Purple Disco Machine startet mit „Cosmotropia“ in seine nächste Ära

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Purple Disco Machine hat sein viertes Studioalbum angekündigt. „Cosmotropia“ soll am 30. April 2027 erscheinen und die Disco-Wurzeln des Dresdner Produzenten Tino Piontek mit Einflüssen aus Cosmic Disco und Space Rock verbinden. Die Ankündigung erfolgte am 2. Oktober 2026 auf der offiziellen Internetseite des Künstlers und über Sony Music. Parallel erschien mit „Test My Luck“ gemeinsam mit der britischen Sängerin MEEK die erste Vorab-Single. Im Herbst 2027 folgt außerdem eine Europatour mit zunächst sechs bestätigten Konzerten in Deutschland.

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„Cosmotropia“ erscheint im April 2027 bei Columbia

„Cosmotropia“ ist nach „Soulmatic“, „Exotica“ und „Paradise“ das vierte reguläre Studioalbum von Purple Disco Machine. Veröffentlicht wird das Album über Columbia, das Label von Sony Music, bei dem Piontek geführt wird. Die offiziellen Vorbestellungen laufen bereits. Sony Music und der Künstler nennen den 30. April 2027 übereinstimmend als Veröffentlichungstermin. Musikalisch orientiert sich das Projekt stärker an Cosmic Disco und Space Rock der 1970er und 1980er Jahre. Als prägende Einflüsse werden unter anderem Pink Floyd, Jean-Michel Jarre, Vangelis, Kraftwerk und The Alan Parsons Project genannt.

Piontek erklärte der Deutschen Presse-Agentur, er habe versucht, mit der Platte „mit meiner Musik wieder eine neue Welt zu erschaffen“. Dabei habe er sich mit jener Musik beschäftigt, die seine Eltern während seiner Kindheit hörten. Die neue Ausrichtung bedeutet allerdings keinen vollständigen Bruch mit seinem bisherigen Stil. Nach Angaben seines Labels sollen die historischen Einflüsse mit dem modernen Disco-Sound verbunden werden, mit dem Purple Disco Machine international erfolgreich geworden ist.

„Test My Luck“ mit MEEK ist die erste Vorab-Single

Den ersten veröffentlichten Titel aus Purple Disco Machine Cosmotropia gibt es bereits. „Test My Luck“ mit der britischen Sängerin MEEK erschien ebenfalls am 2. Oktober. Die offizielle Albumankündigung bezeichnet den Song ausdrücklich als ersten Vorgeschmack auf die Platte. MEEK war zuvor unter anderem als Songwriterin für andere Popproduktionen tätig und veröffentlicht inzwischen eigene Musik.

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Weitere Gäste auf dem fertigen Album sind bislang nicht vollständig benannt. Piontek berichtete allerdings, dass langjährige Weggefährten erneut an dem Projekt beteiligt seien. Dazu gehören die isländische Sängerin und Songwriterin Ásdís sowie Theo Hutchcraft von Hurts, die für die Arbeit an neuen Songs nach Dresden gekommen seien. Ob beide später auch als ausdrücklich genannte Feature-Gäste auf der endgültigen Trackliste stehen werden, war zunächst nicht bekannt.

Qobuz führt „Cosmotropia“ derzeit mit 13 Tracks

Eine vollständige Titelliste hat Purple Disco Machine noch nicht veröffentlicht. Beim Musikdienst Qobuz ist das Album derzeit allerdings mit 13 Tracks und einer Gesamtlänge von 39 Minuten und 40 Sekunden angelegt. „Test My Luck“ steht dort auf Position zwei und wird mit einer Spielzeit von 3:40 Minuten geführt. Die übrigen noch nicht enthüllten Titel erscheinen überwiegend lediglich als „Track 1“, „Track 3“ und weitere Platzhalter.

Damit spricht die aktuelle Auslieferung an den Streamingdienst für 13 Titel. Da die offizielle Künstlerseite und die Sony-Ankündigung bislang keine vollständige Trackliste nennen, sind weder weitere Songtitel noch eine komplette Liste der Gastmusiker veröffentlicht. Bislang ist MEEK die einzige offiziell bestätigte Sängerin auf einem bereits veröffentlichten „Cosmotropia“-Titel.

