
Durch Pfefferspray im Einkaufszentrum Reutlingen sind am Samstagnachmittag acht Menschen verletzt worden. Zwei Betroffene mussten nach der medizinischen Versorgung vor Ort in eine nahe gelegene Klinik gebracht werden. Zuvor war es nach Angaben der Polizei im Untergeschoss des Einkaufszentrums an der Wilhelmstraße zu einer Auseinandersetzung gekommen.
Gegen 15 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Anrufer berichteten, dass mehrere Kunden offenbar wegen versprühten Reizgases husten mussten. Das Einkaufszentrum wurde daraufhin geräumt.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Reutlingen war tatsächlich Pfefferspray versprüht worden. Acht Kunden erlitten Atemwegsreizungen. Der Rettungsdienst betreute alle Betroffenen zunächst vor Ort. Zwei Verletzte wurden anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nähere Angaben zu ihrem Gesundheitszustand machte die Polizei zunächst nicht.
Neben Polizei und Rettungsdienst war auch die Feuerwehr im Einsatz. Sie rückte mit fünf Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften an. Nach einer Überprüfung konnte das Einkaufszentrum wieder freigegeben werden.
Wie lange das Gebäude geräumt war und wie viele Kunden sich zu diesem Zeitpunkt darin aufhielten, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Der Einsatz in der Wilhelmstraße sorgte am Samstagnachmittag zeitweise für ein größeres Aufgebot von Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei.
Im Verlauf der Ermittlungen stellte sich nach Polizeiangaben heraus, dass es im Untergeschoss zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 23-Jährigen und einer weiteren Person gekommen war. Der 23-Jährige gab demnach an, das Pfefferspray eingesetzt zu haben, um sich zu schützen.
Ob diese Darstellung zutrifft und wie der Konflikt genau begann, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Das Polizeirevier Reutlingen untersucht die Hintergründe der Auseinandersetzung und den Einsatz von Pfefferspray im Einkaufszentrum Reutlingen.
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