter Ehlebracht ist tot. Das frühere Mitglied der Gruppe Insterburg & Co. starb bereits am 17. Februar 2026 im Alter von 85 Jahren. Seine Tochter bestätigte den Tod Anfang September gegenüber dem Münchner Merkur. Ehlebracht war am 6. August 1940 in Leer in Ostfriesland geboren worden. Bekannt wurde er vor allem in den 1960er und 1970er Jahren gemeinsam mit Karl Dall, Ingo Insterburg und Jürgen Barz.

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Nach Angaben seiner Tochter ging dem Tod ein schwerer Sturz voraus. Ehlebracht sei rund zwei Wochen zuvor bei Glätte gestürzt und habe sich dabei schwer verletzt. Er sei später an den Folgen gestorben. Eine behördliche Bestätigung dieses Unfallhergangs lag zunächst nicht vor. Auch zu Ort und genauer Abfolge des Sturzes gab es zunächst keine unabhängig bestätigten Angaben. Gesichert ist dagegen die unmittelbare Bestätigung des Todes und des Todestages durch Ehlebrachts Tochter.

Tod wurde erst Monate später breiter bekannt

Zwischen Ehlebrachts Tod im Februar und der größeren öffentlichen Wahrnehmung lagen mehr als sechs Monate. Bereits am 23. Februar soll eine Tochter des 2020 gestorbenen Karl Dall auf Facebook über Ehlebrachts Tod informiert haben. Der Münchner Merkur verweist auf diesen Beitrag. Ende August wurde die Nachricht anschließend in einem Forum des Internetradios memoryRadio aufgegriffen. Dort war am 28. August ein entsprechender Eintrag zu Ehlebrachts Tod zu finden.

Eine breitere Bestätigung folgte erst Anfang September durch Ehlebrachts Tochter. Dadurch steht nun auch fest, dass der Künstler bereits im Februar und nicht erst in diesen Tagen gestorben ist. Die derzeitige Aufmerksamkeit gilt deshalb einem mehrere Monate zurückliegenden Todesfall.

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Peter Ehlebracht gehörte zur Urbesetzung von Insterburg & Co.

Ehlebracht begann seine Laufbahn im Umfeld der West-Berliner Kleinkunstszene. Schon vor der Gründung von Insterburg & Co. trat er gemeinsam mit Karl Dall auf. 1967 fanden Ehlebracht und Dall mit Ingo Insterburg und Jürgen Barz zu einem Quartett zusammen. Frühe gemeinsame Auftritte fanden unter anderem im Berliner Reichskabarett statt. Ein erstes gemeinsames Programm trug den Titel Musikalisches Gerümpel.

Die vier verbanden Musik, Wortwitz, kurze Szenen und bewusst ungewöhnliche Instrumentierungen. Insterburg & Co. entwickelte daraus ein eigenes Format zwischen musikalischem Kabarett und Nonsens-Unterhaltung. Die ursprüngliche Besetzung bestand von 1967 bis zum Ende der 1970er Jahre. Der NDR führt Ehlebracht, Insterburg, Dall und Barz als jene Formation, die zwischen 1967 und 1979 ihre großen Erfolge feierte.

Zu den zahlreichen Veröffentlichungen der Gruppe gehörten Alben und Programme wie Musikalisches Gerümpel, Lieder aus Kunst und Honig, Die Hohe Schule der Musik, Instrumentenschlacht, Nur Engel singen schöner, Musik im Eimer und Weltmeister der Kunst. Ein Programmheft aus der Saison 1974/75 dokumentiert beispielsweise die Instrumentenschlacht mit Ingo Insterburg, Karl Dall, Peter Ehlebracht und Jürgen Barz.

Insterburg & Co. wurde auch durch das Fernsehen bekannt

Die Gruppe beschränkte sich nicht auf Schallplatten und Konzertbühnen. In den 1970er Jahren war sie regelmäßig im Fernsehen präsent. Der NDR nennt insbesondere die Radio-Bremen-Produktion Musikladen als einen wichtigen Faktor für die Bekanntheit des Quartetts. Historische Bildarchive dokumentieren zudem Auftritte Ehlebrachts mit der Gruppe in Sendungen wie 4-3-2-1 Hot and Sweet, Die Computer-Show und einer eigenen Insterburg-&-Co.-Show.

Unter dem Titel Insterburg & Co. wurden zwischen 1972 und 1978 eigene Fernsehprogramme ausgestrahlt. Zu den dokumentierten Ausgaben gehören Instrumentenschlacht und Weltmeister der Kunst. Letzteres entstand als Liveaufzeichnung im Bremer Musikladen-Studio und wurde im Dezember 1977 im Fernsehen gezeigt.

Ehlebracht war zudem in Kinoproduktionen zu sehen. In Ulrich Schamonis Quartett im Bett von 1968 wirkte das komplette Ensemble mit. Beim Film war Ehlebracht zusammen mit Ingo Insterburg außerdem an der Musik beteiligt. 1969 spielte er in Charleys Onkel einen Kneipenmusiker. In Schamonis Chapeau Claque aus dem Jahr 1974 trat er als Antiquitätenhändler auf. Die entsprechenden Rollen sind im Filmportal dokumentiert.

Nach Insterburg & Co. wurde Ehlebracht auch Sachbuchautor

Noch vor der endgültigen Auflösung der ursprünglichen Formation zog sich Ehlebracht Ende der 1970er Jahre aus der Gruppe zurück. Danach trat die Unterhaltung zeitweise stärker in den Hintergrund. 1980 erschien sein Buch Haltet die Pyramiden fest! 5000 Jahre Grabraub in Ägypten beim Econ-Verlag. Später beschäftigte er sich auch publizistisch mit Afrika. Die Deutsche Digitale Bibliothek führt unter seinem Namen unter anderem Das Ende der Wildnis: 100 Jahre Tiermord in Afrika und Heia Safari: 100 Jahre Tiermord in Afrika.

Ganz beendete Ehlebracht die Zusammenarbeit mit früheren Weggefährten jedoch nicht. In den 1990er Jahren trat er wieder mit Karl Dall auf. 1998 veröffentlichten beide gemeinsam das Album Hatten wir nicht schon mal das Vergnügen?. Die Veröffentlichung umfasste zwölf Titel und erschien am 1. Januar 1998.

Mit Ehlebrachts Tod lebt keines der vier Mitglieder der ursprünglichen Besetzung von Insterburg & Co. mehr. Ingo Insterburg starb 2018, Karl Dall 2020 und Jürgen Barz im Januar 2025. Ehlebracht war damit zuletzt das verbliebene Mitglied des Quartetts, das die bundesdeutsche Unterhaltung der späten 1960er und 1970er Jahre mit musikalischem Nonsens, Kabarett und Fernsehauftritten mitprägte.

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