Großeinsatz in München: Polizeischuss verletzt jungen Mann schwer

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein größerer Polizeieinsatz in München-Schwabing hat am Dienstagabend rund um die Clemensstraße und die Belgradstraße zu weiträumigen Sperrungen geführt. Ein Polizeibeamter schoss dabei auf einen etwa 20 Jahre alten Mann. Der Mann wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Vorausgegangen war nach Polizeiangaben ein Notruf, wonach sich eine Person mit einem pistolenähnlichen Gegenstand auf der Straße aufhalten sollte. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs waren am Dienstagabend noch nicht geklärt.

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Notruf wegen pistolenähnlichem Gegenstand

Nach Angaben eines Polizeisprechers ging der Notruf gegen 17.15 Uhr ein. Gemeldet worden war eine Person, die im Bereich Clemensstraße und Belgradstraße mit einem Gegenstand hantiert haben soll, der wie eine Pistole aussah. Daraufhin rückte die Münchner Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften nach Schwabing aus. Bei Meldungen über möglicherweise bewaffnete Personen werden solche Einsätze nach Angaben der Polizei mit entsprechend starken Kräften angefahren.

Ob es sich bei dem Gegenstand tatsächlich um eine funktionsfähige Schusswaffe handelte, war zunächst nicht bestätigt. In ersten Angaben war von einem schusswaffenähnlichen beziehungsweise pistolenähnlichen Gegenstand die Rede. Auch zu einer möglichen Straftat vor dem Eintreffen der Polizei gab es zunächst keine entsprechenden Erkenntnisse. Nach Angaben des Polizeisprechers war vor dem Einsatz keine kriminelle Handlung bekannt.

Beamter gibt mindestens einen Schuss ab

Einsatzkräfte trafen den Mann nach den bislang vorliegenden Angaben im Bereich der gemeldeten Örtlichkeit an und sprachen ihn an. Im weiteren Verlauf setzte mindestens ein Polizeibeamter seine Dienstwaffe ein. Der etwa 20-Jährige wurde getroffen und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Zum genauen Gesundheitszustand lagen am Dienstagabend zunächst keine weiteren gesicherten Angaben vor.

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Warum der Beamte schoss und welche konkrete Situation der Schussabgabe unmittelbar vorausging, blieb zunächst offen. Insbesondere war zunächst nicht behördlich geklärt, wie sich der Mann beim Zusammentreffen mit den Einsatzkräften verhielt und ob von dem mitgeführten Gegenstand tatsächlich eine konkrete Gefahr ausging. Eine unabhängige Bestätigung weitergehender Darstellungen lag zunächst nicht vor.

Straßen und Straßenbahnverkehr betroffen

Die Polizei sperrte den Bereich rund um Clemensstraße und Belgradstraße weiträumig ab. Dadurch kam es in Schwabing zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Auch der Straßenbahnverkehr war betroffen. Nach Angaben aus dem Einsatz konnten zeitweise unter anderem die Linien 12 und 18 den Bereich nicht regulär passieren.

Die Polizei teilte zugleich mit, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Die umfangreichen Absperrungen dienten dem laufenden Einsatz und der anschließenden Sicherung des Einsatzortes. Kriminalpolizei und Spurensicherung wurden hinzugezogen.

Landeskriminalamt untersucht Schusswaffengebrauch

Auch das Bayerische Landeskriminalamt wurde in die Ermittlungen einbezogen. Bei einem Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte wird der Vorgang gesondert untersucht. Dabei geht es insbesondere darum, den genauen Ablauf und die Voraussetzungen für den Einsatz der Dienstwaffe zu klären.

Damit stehen zentrale Fragen des Falls noch aus. Dazu gehört, um welchen Gegenstand es sich tatsächlich handelte und was unmittelbar vor der Schussabgabe geschah. Die Ermittlungen befanden sich am Dienstagabend noch am Anfang. Zu einem möglichen Motiv oder zu persönlichen Hintergründen des Verletzten lagen keine gesicherten Angaben vor.

Einsatz mitten im dicht bebauten Schwabing

Der Einsatzort liegt in einem dicht bebauten und stark frequentierten Teil des Münchner Stadtteils Schwabing. Die Kreuzung von Clemensstraße und Belgradstraße befindet sich unweit des Kurfürstenplatzes. Wegen der zahlreichen Einsatzfahrzeuge, der Absperrmaßnahmen und des unterbrochenen Straßenbahnverkehrs waren die Auswirkungen deshalb auch außerhalb des unmittelbaren Einsatzortes spürbar.

Offiziell bestätigt war am Dienstagabend vor allem, dass ein Mann nach einem Notruf wegen eines pistolenähnlichen Gegenstands von einem Polizeischuss getroffen und schwer verletzt wurde. Die Ermittlungen müssen nun klären, wie es zu der Situation kam und ob der Gegenstand tatsächlich eine Schusswaffe war.

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