Windparkentwickler PNE streicht Ergebnisziele zusammen: Aktie verliert deutlich

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Windparkentwickler PNE aus Cuxhaven hat seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr erheblich reduziert. Verzögerungen beim Verkauf von Windparkprojekten und bei Genehmigungsverfahren belasten die erwarteten Einnahmen. An der Börse reagierten Anleger mit deutlichen Kursverlusten.

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PNE senkt Prognose für 2026 erheblich

PNE senkt Prognose und Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2026 deutlich. Das Unternehmen rechnet nach seiner am Dienstagabend, 13. Oktober, veröffentlichten Mitteilung nur noch mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 60 und 75 Millionen Euro. Zuvor hatte die Prognose bei 90 bis 120 Millionen Euro gelegen.

Noch stärker fällt die Korrektur beim bereinigten operativen Ergebnis aus. Das sogenannte normalisierte EBITDA soll nun zwischen 65 und 80 Millionen Euro liegen. Bislang hatte PNE mit 110 bis 140 Millionen Euro gerechnet. Damit wurden sowohl die unteren als auch die oberen Grenzen der bisherigen Erwartungen deutlich reduziert.

Windparkverkäufe verschieben sich auf 2027

Als wesentlichen Grund nennt der SDAX-Konzern Verzögerungen bei geplanten Projektverkäufen. Einzelne Transaktionen benötigen mehr Zeit als ursprünglich kalkuliert. Hinzu kommen Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren.

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PNE geht deshalb davon aus, dass bestimmte Ergebnisbeiträge, die ursprünglich für 2026 vorgesehen waren, erst im kommenden Geschäftsjahr realisiert werden können. Außerdem hat das Unternehmen entschieden, einige bereits betriebene Windparks nicht wie zunächst geplant zu verkaufen, sondern im eigenen Bestand zu behalten.

Die veränderte Prognose bedeutet damit nicht, dass sämtliche betroffenen Projekte aufgegeben werden. Vielmehr verschieben sich nach Unternehmensangaben geplante wirtschaftliche Ergebnisse zeitlich. Wie hoch die einzelnen ausstehenden Verkaufserlöse sind, wurde nicht mitgeteilt.

PNE-Aktie gerät nachbörslich unter Druck

Die Börse reagierte negativ auf die neuen Erwartungen. Im regulären Xetra-Handel hatte die PNE-Aktie am Dienstag um 17:35 Uhr bei 7,10 Euro geschlossen, ein Minus von 2,07 Prozent. Die Bekanntgabe der Prognosesenkung erfolgte erst anschließend um 18:15 Uhr.

Im nachbörslichen Handel verstärkte sich der Verkaufsdruck. Laut Kursdaten von MarketScreener notierte die Aktie am 13. Oktober um 20:09 Uhr auf Tradegate bei 6,37 Euro. Gegenüber dem dortigen Vergleichskurs entsprach dies einem Rückgang von 12,02 Prozent.

Unternehmen verweist auf erfolgreiche Projektentwicklung

Trotz der gesenkten Jahresprognose verweist PNE auf Fortschritte im operativen Geschäft. Seit Jahresbeginn wurden nach Unternehmensangaben elf Projekte mit einer gesamten Nennleistung von rund 361 Megawatt in Deutschland, Polen und Frankreich verkauft.

Zudem erhielt der Konzern in Deutschland Genehmigungen für zehn Windenergieprojekte mit rund 374 Megawatt Leistung. Auf internationalen Märkten kamen Genehmigungen für drei weitere Windparks mit etwa 290 Megawatt sowie 13 Photovoltaikprojekte mit rund 335 Megawatt Spitzenleistung hinzu.

PNE entwickelt Windenergie- und Solarprojekte und betreibt außerdem eigene Anlagen zur Stromerzeugung. Für das Geschäftsmodell spielen sowohl Erlöse aus Projektverkäufen als auch laufende Einnahmen aus eigenen Kraftwerken und Dienstleistungen eine Rolle.

Die aktuelle Prognosesenkung macht deutlich, wie stark die Jahresergebnisse von Projektentwicklern vom Zeitpunkt einzelner Verkäufe abhängen können. PNE erwartet weiterhin die Umsetzung verschobener Projekte im Jahr 2027. Ob die vorgesehenen Ergebnisbeiträge dann vollständig realisiert werden, hängt vom weiteren Projektverlauf ab.

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