PUMA legt neue Quartalszahlen vor: Umsatz sinkt, Jahresprognose wird angepasst

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Sportartikelhersteller PUMA hat im dritten Quartal 2026 weniger Umsatz erzielt und operativ rote Zahlen geschrieben. Gleichzeitig verbesserte das Unternehmen seine Bruttomarge deutlich und reduzierte seine Lagerbestände. Mit den am Freitag, 30. Oktober 2026, veröffentlichten Geschäftszahlen präzisierte der Konzern auch seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Dabei bleibt der erwartete Umsatzrückgang unverändert, während PUMA die Prognosespanne für das operative Ergebnis eingrenzt.

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PUMA Q3 2026: Umsatz sinkt auf 1,78 Milliarden Euro

PUMA erzielte zwischen Juli und September 2026 einen Umsatz von 1,776 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang von 5,0 Prozent in Euro. Währungsbereinigt lag das Minus bei 6,3 Prozent. Im zweiten Quartal hatte der währungsbereinigte Umsatzrückgang noch 9,4 Prozent erreicht.

Damit verlangsamte sich der Umsatzrückgang im dritten Quartal. Von einer Rückkehr zum Wachstum kann allerdings noch nicht gesprochen werden.

Als wesentliche Gründe nennt das Unternehmen die bereits 2025 eingeleitete Neuordnung seiner Vertriebsaktivitäten sowie eine schwächere Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten. Besonders in Nordamerika und der Wirtschaftsregion Europa, Naher Osten und Afrika entwickelte sich das Geschäft rückläufig.

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Auch das operative Ergebnis blieb negativ. PUMA verzeichnete ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 11,4 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte der Konzern noch einen operativen Gewinn von 16,2 Millionen Euro erzielt.

Höhere Bruttomarge kann steigende Kosten nicht ausgleichen

Trotz der rückläufigen Erlöse verbesserte PUMA seine Bruttomarge von 45,4 auf 49,5 Prozent. Dazu trugen unter anderem günstigere Beschaffungskosten, Währungseffekte und Rückerstattungen von US-Zöllen bei.

Allein die Zollrückerstattungen hatten nach Unternehmensangaben einen positiven Ergebniseffekt von 29,8 Millionen Euro.

Gleichzeitig stiegen die operativen Kosten ohne Sondereffekte um 6,7 Prozent auf 900 Millionen Euro. Höhere Marketingausgaben, zusätzliche Aufwendungen für den Direktvertrieb und gestiegene IT-Kosten belasteten das Ergebnis.

Bereinigt um einmalige Aufwendungen lag das EBIT bei einem Gewinn von lediglich 0,4 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es 26,3 Millionen Euro gewesen.

Unter dem Strich entstand aus dem fortgeführten Geschäft ein Verlust von 54,9 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal hatte dieser bei 62,4 Millionen Euro gelegen.

Nordamerika schwächelt, Asien wächst

Die Geschäftsentwicklung verlief regional unterschiedlich. In Nordamerika ging der währungsbereinigte Umsatz um 17,2 Prozent zurück. PUMA führt dies auf die verhaltene Nachfrage und die gezielte Reduzierung bestimmter Vertriebsgeschäfte zurück.

In der Region Europa, Naher Osten und Afrika sanken die währungsbereinigten Erlöse um 11,5 Prozent.

Anders entwickelte sich das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum. Dort verzeichnete der Konzern ein währungsbereinigtes Wachstum von 10,0 Prozent. Besonders flache Sneakermodelle wie der Speedcat trugen nach Unternehmensangaben zur Nachfrage bei.

Auch der eigene Onlinehandel entwickelte sich positiv. Der E-Commerce-Umsatz stieg währungsbereinigt um 7,8 Prozent. Damit setzte sich die Entwicklung zu einem höheren Anteil des Direktvertriebs fort.

PUMA aktualisiert Jahresausblick für 2026

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet PUMA weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. An dieser Einschätzung ändert sich nichts.

Beim operativen Ergebnis hat der Konzern seine Prognosespanne hingegen angepasst. PUMA rechnet nun mit einem EBIT zwischen minus 80 und minus 130 Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen einen operativen Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro erwartet.

Die neue Prognose grenzt damit die möglichen Ergebnisse stärker ein. Sie bedeutet weder eine eindeutige Verbesserung noch eine pauschale Verschlechterung gegenüber der bisherigen Spanne.

Zugleich sollen die Investitionen im Gesamtjahr unter 150 Millionen Euro bleiben. Bislang hatte PUMA mit rund 200 Millionen Euro gerechnet. Das Unternehmen begründet die Anpassung mit einer stärkeren Konzentration auf ausgewählte Investitionsprojekte und einer veränderten bilanziellen Behandlung bestimmter IT-Ausgaben.

Lagerbestände sinken deutlich

Fortschritte meldet PUMA beim Abbau seiner Lagerbestände. Diese lagen Ende September bei rund 1,61 Milliarden Euro und damit 24,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der freie Cashflow, also der nach Investitionen verbleibende Mittelzufluss, lag im dritten Quartal bei 92 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte PUMA noch einen negativen freien Cashflow von 43 Millionen Euro verzeichnet.

Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber Ende September 2025 von rund 1,21 auf 1,08 Milliarden Euro.

Damit zeigen die Quartalszahlen eine gemischte Entwicklung: Während der Umsatz weiter zurückgeht und das operative Geschäft Verluste verursacht, verbessern sich Lagerbestände und Mittelzufluss.

Chinesischer Konzern ANTA ist größter Aktionär

Die Geschäftszahlen erscheinen wenige Wochen nach einer Veränderung der Eigentümerstruktur. Seit Oktober ist der chinesische Sportartikelkonzern ANTA Sports größter Aktionär von PUMA.

Auch im Aufsichtsrat kam es zu Veränderungen. Am 21. Oktober übernahm Dennis Tao den Vorsitz des Kontrollgremiums.

PUMA befindet sich damit sowohl wirtschaftlich als auch organisatorisch in einer Neuordnungsphase. Vorstandschef Arthur Höld verfolgt das Ziel, die Marke international zu stärken und langfristig wieder profitables Wachstum zu erreichen.

Für die Entwicklung im restlichen Geschäftsjahr bleibt entscheidend, wie sich die Nachfrage insbesondere in Nordamerika und Europa entwickelt und in welchem Umfang die laufenden Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beitragen.

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