Porzellanhersteller Kahla stellt erneut Insolvenzantrag

ntdecke die aktuelle Lage der deutschen Gastronomie, die mit steigenden Insolvenzraten und den Nachwirkungen der Corona-Krise kämpft.
Foto: Gerd Altmann.

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Die traditionsreiche Porzellanmanufaktur Kahla in Thüringen steht erneut vor einem Insolvenzverfahren. Wie aus Veröffentlichungen hervorgeht, wurde Anfang März beim Amtsgericht Gera ein entsprechender Antrag gestellt. Die Insolvenzbekanntmachung trägt laut Berichten das Datum 2. März 2026.

Damit muss sich das Unternehmen, das zu den bekanntesten Porzellanproduzenten Deutschlands zählt, erneut in einem gerichtlichen Verfahren neu aufstellen.

Amtsgericht Gera führt das Verfahren

Zuständig für das Verfahren ist das Amtsgericht Gera. Das Gericht hat einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt, der nun die wirtschaftliche Lage des Unternehmens prüft und die nächsten Schritte vorbereitet.

Zu den Aufgaben des vorläufigen Insolvenzverwalters gehört unter anderem, den Geschäftsbetrieb zu sichern, laufende Verträge zu prüfen und mögliche Sanierungsoptionen zu bewerten. In dieser Phase wird auch entschieden, ob ein reguläres Insolvenzverfahren eröffnet wird.

Produktion soll zunächst weiterlaufen

Trotz des Insolvenzantrags soll der Betrieb der Porzellanmanufaktur zunächst weitergeführt werden. Aufträge werden nach Angaben aus Unternehmenskreisen weiterhin bearbeitet und ausgeliefert.

Auch für die Beschäftigten gibt es zunächst eine finanzielle Absicherung. Die Löhne werden in der Anfangsphase des Verfahrens über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert. Dieses Instrument übernimmt für mehrere Monate die Zahlung der Gehälter, während das Unternehmen seine wirtschaftliche Situation neu ordnet.

Rund 120 Beschäftigte betroffen

Nach übereinstimmenden Berichten beschäftigt das Unternehmen derzeit rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Kahla. Für die Belegschaft bedeutet der Insolvenzantrag zunächst eine Phase der Unsicherheit, auch wenn der Betrieb vorerst fortgesetzt wird.

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Die kommenden Wochen gelten als entscheidend dafür, ob eine dauerhafte Sanierung gelingt oder strukturelle Veränderungen notwendig werden.

Wirtschaftlicher Druck auf energieintensive Industrie

Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden in Berichten unter anderem eine schwache Auftragslage sowie gestiegene Energiekosten genannt. Die Herstellung von Porzellan gilt als besonders energieintensiv, da hohe Brenntemperaturen erforderlich sind.

Auch eine zurückhaltende Nachfrage aus der Gastronomiebranche wird als Belastungsfaktor beschrieben. Gastronomie und Hotellerie zählen traditionell zu wichtigen Abnehmern von hochwertigem Porzellan.

Unternehmen war bereits 2020 in Insolvenz

Für die Porzellanmanufaktur ist es nicht das erste Insolvenzverfahren. Bereits im Jahr 2020 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Damals gelang eine Fortführung des Betriebs nach einer Sanierungsphase.

Ob dies auch diesmal gelingt, wird nun im laufenden Verfahren geprüft. Ziel eines Insolvenzverfahrens ist häufig, den Betrieb zu stabilisieren und langfristig zu erhalten.

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