Viktoria Köln verliert Prokopenko für mehrere Monate

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Der FC Viktoria Köln muss auf längere Sicht ohne Alexander Prokopenko auskommen. Der 24 Jahre alte Offensivspieler hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird seinem Verein mehrere Monate fehlen. Viktoria bestätigte die Diagnose am Montag, 5. Oktober 2026, nach Untersuchungen durch Mannschaftsarzt Max Wittenberg in der Kölner Mediapark-Klinik. Zuvor hatte unter anderem t-online Köln über die schwere Verletzung berichtet. Damit verliert der derzeitige Tabellenzweite der 3. Liga eine flexibel einsetzbare Option für Flügel und offensives Mittelfeld.

Viktoria Köln bestätigt Kreuzbandriss

Alexander Prokopenko hatte sich am Samstag im Test gegen den 1. FC Köln verletzt. Nach Angaben von Viktoria Köln ging er bei der letzten Aktion der Begegnung nach einem Dribbling zu Boden. Die anschließende Untersuchung ergab einen Kreuzbandriss. Welches Kreuzband betroffen ist und wann der Spieler genau wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, teilte der Drittligist nicht mit. Offiziell bestätigt ist deshalb lediglich eine Ausfallzeit von mehreren Monaten. Eine konkretere Rückkehrprognose veröffentlichte Viktoria zunächst nicht.

Auch der Kicker geht davon aus, dass Prokopenko für mehrere Monate ausfällt. Eine Rückkehr im Frühjahr wurde dort als mögliche Perspektive genannt. t-online Köln hatte die Diagnose am Montagnachmittag ebenfalls gemeldet und auf die Untersuchungen in der Mediapark-Klinik verwiesen.

Prokopenko kam erst im Sommer aus Jena

Für den 24-Jährigen ist die Verletzung ein früher Einschnitt nach seinem Wechsel nach Köln. Prokopenko schloss sich Viktoria zur Saison 2026/27 vom Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena an. Nach Angaben von Transfermarkt steht er seit dem 1. Juli 2026 bei Viktoria unter Vertrag. Die Plattform führt eine Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2028. Der Verein selbst hat diese Laufzeit bei seinen öffentlich zugänglichen Mitteilungen nicht angegeben.

Prokopenko ist vor allem auf den offensiven Außenbahnen einsetzbar. Transfermarkt nennt Linksaußen als seine Hauptposition sowie Rechtsaußen und offensives Mittelfeld als weitere Einsatzbereiche. Viktoria führt ihn im eigenen Profikader unter den Angreifern. Schon bei seiner Verpflichtung hatte der Sportliche Leiter Valentin Schäfer die Vielseitigkeit des Neuzugangs hervorgehoben. Prokopenko könne sowohl auf dem Flügel als auch auf der Zehnerposition eingesetzt werden. Schäfer verwies außerdem auf dessen Tempo, Dribblingstärke und Kreativität.

Geboren wurde Prokopenko am 5. Januar 2002. Vor seinem Wechsel nach Köln spielte er zuletzt zwei Spielzeiten für Carl Zeiss Jena. In der Regionalliga Nordost kam er in der Saison 2025/26 nach den finalen Daten des DFB auf 30 Ligaspiele und fünf Treffer. Jena beendete die Saison als Tabellenzweiter. Bei seiner Verpflichtung in Köln wurden für Prokopenko zudem fünf Vorlagen aus dieser Spielzeit genannt.

Fünf Drittliga-Einsätze und drei direkte Torbeteiligungen

Bei Viktoria Köln benötigte Prokopenko nicht lange, um sportlich Wirkung zu entfalten. Der Verein weist für die ersten sieben Spieltage fünf Einsätze in der 3. Liga aus. Dabei erzielte der 24-Jährige ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor. Sein bislang einziger Ligatreffer für Viktoria gelang im August. In der Anfangsphase der Saison wurde Prokopenko sowohl von Beginn an als auch als Einwechselspieler eingesetzt.

Zuletzt hatte sich seine Rolle als offensiver Impulsgeber von der Bank gefestigt. Beim 3:0 gegen den FC Ingolstadt am siebten Spieltag kam Prokopenko nach 65 Minuten ins Spiel. Später bereitete er den dritten Treffer vor. Bereits gegen Hansa Rostock war er eingewechselt worden. Im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg kam er nach der Pause zum Einsatz. Diese Einsatzverteilung zeigt, dass er bislang kein durchgängiger Stammspieler war, Trainer Marian Wilhelm aber regelmäßig auf ihn zurückgriff.

Für Viktoria wiegt der Ausfall auch wegen der sportlichen Ausgangslage schwer. Nach sieben Spieltagen steht die Mannschaft mit 15 Punkten auf Rang zwei der 3. Liga. Der Rückstand auf Spitzenreiter MSV Duisburg beträgt drei Punkte. Viktoria hat bislang fünf Ligaspiele gewonnen und zwei verloren. Prokopenkos drei direkte Torbeteiligungen entstanden damit in einer Phase, in der sich die Mannschaft in der Spitzengruppe festgesetzt hat.

Wilhelm hat Alternativen, verliert aber eine flexible Option

Der Kader bietet Marian Wilhelm mehrere Möglichkeiten, Prokopenkos Einsatzminuten zu verteilen. Yannick Tonye und Eric Gueye wurden bereits auf den Außenbahnen eingesetzt, Marco Pledl steht ebenfalls wieder zur Verfügung. In offensiveren Rollen gehören unter anderem Lucas Wolf, Niklas Castelle und Noah Maboulou zum Aufgebot. Eine direkte Eins-zu-eins-Lösung ergibt sich daraus allerdings nicht automatisch, weil Prokopenko sowohl auf dem Flügel als auch zentral hinter der Spitze spielen kann.

Immerhin haben sich andere personelle Probleme zuletzt entschärft. Pascal Fallmann hatte sich zum Saisonstart das Außenband gerissen, stand im September aber wieder in der Anfangsformation. Auch Marco Pledl feierte nach rund 50 Wochen Verletzungspause bereits im August sein Pflichtspiel-Comeback und wurde anschließend wieder eingesetzt. Kapitän Christoph Greger kehrte ausgerechnet beim Test gegen den 1. FC Köln nach längerer Pause auf den Platz zurück. Viktoria verliert mit Prokopenko damit nicht den einzigen verfügbaren Spieler für seine Einsatzbereiche, wohl aber einen der flexibelsten Offensivakteure im Kader.

Die genaue Dauer seiner Rehabilitation ist offen. Viktoria Köln beschränkt sich bislang auf die Angabe, dass Alexander Prokopenko mehrere Monate fehlen wird. Einen Termin für eine Operation, eine genauere medizinische Einordnung des gerissenen Kreuzbandes oder einen festen Zeitpunkt für die Rückkehr ins Training veröffentlichte der Verein am Montag nicht.

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