Sechs Deutschlandkonzerte im Oktober 2027

Parallel zum Album hat Purple Disco Machine die „Cosmotropia Live Tour 2027“ angekündigt. Geplant ist eine größere Bühnenshow mit Band, Sängerinnen und Sängern sowie Tänzerinnen und Tänzern. Für Deutschland sind bislang sechs Termine bestätigt. Eventim und die Veranstaltungsseiten nennen übereinstimmend folgende Konzerte:

  • 8. Oktober 2027: Köln, Palladium
  • 14. Oktober 2027: Leipzig, Haus Auensee
  • 15. Oktober 2027: München, Zenith
  • 28. Oktober 2027: Berlin, Uber Eats Music Hall
  • 29. Oktober 2027: Hamburg, Sporthalle
  • 30. Oktober 2027: Stuttgart, Porsche-Arena

Der Eventim-Presale begann am Montag, 5. Oktober 2026, um 10 Uhr. Der allgemeine Vorverkauf ist für Mittwoch, 7. Oktober, angekündigt. Die genaue Freischaltungszeit kann je nach Anbieter abweichen. Auf der offiziellen Künstlerseite wird lediglich der 7. Oktober als Start des allgemeinen Verkaufs genannt. Weitere europäische Tourtermine sollen noch folgen.

Von „Soulmatic“ über „Exotica“ bis „Paradise“

Pionteks Debütalbum „Soulmatic“ erschien 2017 über Sweat It Out. Darauf folgte 2021 „Exotica“, mit dem Purple Disco Machine seinen Disco- und Funkansatz stärker in Richtung internationaler Popproduktionen öffnete. „Paradise“, das dritte Studioalbum, erschien am 20. September 2024 und brachte zahlreiche prominente Kooperationen zusammen, darunter Nile Rodgers, Metronomy, Jake Shears, Duke Dumont, Nothing But Thieves und Sophie and the Giants.

Zu den größten Songs seiner Karriere zählen „Hypnotized“ mit Sophie and the Giants, „In The Dark“, „Fireworks“, „Dopamine“ und „Substitution“ mit Kungs und Julian Perretta. „Hypnotized“ erreichte beispielsweise Platz elf der deutschen Singlecharts und Platz zwei in Italien. Sony Music zeichnete Piontek zudem für zahlreiche Gold- und Platin-Auszeichnungen aus. „In The Dark“ war nach Angaben von Sony Music der erfolgreichste deutsche Radiohit des Jahres 2022.

Grammy für den Remix von Lizzos „About Damn Time“

Den bislang wichtigsten internationalen Musikpreis seiner Karriere erhielt Purple Disco Machine 2023. Bei den 65. Grammy Awards gewann Piontek die Kategorie Best Remixed Recording für seinen Remix von Lizzos „About Damn Time“. Die Recording Academy führt für Purple Disco Machine bislang eine Grammy-Nominierung und einen Sieg.

Daneben sammelte der Produzent zahlreiche Gold-, Platin- und Diamant-Auszeichnungen in verschiedenen europäischen Märkten. Sony Music Publishing bezifferte seine Bilanz im Mai 2025 auf 37 Platin- und 14 Goldzertifizierungen weltweit. Das Unternehmen verwies zugleich auf mehr als 1,5 Milliarden Streams seit seinem internationalen Durchbruch mit „My House“. Sony Music nennt zudem mehrere Spitzenplatzierungen in den deutschen Airplaycharts.

„Paradise“ erreichte Platz elf in Deutschland

Auch das Vorgängeralbum „Paradise“ konnte sich in mehreren europäischen Albumcharts platzieren. In den Offiziellen Deutschen Charts stieg das Album im September 2024 auf Platz elf und blieb drei Wochen in den Top 100. In Österreich erreichte es laut austriancharts.at Platz 15, in der Schweizer Hitparade Platz 13.

In Großbritannien war der Erfolg stärker in den Genrecharts sichtbar. Die Official Charts Company führt „Paradise“ auf Platz zwei der britischen Dance Albums Chart. In den allgemeinen Verkaufscharts kam das Album auf Platz 63. Für die erst am 2. Oktober 2026 veröffentlichte Single „Test My Luck“ lag wenige Tage nach Veröffentlichung noch keine vergleichbare nationale Chartplatzierung vor.

Mit „Cosmotropia“ führt Purple Disco Machine damit seine bisherige Albumfolge fort, erweitert den bekannten Disco- und House-Ansatz aber um deutlich benannte Einflüsse aus Space Rock und elektronischer Musik der 1970er und 1980er Jahre.

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